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AUS DEM MUSEUM
G.FREY TUTZING BEI MÜNCHEN
Band 6
1955
SMITHSONIAN INSTITUTION WASHINGTON 25, D.C
Schriftleiter: Dr. E. Haaf
EIGENVERLAG,. TUTZING BEI MÜNCHEN, HOÖFRAT-BEISELE-STR.
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Ausgabedatum von Band 6, Heft 1: 1. April 1955 Ausgabedatum von Band 6, Heft 2: 1. Dezember 1955 Ausgabedatum von Band 6, Heft 3: 15. Dezember 1955
Inhalt
des 6. Bandes. 1955
Bechyne, J.: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae (Col. Phyt.) . ER 54 <
Bechyne, J.: Über die ea knnischeh Alieiden (Col. Phyt.) .
Bechyne, J.: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika : Eumolpidae (Col. Ehyeo,
Breit, J.: Zur Nontenllatur Ber Kuronasschen Zileee Keten
Breuning, St.: Eine neue Lamiiden-Gattung aus Brasilien (Col. Care,
Breuning, St.: Zwei neue ostasiatische Lamiiden aus dem Museum Frey
Breuning. St.: Neue Cerambyciden von der Insel Trinidad .
Breuning, St.: Eine Gerambyciden-Ausbeute von Französisch-Guinea
Bytinski-Salz: Prionotheca coronata Ol. freyı ssp nov. De
Franz, H.: Zweiter Beitrag zur Kenntnis der eier nen E ustem- mus-Arten (Col. Seydm.) . BEE DEE
Freude. H.: Die Monommiden der Welt. I. Teil: Die Monommiden der indo-australischen Region ine:
Freude, H.: C. H. Teil: Die Monommiden der ek ehren Kern
Frey, G.: Coprophagen-Studien über neue und wenig bekannte Arten
Haaf, E.: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab.) .
Haaf, E.: Franz Stöcklein 75 Jahre alt! . i
Haaf, E.: Aus der Chronik des Museums Frey Se
Howden, H. F.: Description of a new Peruvian Athyreus Ei notes on the Method of Illustration .
Kulzer, H.: Monographie der Scotobiini. Zehn Beine zur Ron: der Tenebrioniden
Kulzer, H.: Neue Tenebrioniden aus Sedemenle
Mader, L.: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden und rer Aber ratıionen in Wort und Bild
Mandl, K.: Die Cicindelen, Caraben und Bleemen (Col ) 1er Ara stan-Expedition 1952 und 1953 J. Klapperichs . a
Mandl, K.: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) III. Teil
Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey, I. Teil 149. Beitrag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea
Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum. 150. Beitrag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea
Wolfrum, P.: Neue Anthribiden aus dem Museum G. Frey
Seite
Bas 486
369
1056
31 658 659 662 318
1036
—
Erklärung zu Tafel AXVII
: Platynaspis Lewisi Cr. : Sticholotis Hillerei Ws. : Sticholotis puncalata Cr.
: Oxynychus Alexandrae Ws. 5 : Cryptogonus blandus Mader, ©
: Scymnus (Nephus) includens Kirsch. 5
Chilocorus rubidus Hope
: Exochomus Mülleri Mader, <' : Exochomus uropygialis Mls. O : Exochomus anchorifer All. ©
Exochomus Kiritschenkoi Bar. Q
: Brumus tetradymus Frm. .: Platynaspis angulimaculata Mader, ©
7
: Plotina versicolor Lewis : Hyperaspis pumila Mls. oh : Hyperaspis Marmottani Frm. O
5: Cryptogonus Schraiki Mader. 5
SE T
L: Seymnus (Nephus) crucifer Fleisch. ee
71
: Amida tricolor Harold.
: Novius cruentatus Mls.
: Rodolia limbata Motsch.
: Rodolia cardinalis Mls.
: Rodolia 4-maculata a. seamaculata Mader : Rodolia octoguttata Ws.
: Tetrabrachys connatus Panaz.
Mader: Evidenz der palaearktischen Coccinelliden Tafel XXVIII
Entom. Arbeiten aus dem Museum G. Frey
rbeiten
AUS DEM MUSEUM G.FREY TUTZING BEI MÜNCHEN
Dita Wa nn Us Da L.n3 This, WiSe Band 6, Heft 1 1955 N y Nagy, N \ SUR. 1158...) SLR: IR 1er" { a"
Schriftleiter: Dr. E. Haaf
EIGENVERLAG, TUTZING BEI MUNCHEN fi
\
Ausgabedatum: 1. April 1955
| Inhalt
des 1. Heftes. Band 6
Bechyne, J.: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae (Col. Phyt.) . Breuning, S.: Eine neue Lamiiden-Gattung aus Brasilien (Col. Ceramb.).. . Bytinski-Salz: Prionotheca coronata Ol. freyi ssp. nov. . .. . 22... Freude, H.: Die Monommiden der Welt. I. Teil: Die Monommiden der indo-
australischett Region" 1 ya mal. 'L 7 de. 0 Zr Haaf, E.: Über die Gattung Sisyphus Latr. (Col. Scarab. Haaf, E:: ‚Franz ‚Stöcklein 75 Jahre alt!'x.., . Mir cn Dar Mandl, K.: Die Cicindelen, Caraben und Calosomen (Col.) der Afghanistan-
Expedition 1951 und 1952 J. Klapperichs „......... Mandl, K.: Zur Kenntnis der Cicindeliden Süd-Chinas (Col.) IH. Teil. . . Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer des Museums Frey, I. Teil. 149. Bei-
trag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea.. . . . Schedl, K.: Borken- und Ambrosiakäfer aus dem pazifischen Raum. 150. Bei-
trag zur Morphologie und Systematik der Scolytoidea. . . .
U Val ANCET Re WANN RE TER 6
Seite
74 311 313
H. Freude: Die Monommiden der Welt 1
Die Monommiden der Welt I. Teil: Die Monommiden der indo-australischen Region
Von Heinz Freude
(Aus der Zoologischen Sammlung des Bayerischen Staates, München.)
Vorwort
Die Anregung, mich mit der kleinen, wenig bekannten Fa- milie der Monommidae zu befassen, erhielt ich durch meinen Kollegen vom Transvaal-Museum in Pretoria, den bekannten Tenebrionidenspezialisten Carl Koch. Er trug mir sein in Süd- afrika erbeutetes, reiches und interessantes Monommidenmaterial zur Bearbeitung an. Dafür möchte ich ihm auch an dieser Stelle herzlichst danken. Wegen der verhältnismäßig geringen Artenzahl entschloß ich mich aber, die ganze Familie monographisch zu be- arbeiten. Als ich mir diese Aufgabe stellte, ahnte ich nicht, welche Schwierigkeiten sich der Bearbeitung in den Weg stellen würden. Viele der Arten zeigen nicht nur eine hochgradige Ähnlichkeit, sondern auch eine große Variabilität. Hinzu kommt noch, daf3 die Urbeschreibungen meist unzureichend sind. So blieb als einzige Möglichkeit der einwandfreien Deutung das Studium der Typen. Diese befinden sich größtenteils in der Sammlung Oberthür (in- elusive Thomson), welche mir erst im Oktober 1953, nach der Übernahme der Sammlung in das Pariser Museum, zugänglich wurde. Meine Frankreichreise ermöglichte mir aber zugieich das Studium der Sammlung M. Pie in Les Guerreaux, se daß mir nun- mehr fast das gesamte vorhandene Typenmaterial vorgelegen hat, denn die meisten anderen Museen hatten die Liebenswürdigkeit, mir ihre Monommidentypen zu senden.
Als erste Region hatte ich die indo-australische in Angriff genommen, weil sich der größte Teil der Arten dieses Gebietes mit dem mir vorher zur Verfügung stehenden Material deuten
Entom. Arbeiten aus dem Müseum Frey, Bd. 6, H. 1
MAY 1 » 195;
2 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
ließ. Trotzdem blieben aus dieser Region zunächst 6 Arten un- deutbar, 5 derselben konnten durch Typenstudium geklärt werden, der Typus der letzten war leider verlorengegangen. Die erfreu- liche Verminderung der unsicheren Arten erforderte aber eine neuerliche Überarbeitung des Ganzen.
Der Systematiker muß in seiner Arbeit auf die Urbeschrei- bungen zurückgreifen. Deren Beschaffung ist aber meist schwierig und zeitraubend, besonders nachdem durch den letzten Krieg viel wissenschaftliche Literatur vernichtet wurde. Deshalb folge ich hier einer Anregung meiner verehrten Kollegen, der Herren Di- rektor H. Schein und H. Wichmann, und gebe die Urbeschreibun- gen aller bisher bekannten Arten im Wortlaut an. So erspare ich späteren Bearbeitern viel Literaturarbeit und darf hoffen, daß meine Kollegen diese Arbeitserleichterung dankbar begrüßen wer- den, wenn auch die flüssige Darstellung der Materie notgedrungen etwas darunter leiden muß. Wesentlich ist meines Erachtens, daß mit dieser Monographie eine solide Grundlage für die weitere Ar- beit an den Monommidae gegeben wird. Dazu gehört weiter, daß eine Erkennung der Arten ohne neues Typenstudium möglich sein soll. Deshalb mußte ich die ungenügenden Urbeschreibungen er- sänzen und zur Verdeutlichung zahlreiche Abbildungen bringen, wenigstens im hier vorliegenden 1. Teil der Monographie, denn das Wort kann die bildliche Darstellung nicht immer vollkommen ersetzen. R
Als Grundlage meiner systematischen Arbeit möchte ich noch kurz meine Auffassung des Artbegriffes in Beziehung zu dem Be- griff des Rassenkreises darlegen. |
Das von Rensch (1929) vertretene Prinzip der geographischen Rassen- und Artenkreise hat sich für die Kennzeichnung ver- wandtschaftlicher Zusammenhänge als sehr fruchtbar erwiesen, und ich habe es deshalb auch auf die Systematik der Monommidae angewandt, wo es die Erkenntnis der natürlichen Zusammenhänge " angebracht erscheinen ließ. Sicher wird es sich noch weit allgemei- ner durchführen lassen, wenn von den bisher ausgenommenen Gruppen ebenfalls so reiches Material vorliegen wird, daß sich lückenlose Zusammenhänge ergeben. Vorerst aber müßte man sich bei den fraglichen Gruppen zu stark auf das Gebiet der Speku- lation begeben, womit niemandem gedient wäre.
Wenn ich hier den Begriff ‚„Rassenkreis“ nicht ganz im Sinne von Rensch handhabe, so schließe ich mich damit der Praxis der meisten Systematiker an.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 3
Der Art- oder Speciesbegriff hat sich im Laufe der Zeit be- trächtlich gewandelt. Rensch selbst gibt einige solcher Wandlun- gen an. Für den Systematiker ist die Art vielfach ein Komplex geographischer Rassen, sofern das Material gestattet, die rassische Gliederung zu erkennen. Es ist deshalb meines Erachtens nicht ge- rechtfertigt, den Rassenkreis in ausdrücklichen Gegensatz zur Art zu stellen und wie Rensch zu behaupten, der Rassenkreis sei keine Art. Wenn auch einzelne Rassenkreise sich so weit verfolgen las- sen, daß ihre entferntesten Glieder sich nicht mehr fruchtbar mit- einander kreuzen und damit über das wesentliche Kriterium der Art hinausgehen, so ist doch der Zusammenhang ihrer Nachbar- rassen so eindeutig, daß auch taxonomisch ihre artliche Verbin- dung durch die ternäre Nomenklatur zum Ausdruck gebracht wird. Die meisten Rassenkreise dürften eine fruchtbare Kreuzung ihrer extremsten Glieder nicht ausschließen. Andererseits werden sich die meisten Arten im Sinne Renschs bei genauester Untersuchung als aus Rassen zusammengesetzt erweisen. Damit aber wären sie keine Arten mehr, und so käme es letzten Endes dahin, daß die Art überhaupt eliminiert und der Rassenkreis an ihre Stelle gesetzt würde.
Die systematische Praxis sieht deshalb im Rassenkreis nur einen anschaulichen Begriff für den der Art. Fälle, wie der be- sonders umfangreiche Rassenkreis der Kohlmeise, die den Rahmen der Art zu sprengen drohen, werden als Großart verstanden.
Daß viele Systematiker früher und leider auch noch heute ohne Berücksichtigung der Zusammenhänge in kleinsten Differen- zen Artkriterien sehen und Rassen als Arten beschreiben, kann auf die Begriffe Art und Rassenkreis keinen Einfluß haben. Viel- fach ist der Systematiker sogar gezwungen, Vertreter zunächst als einer eigenen Art zugehörig anzusehen, wenn ihm nicht genügend Material zur Verfügung steht, das anhand von Übergängen die Zu- sammenhänge hinreichend erkennen läßt, er andererseits aber die- ses Material kennzeichnen und einordnen soll.
Die neueste Definition der „Art“, die Hennig (1950) gibt, in- dem er sie als „Komplex vikariierender Fortpflanzungsgemein- schaften‘ bezeichnet, bezieht damit gleichfalls den Rassenkreis in den Artbegriff ein. Auch Hennig ist gegen eine zu enge Fassung des Art-Begriffs. Wir können systematisch-taxonomische Begriffe schon deshalb nicht allzu starr auffassen, weil die Grenzen in der Natur selbst oft ebenfalls nicht scharf, sondern mehr oder weniger
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fließend sind, was speziell bei den geographischen Rassen in Er-
scheinung tritt,
Nun habe ich noch die angenehme Pilicht, alien den verehrten Herren Kollegen meinen herzlichsten Dank auszusprechen, die mir bei meiner Arbeit in liebenswürdiger Weise durch Material, Rat und Literatur geholfen haben, und ich darf bei dieser Gelegenheit zugleich um weitere freundliche Unterstützung bitten. Mein Dank gilt:
Herrn Dr. P. Basilewsky vom Musee du Congo Belge in Tervuren, Herrn Fr. Borchmann vom Museum Alexander König in Bonn, am British Museum den Herren Dr. Riley, Dr. Britton, Dr. van
Emden und Fräulein Dr. von Hayek,
Herrn A. Capener in Oleveland, Südafrika, Herrn Dr. J. F. Gates Olarke und Herrn Dr. E. A. Chapin vom U.S.
National Museum in Washington,
Herrn Prof. Dr. K. Delkeskamp vom Zoologischen Museum Berlin, Herrn Dr. Henry Dietrich von der Cornell University in Ithaca,
U.S.A.,
Herrn Konsul G. Frey und den Herren seines Museums, Dr. E.
Haal, Dr. J. Bechyne, H. Kulzer und R. Frieser,
Herrn F. Gaerdes in Okahandja, Südwestafrika,
Herrn G. Hobohm in Abachaus, Südwestafrika,
am Hope Museum-in Oxford Herrn Prof. Dr. G. C. Varley und Herrn Dr. Ernest Taylor,
Herrn Dr. Zalton Kaszab vom Museum Budapest,
Herrn Dr. G. Kruseman vom Museum in Amsterdam,
Herrn Dr. Svend G. Larsson vom Museum in Kopenhagen,
Herrn Dr. Hugh B. Leech von der California Academy of Science,
San Franeisco,
Herrn Dr. Rene Malaise vom Riksmuseum Stockholm, am Museum Bogoriense Herrn Dr. M. A. Lieftinck und Herrn F. C.
Drescher, am Museum für Tierkunde in Dresden Herrn Direktor Reichert,
Herrn J. Draeseke und Herrn Dr. R. Hertel, am Museum Paris Herrn Prof. Dr. Chopard, Herrn Dr. Colas,
Herrn Dr. Descarpentries und Herrn Dr. David,
Herrn Pe. Francisco Silverio Pereira, C.M.F., Departemente de
Zoologia, Sao Paule,
Herrn Dr. G. H. Niek in Sao Paulo,
H. Freude: Die Monommiden der Welt >)
Herrn C. Brouerius van Nidek in Bussum, Holland,
Herrn Prof. Dr. Jan Obenberger vom Museum in Prag,
Herrn Dr. R. Paulian vom Institut Scientifique de Madagascar,
Herrn Maurice Pic in Les Guerreaux par St. Agnan,
Herrn Prof. Dr. H. Priesner vom Museum Cairo,
Herrn Prof. Dr. James A. G. Rehn und Herrn Dr. H. J. Grant, Jr., von der Academy of Natural Sciences, Philadelphia,
am Reichsmuseum Leiden Herrn Prof. Dr. Blöte und Herrn Dr. van Dalsum,
Herrn Prof. Dr. H. Sachtleben vom Deutschen Entomolegischen Institut, Berlin, dem ich für seine wertvolle Literaturhilfe be- sonders danken möchte,
Herrn Prof. Dr. O. Scheerpeltz vom Naturhistorischen Museum Wien,
am South Africa Museum den Herren Dr. A. J. Hesse und Dr. H. Andreae,
Herrn Prof. Dr. H. F. Strohecker von der University of Miami, Florida,
„Herrn Dr. Rupert Wenzel vom Chicago Natural History Museum. Für Unterstützung meiner Arbeit an meiner Dienststelle habe
ich noch zu danken Herrn Direktor Prof. Dr. Dr. H. Krieg, Herrn
Hauptkonservator Dr. habil. W. Hellmich und Herrn Konservator
Dr. W. Forster.
Mein besonderer Dank gilt Herrn Konsul G. Frey, dem Grün- der des Käfermuseums Frey in Tutzing und bekannten Mäzen der Koleopterolegie, der in so hohem Maße verständnisvolles Ent- gegenkommen bewies und die Veröffentlichung dieser Arbeit übernahm.
A. Historisches und Familiencharakteristik
Der Name Monommae taucht erstmals in einem „Bericht über eine auf Madagascar veranstaltete Sammlung von Inseeten aus der Ordnung Coleoptera‘ von Herrn Klug auf, der am 29. März 1832 in der Akademie der Wissenschaften gelesen wurde und am 13. November 1833 in Berlin erschien. Klug beschreibt dort die Art M. irroratum, aber ohne Gattungscharakteristik. Diese gibt erst M. le Comte de Castelnau in seiner Histoire Naturelle des In- sectes Col&opteres, II, Paris 1840. Beide stellen die Gattung Mo- nomma noch zu den Tenebrionidae. Zur eigenen Familie erhoben wird sie von M. Th. Lacordaire 1859 in seiner in Paris erschienenen
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Histoire Naturelle des Insectes. Die Familiendiagnose auf Seite
736— 737 lautet:
»Monommides.
Menton porte par un p£doncule du sous-menton. — Languette cornee, saillante. — Deux lobes aux mächoires, petits, lamelliformes et cilies. — Tete courte, enfonc&e dans le prothorax jusqu’au—delä des yeux. — Ceux-ci trans- versaux, fortement granules, contigus en dessus. — Antennes inser&es immediate- ment en avant des yeux sous un rebord de la tete, recues au repos dans des sillons arques des flancs du prothorax; de onze articles, les trois derniers formant une massue ovale et deprimee. — Prothorax de la largeur des @lytres a sa base; son pronotum distinct de ses parapleures. — Elytres elliptico-ovales, pourvues d’un repli Epipleural &troit, horizontal et entier. — Pattes contractiles; hanches ante- rieures et intermediaires globuleuses, enfouies et s&par&es, les posterieures trans- versales, largement separees; cuisses canalicul&es en dessous pour la r&ception des jambes, celles-ci sans &perons: tarses greles, filiformes; les quatre anterieurs de cing, les posterieurs de quatre articles; crochets simples. — Saillie intercoxale large, ogivale. — Metasternum allonge; ses Episternums £troits, subparalleles; leurs @pimeres distinctes, terminales.. — Me&sosternum horizontal, Echancre, et recevant ä poste fix la saillie prosternale. — Cing segments a l’abdomen, le pre- mier long, les trois suivants decroissant graduellement.
Au repos, les antennes ne logent pas leurs articles basilaires dans des rai- nures placees entre les yeux et le cadre buccal. Elles passent par dessus les pre- miers pour gagner les sillons prothoraciques destines ä les recevoir. Ceux-ci de- erivent une courbe reguliere, ä convexite interne et vont aboutir, sous le pro- notum, ä quelque distance de ses angles posterieurs. Quelquefois, l’espace entier compris entre ces sillons et le pronotum est occup® par une depression. Les quatre cuisses ant@rieures, pendant la contraction des pattes, sont recues dans de grands enfoncements superficiels, qui s’&tendent jusque sous les Epaules des @lytres. Les tarses restent tous libres, par suite de l’absence aux jambes de sillons dans les- queis ils puissent se loger. Le dernier segment abdominal pr&sente, dans tous les exemplaires que j’ai sous les yeux, au nombre d’une dixaine, deux d&pressions arqudes qui convertissent sa portion mediane en une carene aigu& au bout. Ce caractere est probablement generique et non sexuel.‘‘
Diese Charakteristik ist ziemlich eingehend und enthält die wesentlichsten Merkmale deutlich herausgestellt: Die bandförmig verbreiterten, Augen, die sich auf dem Scheitel berühren und bis auf die Unterseite des Kopfes ziehen, die Tarsenformel 5, 5, 4, die Antennen mit der 3gliedrigen flachen Keule, die in gleichmäßig gebogene Antennenfurchen unter dem Halsschild eingelegt werden können, und die beiden bogigen Furchen auf dem Abdominal- sternit. Sie bedarf aber einiger Einschränkungen und Ergänzun- gen. Die Antennen haben bei einer Gattung kleiner amerikanischer Vertreter (Aspathines Champ.) eine nur 2gliedrige Keule, und die Antennenfurche ist bei ihr hakenförmig wieder nach vorn ge- krümmt. Die beiden Abdominalfurchen können zu einer klammer-
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förmigen Furche vereinigt sein (einige afrikanische und madagas- sische Arten) oder überhaupt eine einfache Furche parallel zum Hinterrand bilden (Gattungen Hyporrhagus Thoms. und Aspathi- nes Champ. sowie die indo-australischen Monomma-Arten). Bei einer Gattung afrikanischer Arten (Kraatziana Pie) fehlt die Ab- dominalfurche ganz.
Zu ergänzen wäre noch, daß sich die Vertreter der Familie in der Größenordnung zwischen 2 und 14 mm (meist 4—7 mm) halten, eine + ovale Form haben, mäßig bis hochgewölbt sind und die Tropen und Subtropen bewohnen. Die Elytren haben nor- malerweise je 11 Punktreihen, die aber zum Rande oft obsolet, teils auch furchig vertieft sein können. Die 1. Reihe endet auf der Mitte der Elytren, dicht hinter dem oft erhöhten und freibleiben- den Diskus. In der Nähe des Seutellum sind die Punkte oft flach- grubig verbreitert. Das Scutellum ist + herzförmig oder auch drei- eckig, bei einigen Vertretern (Inseutomonomma) ist es verborgen.
Besonders interessant ist ein familiäres Geschlechtsmerkmal der 5'g5. Sie besitzen auf dem Mentum ein pinselförmiges Bärt- chen, ein Haarbüschel, das allem Anschein nach über einer Drüse steht und vermutlich als Duftbüschel wirkt. Nur die Gattung Kraatziana weicht insofern etwas ab, als bei ihr dieses Bärtchen nicht auf dem Kinn, sondern auf dem Prosternum steht. Bei den kleinsten Vertretern der amerikanischen Fauna findet man an- stelle des Bärtchens ein zuweilen wenig deutliches, queres Börst- chenfeld auf dem Mentum.
Das sekundäre Geschlechtsmerkmal des Kinnbärtehens wurde bisher nur von Horn bei der Beschreibung seines Hyporhagus gi- lensis 1872 in den Trans. Amer. Ent. Soc. IV, p. 149, erwähnt. Die Vordertarsen der 5'5' können bei manchen Arten leicht verbreitert sein. Beide Geschlechter sind vermutlich gleich häufig, was ich be- sonders aus einer großen Serie von M. philippinarum Thoms. vom selben Fundort und -tag (Kabasalan, 1. V. 1937, Zamboanga, Min- danao) ersehen konnte. Das Verhältnis war genau gleich: 42 57 und #2 99.
Die Farbe ist in der Regel braun bis schwarz, selten heller und dann meist immatur. Selten treten auch hellere oder dunk- lere Flecken oder Band- oder Randaufhellungen auf, auch zu- weilen Metallglanz. Häufig findet sich eine pubescente oder auch fleckige Behaarung. Die 3—4 ersten Tarsenglieder tragen auf der Unterseite eine Haarbürste. Die Alae gehören zum Can- tharidentypus, bei dem sich Media 1 und 2 im 2. Drittel vereinigen
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und als eine Ader nach außen laufen. Sie können aber auch fehlen, wobei zugleich die Elytren fest miteinander verkleben und das Scutellum in die Tiefe unter die Basis der Elytren verlagert wird (Inseutomonemma).
Eine besonders reiche Entfaltung hat die Familie auf der In- sel Madagaskar erfahren. Die Anzahl der dortigen Arten reicht an die der großen Faunengebiete heran.
Die Familie ist zwar artenarm und umfaßt voraussichtlich mit den zu erwartenden neuen nur rund 200 Arten, aber viele Ar- ten sind außerordentlich variabei und scheinen im Stadium der Aufspaltung begriffen. Andererseits stehen die Subspecies durch Übergänge miteinander in Verbindung, so daß eine scharfe Ab- grenzung vielfach nicht möglich ist. Dieser Umstand sowie über- haupt große Ähnlichkeit der Arten macht die Familie zu einer der schwierigsten, die man sich denken kann. Hat man wenige Ver- treter, so scheint das Problem meist einfach, da man zwischen den einzelnen Exemplaren oft deutliche Unterschiede feststellen kann, z. B. in der Körperbreite und -länge, der Skulpturstärke u. a. Bei reicherem Material dagegen gibt es immer wieder Übergangsfor- men, und man ist gezwungen, die Unterschiede als innerhalb der Variationsbreite der betreffenden Arten liegend anzunehmen. Lei- der ist aber doch meist nicht genügend Material mit guten Fund- orten vorhanden, um die Subspecies regional scharf gegeneinander abzugrenzen. Ich habe mich nun bemüht, möglichst wenig um- stürzlerisch zu verfahren und die bereits beschriebenen Arten, so- weit sie als zusammengehörig erkannt wurden, als Subspecies in Form eines Rassenkreises bestehen zu lassen.
So hoffe ich, den phylogenetischen Gegebenheiten gerecht zu werden und ein übersichtliches System aufzustellen, das eine so- lide Grundlage für weitere Arbeit bietet.
Eine erste Monographie der Familie erschien 1860 von M. Ja- mes Thomson in den Annales de la SocietE Entomologique de France, p. 5—38. Thomson führt insgesamt 35 Arten an, davon allein 15 von Madagaskar und nur 1 von Afrika (Natal). 16 sind als amerikanische Arten zur Gattung Hyporhagus gerechnet, darunter auch die ihm unbekannt gebliebene M. resinorum Hope, deren richtige Einordnung mir durch das genaue Studium der Type mög- lich war (s. Freude: Mitt. Münchener Ent. Ges. 1952, p. 111—116). 3 Tafeln mit farbigen Abbildungen von 15 Monomma- und 10 Hyporhagus-Arten vermitteln einen Eindruck von den Vertretern und geben auch einige Details. Beschreibungen und Abbildungen
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reichen aber nur bei wenigen zur eindeutigen Kennzeichnung der jeweiligen Art. Damit soll die verdienstvolle Arbeit Thomsons in keiner Weise geschmälert werden. Es ist jedenfalls hoch anzuerken- nen, daß er bereits 1860 alles über diese Familie zusammenfaßste und eine beträchtliche Anzahl neuer Arten feststellen konnte. Thomson schließt sich der Meinung Lacordaires an, der die Mo- nommidae zur eigenen Familie erhoben und zwischen Cistelidae und Nilionidae gestellt hat, nachdem sie von Dejean zu den Ulavi- cornia (vor Throscus) und von Guerin-Meneville zu den Erotylidae (Trihlax) gestellt worden war. Welche Gründe für eine solche Ein- gliederung maßgebend waren, wird nicht gesagt. Mir scheinen die ersten Autoren der Gattung Monomma, Klug und de Uastelnau, die richtigste Zuordnung gegeben zu haben. Wenn die Aufstellung einer eigenen Familie auch vollauf berechtigt ist, so schließt sich diese meines Erachtens dech unbedingt den Terebrionidae ver- wandtschaftlich an. Dafür spricht besonders die tenebrioniden- artige Einengung des Augenvorderrandes durch die Seitenrand- kante des Kopfes, die auch vielfach bei Tenebrionidae eine Verbrei- terung der Augen bedingt. Weiter gibt es auch bei Tenebrionidae Vertreter, bei denen die vorderen Hüfthöhlen hinten offen sind, das gilt besonders für die Erodiini, aber auch manche Paramaryg- mus. Gekeulte Antennen, auch 3gliedrig gekeulte, sind bei Tene- brionidae wiederholt vertreten (z. B. Dysantini, Rhipidandrini, He- terolarsini). Wegen der Heteromerie kommt ein Anschluß an die Olavicornia sowieso nicht in Frage, wenn es auch bei Nitidulidae diesbezügliche Ausnahmen gibt.
Endlich scheint auch die Lebensweise durehaus tenebrioniden- ähnlich zu sein. Wir wissen zwar noch immer wenig darüber, aber genauere Fundangaben lassen doch gewisse Schlüsse zu. So teilte mir Herr Koch mit, daß er die Monommidae ganz wie Tenebrioni- dae an ariden Stellen unter Steinen gefunden hätte. Weiter ist die Art Hyporhagus opuntiae Horn an faulender Opuntia gefunden worden. Ein mir vorgelegenes Exemplar stammte aus einem ver- rotteten Baumstumpf, ein anderes wurde unter Rindenschuppen einer Pinus-Art gefunden.
Fletcher (1916) stellte fest, daß Monomma brunneum Thoms. in verrotteten Stämmen von Papaya lebt, dem in Indien eingeführ- ten sog. Melonenbaum. Es ist deshalb anzunehmen, daß M. brun- rneum auch in morschen endemischen Hölzern vorkommen dürfte und nicht auf Papaya spezialisiert ist. Richards und Herford (1930) berichten, daß in einer Papaya-Frucht, die ein Londoner Waren-
10 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
haus zum Verkauf erhielt, sich ein totes Exemplar von M. brun- neum gefunden hätte. Zweifellos handelt es sich dabei um einen Zufallsfund, denn es finden sich sonst in der Literatur nirgends Angaben über ein Auftreten von Monommiden als Schädlinge. N. C.. Chatterjee sammelte 1 Exemplar von „sackbands on Cedrela toona“, einer Meliacee Indiens. Über die Bedeutung der Bezeich- nung „sackbands“ konnte ich keine zuverlässige Auskunft erhal- ten. Vermutlich handelt es sich um Fangringe, die den Insekten Versteckmöglichkeiten bieten und deshalb gern aufgesucht werden.
Dr. Bechyn@ fing in Westafrika einige Monommiden unter verpilzter Rinde. An amerikanischem Material von F. Nevermann fanden sich Fundangaben wie „nachts an trockenem Holz (oder Rinde)“ und „in frischem Holzschlag nachts“. Herr Konsul Frey fing Monommiden in Ceylon am Licht. An weiteren Angaben lie- gen vor „under stones“, „decayed wood“, „under bark“ und „sandy plains“. Diese Angaben lassen den Schluß zu, daß die Mo- nommiden nächtlich lebende Tiere sind und zwei verschiedene Lebensräume besiedeln, einmal aride Gebiete, in denen sie tags- über unter Steinen versteckt sind, und zum anderen in Zersetzung befindliche Pflanzenteile, besonders Baumstümpfe und Sukkulen- ten, wo sie vermutlich Pilzfresser sind. Im Darminhalt fand Herr Wichmann Pilzzellen. Ein von Büschen geklopftes Exemplar dürfte dagegen ein Zufallsfund sein. Die beiden genannten Lebensräume werden in gleicher Weise von Tenebrioniden besiedelt. Auch die Körperform, mag sie an verschiedene andere Familien erinnern, paßt zu manchen Tenebrionidengattungen, zumal diese Familie in sich eine unerhörte Fülle mannigfaltigster Formen vereint. Trotz- dem ist eine Übergangsform, die einen eindeutigen, unmittelbaren Anschluß an eine Tenebrionidengattung ermöglicht, nicht zu fin- den, und beide Familien sind immer ohne Schwierigkeiten von- einander zu trennen.
Mit Cisteliden und Nilioniden dürften die Monommiden da- gegen außer der Heteromerie kaum wesentliche Merkmale ge- meinsam haben.!)
1) Nach Abschluß des 1. Teiles erhielt ich von Herrn Dr. A. J. Hesse vom South African Museum Larven und Puppen einer Monommidenart, die er im ver- rotteten Holz einer Euphorbia spec. gefunden hatte. Damit ist erwiesen, daß die Entwicklung der Tiere in morschem Holz verläuft. Die genaue Beschreibung der Entwicklungsstadien erfolgt im Zusammenhang mit der Art im 3. Teil der Monographie: Die Monommidae Afrikas.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 11
B. Die Monommidae der indo-australischen Region.
1. Gattungs-Charakteristik.
Die Vertreter dieser Region gehören im weiteren Sinne zur Gattung Monomma, die von M. le Comte de Gastelnau 1840 in seiner „Histoire Naturelle des Insectes CGoleopteres““ wie folgt be- schrieben wurde:
‚„Monnoma, Klug. Antennes se logeant dans un sillon dans le corselet, de onze articles: le premier long, le deuxieme tres-court, le troisieme tres-long, les cing suivans grenus, les trois derniers formant une massue lamellde. — Palpes maxillaires de quatre articles: les premier grele, les deux suivans courts, @gaux, triengulaires; le dernier assez grand, s@curiforme. — Palpes labiaux de trois articles courts; le premier tres-petit, le deuxieme moyen: le dernier grand, presque arrondi, un peu ovalaire. — Labre court, transversal, arrondi en avant. — Mächoires velues, formees de deux lobes ä peu pres @gaux. — Menton en carr& long. — Levre allong&e, oblongue. — Mandibules petites, tres-foiblement bidentees A !’extr&emite. — Corps €pais, un peu ovalaire, renfle. — Tete arrondie. — Yeux transversaux, se röunissant presque sur le milieu de la tete. — Corselet transversal, arrondi sur les cötes. — Ecusson tres-petit, arrondi. — Elytres ren- flees. — Pattes moyennes, un peu comprimedes. — Tarses assez courts, greles, simples.
Ces insectes sont tres-voisins des Chelonarium, mais @videmment Hetero- meres. Par ce caractere ce genre ne peut ötre plac& que pres des Epitragus.‘
Klug hatte den Namen Monomma — von gr. monos = ein und omma = Auge, wegen des Zusammenstoßens der beiden Augen auf der Scheitelmitte — bei der Veröffentlichung der ersten Art, M. irroratum Klug, zwar geprägt, aber keinerlei Beschreibung der Gattung gegeben. So ist de Castelnau als der Autor der Gattung anzusehen. Die Beschreibung de Uastelnaus, die z. T. ziemlich ins einzelne geht, läßt doch verschiedene wichtige Merkmale unbe- rücksichtigt. Da er sie aber auf M. irroratum Klug begründete, diese Art also Genotypus ist, kann man fehlende Characteristica leicht ergänzen. Lacordaire hat das bereits bei seiner Familien- kennzeichnung im wesentlichen getan. Da nun M. irroratum Klug am Abdominalsegment 2 halbmondförmige Gruben besitzt, gehö- ren die indo-australischen Monommidae streng genommen nicht zur Gattung Monomma Uast. Einige, besonders die quadrimacula- tum-Gruppe, zeigen noch Andeutungen einer Zweiteilung der Ab- dominalfurche. Die übrigen haben eine einfache Furche parallel zum Hinterrand und stehen diesbezüglich der amerikanischen Gat- tung Hyporhagus näher. Andere Merkmale der Gattung Hyporha-
gus sprechen jedoch gegen eine gattungsmäßlige Vereinigung der
1 Entonm. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
beiden groisen Faunengebiete. Deshalb bleiben die indo-australi- schen Arten am besten als Angehörige eigener Untergattungen bei Monomma. Es gelang mir, einen fundamentalen Unterschied zwi- schen den oft sehr ähnlichen Vertretern der indo-australischen Region zu entdeeken, der nicht nur zur Erkennung vieler neuer Arten führte, die bisher mit bereits bekannten zusammengeworfen wurden, sondern auch eine Gliederung in 2 Subgenera gestattete. Dieser Unterschied beruht auf der Ausbildung der Augen auf der Unterseite des Kopfes. Eine Gruppe hat einen spornartigen, omma- tidienlosen Augenfortsatz (Spina), der in die vom Augenrund nicht ausgefüllte, tiefe Augengrube gerade oder gebogen hineinragt und + deutlich als Leiste in der Tiefe der Augengrube weiterläuft. Der anderen Gruppe fehlt ein solcher Fortsatz; das mit Ommatidien vollständig besetzte Augenrund füllt die flachere Augengrube ziemlich aus. Diese Unterscheidung ist eindeutig, da auch Formen, bei denen die Ommatidien etwas auf den Sporn vordringen, deut- lich als gespornt erkennbar sind. Ich benenne die neuen Unter- gattungen „Spinatimonomme“ und „Aspinatimonomme“.
Subgenus Spinatimonomma nova.
Monommiden der indo-australischen Region von 3,5—0 mm, länglich-oval, mit einem zum Ende oft gebogenen ommatidien- iosen Augenfortsatz in die große und tiefe ventrale Augengrube hinein. Braunschwarz bis braun, gelegentlich mit einem helleren Humeral- und einem Apikalfleck auf jeder Elytre, selten nur mit Apikalmakel. Abdominalsegment mit einer tiefen Furche parallel zum Hinterrand, gelegentlich in größerem Abstand vom Hinter- rand und mit seitlich stärkerer Vertiefung. Elytren meist mit kräf- tigen Punktreihen, z. T. vertieften Streifen. Subgenotypus ist Moremma brunneum Thoms. als zuerst beschriebene Art dieser Untergattung.
Diese Untergattung umfaßt 4 Gruppen, die sich ziemlich gut voneinander abgrenzen und z. T. als Rassen- bzw. Artenkreise im Sinne Renschs deuten lassen (s. Zoogeographische Ergebnisse). Die Benennung der Gruppen erfolgt nach der zuerst beschriebenen Art
jeder Gruppe.
1. brunneum-Gruppe.
Große, meist indische Formen von 5—8 ınm. Hierher ge- hören:
H Freude: Die Monommiden der Welt 13
M. brunneum Thoms. mit ihren Subspecies resinorum Hope und siriatipenne Pic. M. ceylonicum Pic ist keine Inselrasse und nicht deutlich von M. brunneum abgrenzbar. Es mufs daher als Synonym zu brunneum aufgefafßst werden. Ebenso ist M. distincti- fenne nur Synonym zu brunneum. |
M. brittoni spec. nov. fügt sich der Gruppe zwanglos an, da- gegen kann ich mein M. trisulcum nur mit Vorbehalt hier ein- reihen. Es steht als Ärt ziemlich isoliert da.
Weiter gehört überraschenderweise M. australe Thoms. zur brunneum-Gruppe, sogar in die unmittelbare Verwandtschaft von M. brunneum.
2. fulvum-Gruppe.
Kleinere Formen Vorder- und Hinterindiens einschließlich Ceylons und der Malayischen Halbinsel, 3,5—5 mm, selten mit schwacher Humeral- und Apikalmakel. Hierher gehören:
M. horni Pie
M. fulvum Pie mit ssp. dehradunense nov. M. similifulvum spec. nov.
M. longispinum spec. nov.
M. gracilifulvum spec. nov.
M. obenbergeri spec. nov.
MM. tenasserimum spec. nov.
M. stevensi spec. nov.
M. hayeki spec. nov.
3. basipenne-Gruppe.
Mittelgroße Formen, 4—6 mm, des malayischen inselgebietes, die aber auch auf Hinterindien übergreifen. Selten mit Humeral- makeln. Hierher gehören die Arten:
M. scheini spec. nov.
M. birmanense spec. nov. M. sumatranum spec. nov. M. javanum spec. nov.
M. nideki spec. nov.
M. drescheri spec. nov.
M. pseudodoriae spec. nov. M. chapini spec. nov.
M. sparsepunctatum Pic M. bakeri Pie
14 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 M. rufolineatum Pic M. basipenne Pic
Die Angehörigen dieser Gruppe wurden früher größtenteils mit den aspinaten Arten zusammengeworfen, denen sie z. T. außerordentlich ähnlich sehen. Erst der Augenfortsatz machte ihre Selbständigkeit deutlich.
4. quadrimaculatum-Gruppe.
Größere Arten, 5,8—7 mm, der südöstlichen Sundainseln und Neuguineas. Bisher sind nur 2 Arten bekannt: M. quadrimaculatum Waterh. mit ssp. rufonotatum Pie M. novaguinense spec. nov.
Weitere Arten oder Subspecies sind zu erwarten. Die Gruppe ist durch eine geschwungene, bewimperte Längsleiste der Para- meren besonders gekennzeichnet.
Subgenus Aspinatimonomma nova.
Monommiden der indo-australischen Region von ca. 4—6 mm Länge. Die Augen füllen die flachere Augengrube auf der Ventral- seite des Kopfes ziemlich aus, kein ommatidienloser, dornförmiger Fortsatz erkennbar. Vereinzelt lassen die Ommatidien einen etwas breiteren Rand des Augenrundes frei, der aber nie als Sporn aus- gezogen ist, so daß sich an der Zugehörigkeit zu dieser Unter- gattung kein Zweifel ergeben kann. Die Abdominalfurche ver- läuft nahe am und parallel zum Hinterrand des Aftersegments. Elytren meist glänzend-glatt. Punktreihen ziemlich fein, gelegent- lich vertieft. Schwarz bis braunschwarz, zuweilen mit Metallglanz. Arten mit Elytrenmakeln sind mir bisher nicht begegnet. Subgeno- typus ist Monomma philippinarum Thoms. als zuerst beschriebene Art dieser Untergattung.
Diese Untergattung umfaßt einen umfangreichen festländi- schen Rassenkreis, den des M. glyphysternum Mars., der Priorität gemäß nach der zuerst beschriebenen Art benannt, die aber kaum die wirkliche Stammform sein dürfte. Vielmehr scheint mir das Entwicklungszentrum der Art in Hinterindien zu liegen, wo sich die Subspecies M. glyphysternum substriatum Pic, laosense Pie und tornkineum Pie berühren. Nach Osten schließen sich an die Sub- species M. glyphysternum chinense ssp. nov., formosanum Pic und glyphysternum Mars., die östlichste Subspeecies und einzige Mon- ommide der südlichsten japanischen Inseln. Nach Westen greift
H. Freude: Die Monommiden der Welt 15
das Verbreitungsgebiet bis zur Ostküste Vorderindiens, von wo ich die Subspecies M. glyphysternum madrasense nov. beschreiben konnte.
Der Zusammenhang der glyphysternum-Rassen mit den übri- gen aspinaten Arten ist offensichtlich, besonders über die Sub- species M. glyphysternum jformosanum Pie und M. philippinarum Thoms., aber sie haben sich durch ihre insulare Verbreitung doch schon so deutlich abgegrenzt, daß sie besser als Artenkreis aul- gefaßt werden. Zu diesem gehören die Arten:
. stenotarsoide Ancey
. medanense Pic
. pseudomedanense spec. nov. . borneense spec. nov.
. raffrayi Thoms.
palawanum spec. nov.
. philippinarum 'Thoms.
. semiaeneum Pic
Se
. doriae Gestro mit ssp. singaporense Pic
M. marginatum Pic ist nur eine metallische Form und damit Synonym zu semiaeneum Pic.
Untersuchungen der Aedeagi, speziell der Parameren, wurden soweit als möglich vorgenommen mit dem Ergebnis, daß sich die aspinaten Arten nicht unterschieden, bei Spinatimonomma dage- gen gewisse Unterschiede, insbesondere zwischen den Gruppen, festzustellen waren. Die Grundform der Parameren der größeren und mittleren Arten ist leicht gebogen, etwa bananenförmig, die der kleinen (fulvum-Gruppe) wesentlich kürzer, von der Form eines kurzen und dieken Würstchens. Die Paramerenenden sind entweder einzeln völlig verrundet oder schräg zur Mitte stumpf zugespitzt und mit je einem lockeren Büschel ungleich langer Bor- sten am äußeren Ende versehen. Bei M. sparsepunctatum Pie und rufolineatum Pie ist eine geringe Seitenasymetrie in der Bebor- stung feststellbar. Auf die Wimperleiste der quadrimaculatum- Gruppe wurde bereits hingewiesen.
Für die Unterscheidung der Arten haben sich neben der Ge- stalt, der Oberflächenstruktur und dem schon erwähnten Augen- fortsatz die Strukturen der Unterseite, besonders die Form der
16 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Prosternalmitte, der Umgrenzung der Metasternalmitte und — mit Vorsicht — die Skulptur der Umgebung der Tibialgruben für die Mitteltibien auf dem Metasternum als wichtig erwiesen.
Einige der für die indo-australischen und die meisten anderen Monommidae allgemein zutreffenden Merkmale führe ich bei den Einzelbeschreibungen nicht jedesmal wieder an. Alle haben, soweit nicht anders hervorgehoben, 1lgliedrige Antennen mit 3gliedriger, etwas abgeflachter und verbreiterter Keule; bandförmig verbrei- terte Augen, die sich auf dem Scheitel berühren und bis auf die Unterseite des Kopfes reichen, wo sie in einer Augengrube enden. Die Beine sind fein punktiert und behaart, die Tarsen gleich ge- staltet und ihre ersten 3 Glieder mit Haarbürste versehen.
Als „falsche Epipleuren“ bezeichne ich eine regelmäßig auf- tretende Verbreiterung des Elytrenrandes, die ihre größte Breite im 1. Drittel der Elytren hat und sich nach vorn und hinten ziem- lich gleichmäßig verschmälert. Sie ist in der Regel so punktiert wie die Elytrenintervalle.
Die Linien oder Furchen, die die Tibialgruben auf dem Meta- thorax umziehen, bezeichne ich kurz als ‚Tibiallinien, -furchen
oder -gruben‘, je nach der Art ihrer Ausbildung.
2. Einzelbeschreibung der Arten
a) Subgenus Spinatimonomma nova.
1. brunneum-Gruppe.
Monomma brunneum brunneum Thoms. (Tafel I, 1—6, u. V, 1
M. brunneum (Dej. cat. 1837, p. 144) Thomson (Ann. Soc. Ent. France 1860, p- 23—24, T. 2, fig. 5).
Urbeschreibung: ‚‚Nec marginatum Fabr. in Dej. Cat. 1837, p. 144.
Patria: India orient. — Long. 63/, mill.; lat. 33/4 mill. — Tab. 2, fig. 5. — Supra nigrum, nitidum, glabrum, antennae, palpi, subtus pedesque brunnea. Caput confertim punctatum. Prothorax transversus, angulis anterioribus pro- ductis, obtusis, posticis acutis, confertim punctulatus, pars reflexa paulim squa- mulosa. Scutellum triangulare. Elytra eiliptico-ovalia, prothorace quasi triplö longiora, humeris rotundatis, seriebus longitudinalibus 22 punctorum distinetis- simis sat profundis instructa, inter has series tenuissime punctulata, punctula- tione sat sparsa et duplicata, antice prop® suturam squamulosa; epipleura tenu- issime et irregulariter impressa. Sternum abdomenque lateribus squamulosa, in
H. Freude: Die Monommiden der Welt 1%
medio sat confertim punctata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. Pedes tenuissime et sat confertim punctulati.
Precedente (= minutissimum, d. Verf.) corporis magnitudine multum majo- re, elytrorum punctorum seriebus longitudinalibus distinctissimis, et abdominis segmento ultimo simplic® lunato, differt.‘
Ergänzungen: Den Thomsonschen Typus unicus, ein 2 von India or., konnte ich im Museum Paris studieren. Bei ihm ist die 10. Punktreihe der Elytren so kräftig wie die 9. Das Prosternum ist länglich entenschnabelförmig, vorn leicht abgestutzt, Seiten nur schwach konkav, fast parallel, Basis leicht konvex. Die Meta- sternallinie ist vorn breit abgestutzt und nach vorn mäßig ausge- schweift verengt. Das Scutellum ist breit herzförmig.
Die Untersuchung des Aedeagus der Art ergab: Penis lang, schlank kanülenförmig, mit langdreieckig verbreitertem Ende, dieses schräg abgewinkeit und mit schnabelartig abgesetzter, kegelförmiger, aber verrundeter Spitze. Parameren etwa finger- förmig, einzeln verrundet, leicht dorsoventrai gekrümmt, mit eini- gen längeren Borsten am äußeren Ende.
Das mir vorgelegene, ziemlich reiche Material zeigt, dalS es sich bei M. brunneum um eine variable Art handelt. Es gibt länger- und kürzerovale Formen, die auch in ihren Skulptur- elementen stark variieren. Auch das Scutellum variiert von klein, rundlich-dreieckig über herzförmig bis breit-abgeflacht-herzför- mig. Die Art befindet sich anscheinend in einer Art explosiver Ent- wicklung und macht deshalb einen sehr uneinheitlichen Eindruck. Verhältnismäßig konstant ist die Form des Prosternum, etwas lang, schmal entenschnabelförmig; aber die Punktierung desselben wechselt zwischen sehr fein bis ziemlich kräftig. Im gegenwärtigen Stadium der Entwicklung dürfte selbst bei sehr reichem Material mit guten Fundortangaben und der Anwendung variationsstatisti- scher Methoden eine eindeutige Aufteilung in Subspecies außer- ordentlich schwierig sein. Mir lag z. B. lediglich aus Malabar eine verhältnismäßig einheitliche Serie einer kürzerovalen Form vor. Die von Pic aufgestellte Art M. ceylonicum, deren Type ich in der Collection Pie studieren konnte, liegt innerhalb der Variations- breite von M. brunneum und ist meines Erachtens nicht einmal als Inselrasse zu vertreten, da sich auf Ceylon dieselben kürzer- und längerovalen Formen und Skulpturvariationen finden wie auf dem Festland. Auch M. distinctipenne Pic ist nur Synonym zu M. brun- neum 'Ihoms. Die Type in der Sammlung Pic erwies sich als ver- schimmeltes, nicht etwa pubescentes Exemplar von M. brunneum
D
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1
18 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
brunneum Thoms. Der Vollständigkeit halber seien als Fußnote die Urbeschreibungen der beiden Picschen Arten angeführt.!)
Eine Abtrennung erlauben z. Z. allenfalls die als resinorum von Hope beschriebene Form des nordwestlichen und nördlichen Gebietes und die als striatipenne von Pic beschriebene des südöst- lichen Raumes von Indien.
M. brunneum resinorum Hope. (Gu£erin: Magasin de Zoologie 1842,
Insectes p. 1, pl. 87.)
Urbeschreibung: ,,M. des Resines. M. resinorum. Hope. (Pl. 87.)
M. nigrum; capite atro; antennis piceis; thorax, marginibus anticis et posticis subsinuatis, convexus et punctulatus; elytra atra, fortissime punctata; pedibus piceis. Longueur, 63, millim. Hab. forsitan in insula Cernensi. — E resino anime descriptus. — In museo Dom. Hope.‘
Über diese problematische Art habe ich bereits in den Mitt. Münchn. Ent. Ges. 1952, p. 111—116, Tafel II, ausführlich be- richtet und ihre systematische Einordnung begründet. Ihr Vor- kommen in flüssigem Copalharz und die daran geknüpften Patria- angaben beruhen auf einem Irrtum. Ich kann mich deshalb hier mit der Abgrenzung von der Stammart und der ssp. striatipenne Pic begnügen. Der Holotypus ist ein besonders schwach skulptu- riertes Exemplar, bei dem die 10. Punktreihe auf den Elytren et- was obsolet und die grubige Skulptur an der Tibialgrube auf dem Metathorax nur schwach ist. Gegenüber der Stammform ist der Prosternalfortsatz bei resinorum mehr beilförmig, nach vorn gleichmäßig gerundet verengt, bei brunneum mehr parallelseitig. Im Vergleich zu striatipenne ist der Halsschild etwas kürzer und
!) Monomma ceylonicum Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 13). Urbeschrei- bung: „Oblongus, antice et postice attenatus subconvexus, nitidus, fere glaber, niger, capite dense punctato; thorace parum breve, antice attenuato, inaequale, pro parte pupillato-punctato; scutello parum minuto; elytris thorace ad basin non latioribus, elongatis, postice attenuatis, lateraliter sinuatis, distinete striato- punctatis, intervallis minute punctatis. Long. 5 mill. Ceylan. —
A placer pres de tonkineum Pic dont il se distingue, ä premiere vue, par la forme plus allongee.‘“
Monomma distinctipenne Pic. (L’Echange, Revue Linneenne, 39, Nr. 416, 1924, p. 12.) Urbeschreibung: „Oblongus, parum nitidus, breve et sparse pubes- cens, rufescens, supra pro parte piceus, membris laete rufis; capite dense punc- tato; thorace transverso, fortiter pro parte sat dense punctato; elytris postice valde attenuatis, lineato-punctatis, postice pro parte subsulcatis et substriatis. Long. 8 mill. Indes: Deccan. — Peut se placer pres de stenotarsoides Ancey, caracte- rise par sa structure @lytrale jointe ä sa taille avantageuse.‘
H. Freude: Die Monommiden der Welt 19
an den Seiten gerader, die Tibialgrubenskulptur mehr kurzgrubig, bei striatipenne mehr linienförmig. Aber auch hier finden sich Übergangsformen. Das Verbreitungsgebiet der Subspecies liegt etwa von Poona ab nördlich bis zum Himalaja (Dehra Dun).
Monomma brunneum striatipenne Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1939, p- 13.)
Urbeschreibung: „Oblongus, antice et postice attenuatus, subconvexus, ni- tidus, glaber, niger, capite et thorace antice membrisque rufis; capite thoraceque fortiter et dense punctatis; elytris multi, regulariter et distinete striato-puncta- tis, intervallis multi punctatis. Long. 7 mill. Indes: Madras. —
Espece distincte, & premiere vue, par ses stries nettement marqudes meme pres de la suture.‘“
Ergänzungen: Diese Subspecies bewohnt etwa das Gebiet nordöstlich von Madras bis Berhampur. Sie ist besonders durch ihre etwas streifigen, deutlichen Punktreihen ausgezeichnet. Der Halsschild ist verhältnismäßig lang, etwa doppelt so breit als lang. Scutellum breit herzförmig. Prosternum ähnlich resinorum, aber etwas breiter. Augensporn keilförmig stark verengt. Weitere Un- terscheidungsmerkmale wurden bereits bei resinorum Hope ge- nannt. An eindeutigen Fundorten der 3 Subspecies lagen mir vor:
Für ssp. brunneum 'Thoms.: Weligama und Colombo auf Cey- lon, Minikoi, vom Festland Dindigal, Trichinopoly, Tanjore, die Nilgiri Hills, Calieut, Malabar, Chittoor (= Chittur) und Belgaum.
Für ssp. resinorum Hope: Poona, Bombay, Pusa, Dehra Dun, Punjab, Simia (vermutlich Simla).
Für ssp. striatipenne Pic: Madras, Nilambur, Berhampur.
Monomma australe Thomson. (Typi Monommidarum, Paris 1878,
p. 40—41.)
Urbeschreibung: ,„Patria: Australia. — Long. 6 mill., lat. 31/5 mill. — Om- nino nigrum; prothorax antice medio vage brunneo-rufus; tarsi brunnei, subtus flavo-pilosi.
Ovulare, convexum. Caput tenuiter et confertim punctatum. Prothorax antice posticeque sinuatus, lateribus rotundatus, marginatus, quam capite gros- sius et magis sparsim punctatus. Scutellum laeve. Elytra seriebus obsoletis fere 20 punctorum mediocriter conspicuorum instructa, inter has series fere laevia, apice subrotundata. Sternum lateribus paulo granulosum, medio laeve. Abdo- men subtilissime et paulo sparsim punctulatum, segmento ultimo medio trans- verse simplice lunato. Pedes vix punctati.
Obs. Precedente (= rafjrayi Thoms., d. Verf.) valde diversus.‘
Trotz vielfacher Bemühungen war es mir nicht gelungen, australisches Monommidenmaterial zu erhalten, nicht einmal aus Australien selbst. So mußte ich die Art zunächst unter die Species
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incertae sedis einreihen, bis ich im Oktober 1953 dann die Thom- sonsche Type im Museum Paris studieren konnte. Diese ist ein 9 mit der Patriaangabe ‚‚Australia‘. Das Exemplar ist in der Gestalt M. brunneum Thoms. sehr ähnlich, der Halsschild etwas gedrunge- ner, seine Vorderecken kürzer. Der Diskus bleibt frei (1. Linie unterbrochen). Die 10. Linie ist schwächer als die 9. Die falschen Epipleuren sind wesentlich breiter als bei M. brunneum; das Pro- sternum ist etwas kürzer, breiter entenschnabelförmig; die Meta- sternallinie wie bei M. brunneum vorn breit abgestutzt, nach hinten geschwungen erweitert und hinten parallel offen. Der Augenfortsatz ist dagegen kurz und breit keilförmig, fast gerade.
Da mir keine weitere australische Monommide zu Gesicht kam und die Art sich unmittelbar an M. brunneum, wegen der schwä- cheren 10. Punktreihe und dem breit keilförmigen Augenfortsatz speziell an ssp. resinorum Hope anschließt und nicht zu den papua- nischen Arten (M. novaguinense und quadrimaculatum) passen will, kann ich mich des Verdachts nicht erwehren, daß es sich bei NM. australe Thoms. um eine Fundortverwechslung handeln könnte. Dieser Verdacht wird noch bestärkt durch die Tatsache, daß sich auch die Art Hyporhagus grandis Pic, die gleichfalls von Australien beschrieben wurde, beim Studium der Type in der Collection Pic als Synonym von H. brasiliensis Thoms. entpuppte. Einen endgül- tigen Entscheid über M. australe Thoms. will ich aber bis zur Vor- lage völlig identischen Vergleichsmaterials noch zurückstellen.
Menomma brittoni nov. spec. (Tafel 1.7—11l, u. V, 3 u. #.) 5x2,5 mm.
M. länglich-eliiptisch, schwarzbraun, wenig stark, aber gleich- mäßig gewölbt, Kopf und Prothorax Vorderrand und Seitenränder rötlichbraun. Kopf dicht und ziemlich kräftig punktiert. Hals- schild doppelt so breit wie lang, ziemlich gleichmäßig, dicht punk- tiert, zum Rande tiefer, aber kaum runzelig, vereinzelt kleinere Zwischenpunkte. Seiten des Halsschildes schmal gerandet, gerun- det verengt, Vorderecken kräftig gerundet vorgezogen, ziemlich flach gewölbt, Seiten schmal aufgebogen. Scutellum breit herz- förmig. Elytren mit je 11 Reihen flacher Punkte, die äußeren flach rinnig vertieft. 1.3. am Schildchenr sehr flach grubig verbreitert, wenig deutlich. 1. endet hinter dem Diskus, dieser wenig hervor- gehoben. 1. Reihe setzt sich auf dem Diskus in Form einer Punk- tierung fort, die sich nur durch die reihige Anordnung der Punkte
H. Freude: Die Monommiden der Welt 21
von der kräftigen Punktulierung der Intervalle unterscheidet. Fal- sche Epipleuren ebenfalls zerstreut kräftig punktuliert. Augen mit ommatidienlosem Fortsatz, dieser schmal und länglich, gerade. Augengrube nur um diesen herum tief.
Prosternum entenschnabelförmig, zerstreut deutlich punk- tiert, leicht gewölbt. Mesosternum ähnlich punktiert, etwas feiner und dichter, seitlich rippig. Metasternum verkehrt becherförmig umrandet, mit angedeuteter Mittellinie, sehr fein zerstreut punk- tuliert. Außerhalb der Umrandung Punkte größer werdend. Vor der Tibialgrube lang-durchlaufende schräge Furchen. Abdomen ziemlich dicht mittelfein punktiert, zum Rande größer, unter der Hintertibia längsrippig. Der Holotypus hat an den Seiten des 2. bis 4. Abdominalsegmentes je eine Querrunzel zusammenge- rückter Punkte, die aber nicht arttypisch sind, sondern eine in- dividuelle Strukturvariante darstellen. Die Abdominalfurche ver- läuft parallel zum Hinterrand.
Parameren parallel, schwach dorsoventral gekrümmt, ähnlich brunneum, aber am Ende nach innen abgeschrägt und stumpf zu- gespitzt. Äußeres Ende mit kräftigem Borstenbüschel.
Ich widme die Art meinem verehrten Kollegen am British Museum, Herrn Dr. E. B. Britton.
Holotypus, ein 5 von N. W. P. (= North West Provinces), Indien (entspricht Pakistan). Coll. Andrewes, British Museum 1922-221.
Allotypus, ein 9 von Dehra Dun, indien, F. R. J. Compound, leg. ©. M. Gardner 14. XI. 1924 ex Pinus longifolia. British Mu-
seum.
Die Art scheint auf Nordindien beschränkt. Sie erinnert an ein kleines M. brunneum, ist aber hinten nicht verengt. Ihr Hals- schild ist kürzer, mehr gerundet verengt und die Parameren nach innen schräg zugespitzt.
Monomma trisulcatum nov. spec. (Tafel 1, 12—14, u. V, 5 u. 6.)
Länge: 6,4—5,5 mm, Breite 3.7—3,5 mm.
M. oval, schwarzbraun, ziemlich gewölbt, mattglänzend.
Kopf dicht, zum Rande parallelrissig punktiert, hinten gröber. Prothorax fast doppelt so breit wie lang, dicht, nicht sehr grob,
längsrissig punktiert. Seiten sehr schmal gerandet, aber deutlich breit abgesetzt und aufgebogen.
22 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Scutellum ziemlich klein, fast dreieckig, mit einzelnen Punk- ten am Vorderrand.
Elytren mit je 11 Punktreihen, Punkte deutlich, 1. Reihe ver- kürzt, endet hinter dem Diskus, diesen aber nicht freilassend. 1. bis 3. am Schildchen mit mäßig verbreiterten Punkten. 10. deut- lich, aber Punkte entfernter stehend. 9.—11. zum Apex hin stark furchig vertieft, wobei die Punkte undeutlich werden. Intervalle spärlich sehr fein punktuliert, zum Außenrand kräftiger und dichter.
Auge mit großer und tiefer Augengrube und kurzem, breit- dreieckigem ommatidienlosem Fortsatz.
Prosternum entenschnabelförmig, Basis stark konvex, sehr fein punktuliert. Mesosternum kurz, grob skulptiert. Metasternal- linie umschließt einen etwa apfelförmigen Mittelraum, der fein und mäßig dicht punktuliert ist. Er ist hinten geschlossen, mit an- gedeuteter Mittellinie.
Tibialgrube von wenigen, kurzen, leichtgeschwungenen Linien umgeben, zur Mitte grob punktiert. Abdomen grob und dicht punktiert, hintere Tibialgrube rippig.
Parameren breit bananenförmig, am Ende außen mit mehre- ren Borsten, nach innen verrundet zugespitzt.
Holotypus: Ein 5 aus Tonkin, Hoabinh, Aug. 1918, R. V. de Salvaza leg., im British Museum.
Paratypus: Ein 5 aus Saigon, ex coll. Ancey, in coll. Pie,
Die Art erinnert etwas an M. brunneum, ist aber durch die 3 Furchen der Elytrenaußenreihen am Apex eindeutig gekenn- zeichnet.
2. fulvum-Gruppe.
Monomma horni Pic. und var. mediojunetum Pic. (Ges. Luxemb. Naturfreunde, Nr. 6, 9 und 10, 1933, p. 147.) (Tafel I, 15..u.V, 7 0.8.)
Urbeschreibung: ,‚Minutum, subconvexum, oblongum, subovatum, postice attenuatum, nitidum, glabrum, rufum, elytris nigris, ad basin transverse rufo notatis et apice in disco breve rufo lineatis. Capite sat minute et dense punctato; thorace parum breve sat lato, antice attenuato, sat minute et parum sparse punctato, elytris thorace paulo latioribus, subarcuatis, postice attenuatis, diverse striatis et fortiter lineato-punctatis, intervallis parum punctatis.
Long. 3,5 mill. Geylon-Nalanda (W. Horn).
Mit 4-maculatum Wat. verwandte Art, weicht von dieser jedoch ab durch die hellere Färbung des Vorderkörpers, die ungleichen gelbroten Makeln der
H. Freude: Die Monommiden der Welt 25
Flügeldecken, die geringere Größe. — Ein kleineres Stück, 3 mill. Länge, von Weligama stammend, hat die Flügeldeckenmakeln so verbunden, daß dadurch eine gelbrote, eingebuchtete Diskalbinde entsteht; ich nenne diese Varietät: var.
nov. mediojunctum. (Pie).‘“‘
Ergänzende Beschreibung: Kopf vor den Augen flach grubig punktiert, vorn feiner. Thorax an den Seiten gleichfalls dicht gru- big, Mitte fein und spärlicher, vorn tief ausgerandet, Vordereceken verrundet vorgezogen. Scutellum dreieckig-herzförmig. 10. Ely- trenreihe kaum erkennbar.
Augen mit ommatidienlosem Fortsatz, der in der Tiefe (oft kaum sichtbar) nach hinten umbiegt.
Prosternum kurz und breit entenschnabelförmig, vorn abge- stutzt, spärlich, mittelstark punktiert. Mesosternum desgleichen, verhältnismäßig lang, am Rande etwas rippig. Metasternalmitte glatt, vorn verengt, hinten breit offen bogenförmig umrandet. Ti- bialgrube flach längsgrubig bzw. -rippig umrandet, zur Mitte mehr rundgrubig. Abdomenmitte fein, aber tief punktiert, nach vorn sröber. Eine breite und tiefe Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. | Die roten Flecken verwaschen, wenig leuchtend und unscharf abgegrenzt.
Parameren kurz fingerförmig, stärker dorsoventral gekrümmt als bei M. brunneum Thoms. Enden einzeln schmal verrundet. Äußere Rundung beborstet.
Mir lag der Holotypus vor, ein © aus Nalanda, Ceylon, W. Horn leg. Er befindet sich im Deutschen Entomologischen Institut in Berlin. Ferner 3 Exemplare von Kandy, Ceylon, 2 von G. E. Bryant (VI. 08) aus dem British Museum und 1 von G. Frey (III. 53) vom Museum Frey in München.
Monomma fulvum Pic. (Melanges exot. ent. 26, 1917, p. 4.) (Tafel II, 1u. 2.)
Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, nitidus, glaber, fulvus; thorace breve, fortiter sat dense punctato; elytris satis latis, apice attenuatis, distincte marginatis, stri- ato-punctatis, punctis pro parte latis. Long. 4 mill. Indes: Malabar. — A placer pres de M. laosense Pic, coloration differente et ponctuation plus distincte.‘“
Ergänzungen: Mit ommatidienlosem Augenfortsatz. Dieser keilförmig, gerade. Prosternum entenschnabelförmig, vorn abge- stutzt und kaum schmäler als hinten, spärlich, sehr fein punktiert; Mesosternum desgleichen, mit langem Bogenkiel zu den Hinter- winkeln abgegrenzt. Penis breit und kurz nadelförmig, Spitze ver-
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breitert, abgewinkelt, Endteil angesetzt. Parameren kurz und dick würstchenförmig, schwach dorso-ventral gekrümmt, breit einzeln verrundet, mit wenigen längeren Borsten an der äußeren Seite der Rundung.
Nahe verwandt mit similifulvum spec. nov. von Hinterindien, etwas breiter oval, Halsschild stärker verengt, insgesamt kräftiger punktiert. Umrandungslinie des Metasternum vorn spitzer, um- schließt ein fast unpunktiertes, birnförmiges Feld. Tibialfurchen nur in der Nähe der Grube lang und schräg gerichtet, sonst grubig aufgelöst. Abdomen groß und kräftig punktiert.
Dem Autor Pie hat ein immatures, sehr heiles Exemplar vor- gelegen, denn das Tier hat matur die übliche dunkelbraune Fär- bung vieler Monommidae. Nur der Vorderrand des Kopfes sowie Veorderrand und Seitenränder des Halsschildes sind breit und un- scharf begrenzt heller.
Außer der Type, die ich in der Sammlung Pic studieren konnte, lagen mir Exemplare aus den westlichen Gebieten Vorder- indiens vor, und zwar aus Belgaum, Kanara und Khandesh.
Von Dehra Dun in Nordindien lag mir ein Exemplar vor, das sich eindeutig von der Stammart abtrennen läßt und das ich als M. fulvum dehradunense subspec. nov. (Tafel il, 3 u. 4) hier beschreiben möchte.
4,1x2,3 mm. Es unterscheidet sich von der Stammart durch vorn etwas tiefer ausgeschnittenen Halsschild, unterseits feinere Punktur, vorn schmaleres und stärker verrundetes Prosternum. Das Mesosternum ist gewölbkt, das Schildchen etwas weniger breit. Die Parameren haben je 7—8 größere Endborsten, bei M. fuivum nur 9—5.
Der Holotypus, ein 5 von Kaunli garden, Dehra Dun, U. P., 19, 4. 1921 ieg. N. C. Chatterjee, ex sackbands (?) on Cedrela
toona, befindet sich im British Museum in London.
Menremma similifulvum spee. nov. (Tafel 11, 5 u. 6, u. V, 9 u. 10.)
4,1—4,5 x 2,3—2,5 mm.
Länglichoval, braunschwarz, unbehaart, ziemlich gewölbt. Kopf grob, hinten ziemlich runzelig punktiert, Haisschild ebenso grob, mit feineren Zwischenpunkten, mäßig dicht, überall ziemlich gleichartig punktiert, halb so lang wie breit, nach vorn schwach gerundet verengt, Vorderwinkel verrundet vorgezogen, Basismitte gegen das Schildchen leicht vorgezogen, schmal gerandet und ab- geflacht. Scutellum breit herzförmig. Elytren an der Basis kaum
DD oı
H. Freude: Die Monommiden der Welt
breiter als der Halsschild, mit je 11 ziemlich groben, aber flachen Punktreihen, 1.—3. Reihe vor dem Diskus mit flachgrubig ver- größerten Punkten. Reihen zum Rande zu feiner werdend. Die 1. Reihe endet hinter dem Diskus, auf dem selbst aber nur die ver- hältnismäßig grobe, rissige Punktulierung der Intervalle deutlich ist. Randverbreiterung ziemlich breit, glatt, mit zerstreuter Punk- tierung.
Augen mit starkem ommatidienlosen Fortsatz. Antennen 11- gliedrig, mit 3gliedriger, etwas abgeflachter Keule. Prosternum gänseschnabelförmig, vorn meist schmal, mäßig punktiert. Meso- sternum mit Seitenkielen, Metasternum vorn breit abgeflacht ge- randet, hinten offen, mit einer hinten deutlichen Mittellinie. Ab- domen mäßig kräftig punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Holotypus, ein 9 aus Fyzabad (Faisabad), Indien, leg. R. W.G. Hingston. (Breite Form.)
Allotypus, ein 5, durch Spiefsen etwas defekt, India orient., ex Mus. Murray, Fry Coll. (Schlankere Form.) Beide im British Museum. 19 Paratypoid aus Dehra Dun (Subhaivala), India, F. Z. leg. 9. 12. 10, Sal-tree (= Weide), in der Zool. Staatssammlung München.
Nach Mitteilung von Fräulein von Hayek bedeutet F. Z. wahr- scheinlich Forest Zoologist. Dieser wäre zur angegebenen Zeit E. P. Stebbing gewesen.
Die Art unterscheidet sich von MM. fulvum Pie besonders durch die gröbere Punktierung von Kopf und Halsschild sowie durch die 2. Punktreihe der Eiytren, die am Diskus nicht seitlich ausweicht und außen nicht kielförmig gerandet ist, außerdem durch die vorn breit abgeflachte Metasternallinie.
\
Menomma longispizum spec. nov. (Tafel II, 10, w. VL 3 u. 4.)
4,4x3 mm.
Oval. schwarzbraun, Kopf und Prothoraxränder ohne Basis, Beine und Äntennen etwas heller.
Kopi mittelkräftig, ziemlich dicht punktiert; Prothorax we- niger dicht, nur an den Seiten vor der Basis etwas kräftiger und angedeutet runzelig; kaum doppelt so breit wie lang, Seiten stark gerundet nach vorn verengt. Schildchen herzförmig.
Elytren mit je 11 kräftigen, ziemlich breiten Punktreihen, die ersten 3 vor dem Diskus grubig verbreitert, die 1. endet hinter dem
26 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Diskus mit wenigen nur angedeuteten Punkten, der Diskus selbst bleibt frei. Die 2. biegt dem Diskus seitlich schwach aus und ist dort auf der Außenseite nur bogenförmig-rippig erhaben. Die 10. ist kaum schwächer als die 9., ihre Punkte sind nur wenig entfern- ter. Die Punktreihen sind zum Apex nicht schwächer. Intervalle spärlich und sehr fein punktuliert, falsche Epipleuren desgleichen, wenig breit.
Die Augenspina ist auffallend lang, schlank und beim Holo- typus abnormal dem hinteren Rand der Augengrube angelagert, beim Paratypoid etwas stärker gebogen. Die Abgrenzung gegen die Ommatidien verläuft gerade.
Prosternum entenschnabelförmig, mit spärlichen feinsten Haarpunkten. Mesosternum kurz, seitlich rippig, in der Mitte wie voriges fast glatt. Metasternum mit breit birnförmiger, vorn etwas abgestutzter, hinten offener Umrandung, innen wie das Proster- num punktiert.
Tibialfurchen fein, lang, nach hinten etwas wurzelartig ver- zweigt. Abdomen wenig dicht, etwas groß, aber seicht punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Holotypus, ein 9 aus Prae, Siam, 1929—33, Paul Fogh leg., Sammlung Rosenberg, im Museum Kopenhagen.
Ein stark defekter © Paratypus vom gleichen Fundort in der Zool. Staatssammlung München.
Die Art ist nahe verwandt mit M. gracilifulvum spec. nov., größer, mit stärker gerundet verengtem Halsschild, Elytren nach hinten leicht verengt, Basis der Spina breiter, Metasternallinie vorn breiter und abgestutzt.
Mononma gracilifulvum spec. nov. (Tafel II, 12, u. VI, 7—9.) 3,4—9,8 x 2,0—2,3 mm.
Langoval, hinten nicht verengt, mitten am breitesten; dunkel- braun. Kopf dicht, fein, nach hinten gröber und runzelig punktiert. Halsschild nicht doppelt so breit wie lang, ziemlich gleichmäßig, mittelstark punktiert, höchstens an den Basisseiten schwach run- zelig. Scutellum etwas breit dreieckig-herzförmig. Elytren mit 11 deutlichen, teils streifig vertieften Punktreihen, 1.—3. vor dem Diskus flach grubig, teils halbmondförmig. Die 1. läßt den Diskus frei und endet dahinter mit einigen angedeuteten Punktgruben. Die 2. biegt dem Diskus deutlich aus und bildet dort außen einen Kiel, die 3. verhält sich in abgeschwächtem Maße ebenso. Inner-
H. Freude: Die Monommiden der Welt a.
seits der 4. Linie verläuft ein feiner Längsriß bis hinter den Dis- kus. Andeutungen eines solchen finden sich auch innerseits der folgenden 4 Linien. Die Randlinien sind alle kräftig ausgebildet, die 11. fast noch stärker als 10. und 9. Die Linien werden auch zum Apex nicht obsolet. Die Intervalle sind deutlich einfach reihig punktuliert. Falsche Epipleuren ziemlich breit und lang, deutlich, aber wenig dicht punktuliert. Das 5’ mit großem Haarfleck auf der Gula. Augen mit langem Sporn, dieser ziemlich schlank mit schmaler Basis, Ommatidien begrenzen die Spina fast gerade.
Prosternum entenschnabelförmig, ziemlich glatt, nur spär- liche feinste Pünktchen; Mesosternum dichter, kurz, seitlich schwach kielförmig abgesetzt; Metasternum breit birnförmig um- randet, hinten offen, vorn + ausgeschweift verengt und gelegent- lich etwas abgestutzt. Abdominalfurche breit, parallel zum Hin- terrand. Abdomen groß, mäßig dicht punktiert, Intercoxalfortsatz stark stumpfwinkelig. Tibialfurchen schräg, aufgelöst. Epipleuren etwas runzelig.
Parameren würstchenförmig, am Ende gemeinsam verrundet und beborstet, schwach dorsoventral gekrümmt, ventral oberhalb der Mitte gemeinsam grubig ausgehöhlt und am zentralen Rande beborstet.
Holotypus, 1 5’ aus Tharrawaddy, Burma, Collection Andre- wes 1922, und Allotypus, 1 2 aus Rangoon, May 1908, Cap. Har- rington, im British Museum.
19'Partypoid aus Kurmi Tola, Dacca, Bengalen, 2.—7. V1l. 11, D. N., in der Zool. Staatssammlung München.
Diese kleinste Art der fulvum-Gruppe ist meines Erachtens nächstverwandt mit M. longispinum spec. nov., bei deren Beschrei- bung bereits auf die bemerkenswertesten Unterschiede hingewie- sen wurde.
Monomma obenbergeri spec. nova. (Tafel II, 9, u. VI, 1 u. 2.)
4,7x 2,5 mm.
M. langelliptisch, gewölbt, schwarzbraun, unbehaart. Kopf dicht, vorn fein, hinten grubig punktiert. Halsschild nicht ganz doppelt so breit wie lang, nach vorn schwach gerundet verengt, Vorderecken gerundet, stark vorgezogen; kräftig, ziemlich dicht punktiert, zum Rande etwas größer; Seiten ziemlich schmal ge- randet, nur in der Mitte angedeutet abgeflacht. Schildehen herz- förmig, deutlich punktuliert.
28 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Elytren hinten schwach verengt, mit je 11 Punktreihen. Die 1. endet hinter dem Diskus, auf dem ihre Punkte kaum erkennbar sind, dahinter aber wieder deutlich werden. 1. bis 3. Reihe an der Basis mit verbreiterten Punkten. Die 2. weicht dem Diskus seit- lich etwas aus und wird dort außen leicht kielförmig begrenzt. Die 10. Reihe ist kaum schwächer als die 9., auch am Apex sind die Reihen kaum feiner punktiert. Die Intervalle fein rissig, aber tief punktuliert. Falsche Epipleuren stark verbreitert und deutlich punktuliert.
Augen mit langem, schmalem, vorn leicht gekrümmtem Fort- satz in großer, tiefer Augengrube. Prosternum glockenförmig oder kurz und breit entenschnabelförmig, spärlich sehr fein punktu- liert. Mesosternum kräftig punktiert, seitlich rippig. Metasternal- mitte wieder sehr fein punktuliert, birnförmig gerandet, vorn et- was spitz zulaufend, hinten offen. Tibialfurchen und -gruben schräg, ziemlich lang und klammerförmig geschwungen. Abdomen mäßig dieht und wenig kräftig punktiert. Eine Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Ich widme die Art meinem verehrten Kollegen am Museum Prag, Herrn Professor Dr. Jan Obenberger.
Holotypus,. ein 9 aus Tenasserim, coll. Helfer, im Museum Prag.
Die Art kommt verwandtschaftlich besonders der kleineren M. gracilifulvum spec. nov. nahe, ihr Diskus ist kürzer und liegt weiter hinten als bei dieser, die Augenspina hat eine breitere Basis, die gegen die Ommatidien leicht konvex vorgewölbt ist, die Tibial- furchen sind länger und kräftiger ausgeprägt.
Menomma tenasserimum spec. nov. (Tafel II, 7, u. V, 11 u. 12.)
4,2x 2,5 mm.
Länglichoval, hinten schwach verengt, dunkelbraun, etwas glänzend. Kopf dicht punktiert. Halsschild doppelt so breit wie lang, ziemlich gerundet verengt, mäßig stark und dicht punktiert. Elytren mit je 11 Punktreihen, diese kaum streifig. 1.—S. an der Basis grubig, die 1. durch den Diskus unterbrochen und mit 1—2 angedeuteten Punkten hinter diesem; die 2. und 3. weichen dem Diskus seitlich etwas aus und sind dort außen kielförmig; die Intervalle sind vorn spärlich punktuliert, hinten mehr gehämmert.
Unterseite schwach glänzend. Augen mit kurzer Spina, deren breitere Basis von den Ommatidien schwach gewinkelt konvex be-
H. Freude: Die Monommiden der Welt 29
grenzt wird. Prosternum rechteckig-entenschnabelförmig, Seiten etwas konkav, spärlich mittelfein punktuliert. Mesosternum kräf- tiger punktiert, im Verhältnis zu den nahestehenden Arten auf- fallend lang. Metasternalmitte breit birnförmig, nicht ausge- schweift verengt, vorn kurz abgestutzt, hinten offen, zerstreut fein punktiert, Mittellinie erkennbar. Tibialfurchen lang, nach hinten gegabelt, innen mehr gerade, nach außen zunehmend schrä- ger bis quer gerichtet. Abdomen vorn fein, nach hinten größer und dichter, aber wenig tief punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Holotypus, 1 9 aus Tenasserim, Coll. Helfer, im Museum Prag.
Etwas schlanker und schwächer punktiert als M. julvum Pie, mit breiterem Diskus (die 2. Punktreihe biegt stärker seitlich aus). die Metasternailinie umfaßt ein breiteres Feld.
Die Art ist meines Erachtens besonders mit M. stevensi spec. nov. verwandt; der Halsschild weniger gerundet verengt, der Dis- kus etwas kürzer, 2. und 3. Punktreihe stärker gekielt, die Basis der Augenspina wird von den Ommatidien etwas konkav einge- engt, das Mesosternum ist jänger und das Metasternalfeld vorn stärker verengt.
Monomma stevensi spec. nov. (Tafel IL, &, u. V, 13 u. 14.)
4,7x2,9 mm.
Länglichoval, braunschwarz, ziemlich gewölbt. Kopf dicht und fein punktiert. Halsschild nicht ganz doppeit so breit wie lang. etwas fein, ziemlich dicht punktiert, auch an den Seiten kaum runzlig. Seiten etwas abgeflacht, mit schmaler Randleiste, ziem- lich stark gerundet verengt. Scutellum breit dreieckig-herzförmig.
Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen, auch die 10. ganz deutlich. Die 1.—3. vor dem Diskus mit verbreiterten, flachgrubi- gen, z. T. halbmondförmigen Punkten. Die 1. Reihe endet mit wenigen schwachen Punkten am Diskusende. Diskus im vorderen Teil glatt, nur punktuliert wie die Intervalle. Spina schmal, mit breiter Basis, die von den Ommatidien konvex begrenzt wird.
Prosternum fast rechteckig, mit verrundeten Ecken, Seiten ziemlich parallel, schwach gewölbt, glatt, fein zerstreut punktiert; Mesosternum desgleichen, seitwärts rippig; Metasternum vorn ab- gestutzt, aprikosenförmig umrandet, zerstreut fein punktiert, mit angedeuteter Mittellinie. Abdomen mit Ausnahme des Intercoxal- fortsatzes mittelstark, ziemlich dicht punktiert, zum Rande stär-
30 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ker, die Tibialgrube runzlig. Abdominalsegment mit tiefer Furche parellel zum Hinterrand.
Der Holotypus, ein 2 von Bao-Ha, Tonkin, X.— XII. 1923, leg. H. Stevens, Sladen-Godman Trust Exped., befindet sich im British Museum.
Die Art wurde dem Sammler gewidmet. Auf ihre nahe Ver- wandtschaft mit M. tenasserimum spec. nov. wurde dort bereits hingewiesen und die Unterschiede erwähnt.
Monomma hayeki spec. nov. (Tafel V, 15 u. 16.)
5x 2,9 mm.
Langoval, schwarzbraun, glatt, ziemlich gewölbt. Kopf dicht, nach hinten zunehmend gröber punktiert. Halsschild nicht ganz doppelt so breit wie lang, ziemlich dicht und groß punktiert, da- zwischen vereinzelt feinere Punkte, nach vorn ziemlich stark, ge- rundet verengt. (Der Grad der Rundung ist etwas variabel.) Hals- schildränder außer der Basis unbestimmt heller. Scutellum breit herzförmig, punktiert. Elytren mit je 11 kräftigen Punktreihen, Punkte der 10. etwas kleiner. Punkte der 1.—3. Reihe vor dem Diskus grubig, z. T. halbmondförmig vergrößert. Die 1. endet mit wenigen angedeuteten Punkten hinter dem Diskus, der selbst frei davon bleibt und nur die gewöhnliche Punktulierung der Inter- valle zeigt; diese ist ziemlich kräftig und schwach längsrissig, auch auf den falschen Epipleuren.
Die Ommatidien lassen nur einen schmalen, kurzen Fortsatz in einer verengten Augengrube frei.
Prosternum entenschnabelförmig, deutlich, aber spärlich punktiert, Basis gerade; Mesosternum ziemlich kräftig punktiert, seitlich runzlig-rippig; Metasternum mit annähernd birnförmiger Umrandung, aber vorn beiderseits nicht ausgerandet verengt, sehr zerstreut fein punktiert, Mittellinie angedeutet.
Tibialgrube mit nur 2 leicht geschwungenen schrägen Linien umrandet, die innere kann auch in mehrere Gruben aufgeteilt sein. Einwärts davon mit kürzeren Grubenpunkten.
Abdomen ziemlich dicht und kräftig punktiert, Intercoxal- fortsatz fein punktiert, Tibialgruben des 1. Abdominalsegments furchig. Letztes Abdominalsegment mit einfacher Parallelfurche zum Hinterrand.
Holotypus, ein 9 aus Paungde, Burma, 1902, im British Mu-
seum.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 31
1 2 Paratypoid aus Tenasserim, coll. Helfer, im Museum Prag.
Meiner liebenswürdigen Kollegin am British Museum, Miss Dr. Christine M. F. von Hayek, gewidmet.
Die Art sieht aus wie ein großes, langovales M. gracilijulvum spec. nov., unterscheidet sich aber außer durch die Größe und die längere Form durch glänzendere Oberfläche und besonders durch die kleinen Augenfortsätze. Sehr charakteristisch ist außerdem, daß die 2. Punktreihe dem kleinen Diskus nicht ausweicht.
>. basipenne-Gruppe. Monomma scheini spec. nov.
5—5,4 x 3,2—9,4 mm.
Breitoval, schwarz, mit 2 deutlichen roten Flecken vor dem Apex und 2 undeutlichen, dunkleren dicht hinter der Mitte der Elytrenbasis. Halsschild ebenfalls dunkelrot. Kopf nach hinten zu- nehmend gröber, dicht punktiert, vor den Augen mit seichter Ver- tiefung. Halsschild doppelt so breit wie lang, etwas seicht, mittel- groß und klein gemischt punktiert, Seiten nicht runzelig; fein ge- randet und schmal abgeflacht, Vorderecken kurz vorgezogen. Ely- tren mit je 11 seichten, zum Rande sehr feinen Punktreihen, Punkte vor dem Diskus vergrößert. Die 1. Reihe am Diskus kurz unterbrochen, beim 9 kürzer als beim 5, die 2. biegt dem Diskus nicht deutlich aus und ist auch nicht deutlich gekielt; die 11. noch schwächer als die 10., aber erkennbar; die Reihen am Apex fast obsolet; Intervalle zerstreut sehr fein punktuliert.
Augen mit kurzer, gebogener, breitbasiger Spina.
Prosternum fast rechteckig, leicht verrundet, Seiten schwach konkav, Basis leicht konvex; spärlich, sehr fein punktiert. Meso- sternum kurz, seitlich fein gekielt und schuppig gerippt. Meta- sternum mit vorn breit abgestutzter, hinten offener, birnförmiger Umrandung und angedeuteter Mittellinie, die sich hinten in ein Grübchen vertieft. Tibialfurchen lang, leicht schräg.
Abdomen ziemlich dicht fein punktiert, der stumpfwinklige Intercoxalfortsatz feiner und spärlicher. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Falsche Epipleuren breit, mit einer Grübchenreihe am unteren Rand. Parameren fingerförmig, leicht dorsoventral ge- krümmt, Enden schräg nach innen verrundet, am äußeren Ende mit je einem Borstenbüschel, an der Basis breiter als am Apex, ge- rade verengt.
32 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Holotypus, ein 5, und Allotypus, ein 9, aus Singapore befin- den sich in der Sammlung Fairmaire im Museum Paris.
Ich widme die Art meinem verehrten Lehrmeister und Kolle- gen, dem Uetonidenspezialisten Herrn Stadtdirektor Hans Schein.
Die Art steht trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeit M. quadri- maculatum Waterh. weniger nahe als M. pseudodoriae spec. nov., da ihre Parameren keine Haarieiste haben.
Monomma birmanense spec. nova. (Tafel II, 11, u. VL, 5 u. 6.)
6x 3,9 mm.
M. elliptisch, gewölbt, dunkelbraun (vermutlich immatur, si- cher normal schwarzbraun), glatt. Kopf dicht und tief punktiert. Prothorax nicht ganz doppelt so breit wie lang, von der Basis nach vorn stark gerundet verengt, Vorderecken gerundet schwach vorgezogen. Seiten gerandet, nur von der Mitte zur Basis schwach abgeilacht. Mittelstark, ziemlich dicht punktiert mit einzelnen fei- neren Punkten dazwischen, zum Rande eher feiner als gröber, nicht runzelig. Schildehen breit herzförmig, vereinzelt punktiert. Ely- tren hinten schwach verengt, je 11 Punktreihen. Die 1. endet hin- ter dem Diskus, auf diesem mit nur angedeuteten Punkten. 1.—9. Reihe an der Basis mit grubig verbreiterten Punkten. Die 2. Reihe weicht dem Diskus nur schwach aus, ihre Außenkante bildet dort eine kielförmige Linie. Punktreihen zum Apex feiner. Die iO. ist
enau so kräftig wie die 9. Intervalle ziemlich dicht, fein rissig
Augen mit schmalem, hakenförmig gebogenem Fortsatz in großer, tiefer Augengrube. Prosternum lang entenschnabelförmig, vorn breit abgestutzt, hinten schwach konvex, glatt, fein punktiert, Mesosternum und Metasternalmitte desgleichen, letztere birnför- mig umrandet, hinten offen, mit strahlenförmigen feinen Linien abgeschlossen. Mittellinie kaum angedeutet. Tibiallinien lang, schräg, parallel, an den Enden s-förmig geschwungen.
Abdomen in der Mitte fein, zum Rande grob punktiert, Tibial- grube mit Längsrunzein. Abdominalsegment mit breiter Furche parallel zum Hinterrand.
9, coll. Bowring, im British Mu- seum. Der Holotypus hat einen kleinen runden Druckdefekt am Diskus vorn rechts. Einige Querrunzeln auf den Eiytren dürften ebenfalls traumatisch verursacht sein.
Holotypus aus Burma, ein 9
H. Freude: Die Monommiden der Welt >35
Die Art ist verwandt mit pseudodoriae spec. nova, hinten et- was verengt, mit kleinerem Augenfortsatz und breiterer Meta- sternalmitte. Ihr Halsschild ist breiter und gröber punktiert.
Sie ist die einzige bisher bekannte Art des Festlandes, die verwandtschaftlich unmittelbar zu den sonst insulären Arten der
basıipenne-Gruppe gehört.
Monomma pseudodoriae spec. nova. (Tafel III, 5, u. VI, 16 u. 17.)
5x3 mm.
M. elliptisch, hochgewölbt, schwarz, Prothorax und Kopf mit braunem Unterton. Kopf dicht und fein, nach hinten gröber punk- tiert. Prothorax nicht doppelt so breit wie lang, von der Basis nach vorn ziemlich stark gerundet verengt, mäßig dicht punktiert, Punkte mittelstark und fein gemischt, zum Rande nicht gerunzelt. Seiten schmal gerandet und schmal abgeflacht, nach hinten breiter. Vorderecken verrundet vorgezogen. Schildchen breit herz- förmig, mit wenigen, kaum erkennbaren Pünktchen an der Basis. Elytren mit je 11 Punktreihen, diese nach hinten feiner werdend. Die 1. endet hinter dem Diskus, auf diesem nur mit angedeuteten kleinen Punkten. Punkte der 1.—3. Reihe an der Basis vergrößert. Die 2. Reihe biegt am Diskus seitlich etwas aus und ist dort außen leicht gekielt. Die 10. mit sehr entfernt stehenden Punkten. Inter- valle fein rissig, ziemlich dicht punktuliert.
Augen mit breiter, gebogener ommatidienloser Spina in tiefer Grube. Prosternum entenschnabelförmig, etwas gewölbt, zerstreut fein punktiert, Basis wenig konvex. Meso- und Metasternalmitte ebenfalls fein punktiert. Metasternallinie schmal zitronenförmig, hinten offen. Mittellinie + angedeutet. Tibialfurchen lang, schräg, kräftig, etwas klammerförmig geschwungen. Abdomen mäßig dicht, zur Mitte fein, außen grob punktiert, Tibialgrube furchig. Eine Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Patria: Borneo.
Der Holotypus, ein 2 aus Quop, W. Sarawak, G. E. Bryant leg. 20. 3. 14, befindet sich im British Museum, ebenso ein @ Paratypus aus Penang, Collection Pascoe.
Allotypus, 5, aus Sandakan, Borneo, leg. Baker im U. S. Na- tional Museum.
Die Art ähnelt äußerlich M. doriae, unterscheidet sich von diesem aber durch den Augenfortsatz, etwas geringere Breite und
Entom, Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 3
34 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955 matteren Glanz. Sie kommt in einer eigenen Subspecies auch in Sumatra und auf der Malayischen Halbinsel vor.
Monomma pseudodoriae sumatranum subsp. nov. (Tafel III, 1u. 2.)
4,9—5,3 x 3—9,4 mm.
Unterscheidet sich von der Stammari durch feinere 10. Punktreihe, etwas weiter vorn liegenden Diskus, weniger schlankes Prosternum und kürzeren Augenfortsatz.
Holotypus, ein 5’ aus Lahat, Sumatra (N. A. M.), befindet sich im Naturhistorischen Reichsmuseum Leiden in Holland.
Allotypus, ein 2 aus Penang, Coll. Bowring, befindet sich im British Museum.
Paratypoide von Singapore, Malacca, Prov. Wellesley und Pe- nang im British Museum, im Museum Paris und in der Zool. Staats- sammlung München.
Monomma javanum spec. nova. (Tafel VI, 10 u. 11.)
4,2 x 2,5 mm.
M. oval, glatt, schwarzbraun, Prothorax wenig heller. Kopf dicht, Prothorax mäßig dicht, ziemlich fein punktiert.
Elytren mit je 11 feinen, aber bis hinten deutlichen Punkt- reihen. Die 1. endet vor dem Diskus, 2. am Diskus bogig nach außen erweitert. Die 3 ersten Reihen sind an der Basis nur schwach grubig verbreitert. Intervalle nur schwach und spärlich punktu- liert.
Der ommatidienlose Augenfortsatz ist schmal und nur mäßig lang. Prosternum entenschnabelförmig, Seiten fast parallel, schwach und mäßig dicht punktiert. Mesosternum kurz, breit und flach punktiert, durch Seitenkiele eingefaßt. Metasternum mit breit birnförmiger Umrandung, ohne Mittellinie, hinten offen, kaum erkennbar spärlich punktiert. Tibialfurchen ziemlich kräf- tig, aber mehr kurzlinig. Abdomen seicht, mäßig groß und mäßig dicht punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Holotypus, ein 5’ von Java, Tg. Karang, VIII. 1949, leg. A. v. Laer, befindet sich im Museum Amsterdam.
Die Art ist ähnlich M. nideki, besitzt aber keine roten Apikal- flecken. Der Halsschild ist vorn weniger stark verengt, mit brei- terer Seitenabflachung, die Prosternalmitte schmaler, die Meta- sternalumrandung mehr breit birnförmig — bei nideki vorn breit oval —, der Augenfortsatz kleiner.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 3,
Monomma nideki spec. nova. (Tafel III, 3, u. VI, 12 u. 19.) Länge : 3,5—4, 7 mm, Breite: 2—2,5 mm.
M. oval, braunschwarz, glatt, Halsschild vorn breit etwas hel- ler. Kopf fein und ziemlich dicht punktiert, Halsschild etwas grö- ber und weniger dicht, nicht zusammenfließend. Sceutellum herz- förmig. Eiytren mit je 11 Punktreihen, diese vorn obsolet, aber die 1.—3. an der Basis grubig vergrößert. 1. Reihe hinter dem glatten Diskus nur noch mit 2 undeutlichen Punkten angedeutet. Die 2. Reihe biegt am Diskus etwas nach außen aus und bildet dort eine schmale Leiste, die gewissermaßen die zusammengeflossenen äußeren Punktränder darstellt. Zwischenräume fein zerstreut, et- was reihig punktuliert. Elytren mit je einem verrundet-dreiecki- gen rötlichen Fleck vor dem Apex.
Antennen 11gliedrig, mit dreigliedriger, abgeflachter Keule. ‚ Augen berühren sich auf dem Kopfe und haben unterseits einen kurzen, stark gekrümmten ommatidienlosen Fortsatz in tiefer Augengrube. Unterseite dunkel-kastanienbraun. Prosternalfortsatz + breit entenschnabelförmig, zerstreut fein punktiert, ebenso das kurze Mesosternum, dessen Seiten rippig sind. Metasternum mit kräftigen, langen Rippen um die Tibialgrube herum, die zur Mitte zu mehr in der Längsrichtung verlaufen. Mitte mit glockenförmi- ger Umrandung. Abdomen mit flachen, gröberen Punkten, mäßig dicht punktiert. Abdominalsternit mit einer tiefen Furche parallel zum Hinterrand.
Epipleuren und falsche Epipleuren sehr fein und sehr spär- lich punktiert.
Parameren kurz fingerförmig, etwas auseinandergerückt pa- rallel verlaufend, schwach dorsoventral gebogen, am äußeren Ende mit je 4—5 Borsten, zur Mitte stumpf zugespitzt.
Ich widme die Art ihrem Sammler, meinem verehrten Kolle- gen, dem Cicindelidenspezialisten Herrn C. Brouerius van Nidek in Bussum, Holland.
Holotypus, ein 5’, Allotypus, ein 9, und Paratypen von Depok, Java, leg. C. van Nidek, 1948—1950, im Museum Amsterdam. Ein Paratypus, 9, von Balakan, Zuider-Geb., Java, 1. VIII. 1926, ieg Drescher, im Bogor Museum. Weitere Paratypen von Depok in der Zoologischen Staatssammlung in München.
Die Art ist durch die Apikalflecken leicht von allen anderen zu unterscheiden.
3*
36 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Monemma drescheri spec. nova. (Tafel III, #, u. VI, 14 u. 15.)
5,5x 2,8 mm.
M. elliptisch, schwarzbraun, glatt, mäßig gewölbt. Kopf und Halsschild mäßig kräftig punktiert, letzterer mit eingestreuten feineren Punkten, nicht ganz doppelt so breit wie lang, erst von der Mitte nach vorn stark verengt, Vorderecken schwach vorgezo- gen, Rand verflacht, Hinterrand zum Schildchen vorgezogen. Scu- tellum breit herzförmig, mit einigen feinen Pünktchen. Elytren gleichmäßig verrundet, mit je 11 Punktreihen. Die 1. endet hinter dem freibleibenden Diskus. Die 3 ersten Reihen an der Basis schwach grubig punktiert, 10. deutlich. Reihen am Apex nicht obsolet. Falsche Epipleuren nur schmal.
Mit ommatidienlosem Augenfortsatz, der schlank und stark gekrümmt in die nach hinten erweiterte Augengrube ragt.
Prosternum entenschnabelförmig, ziemlich lang, spärlich, sehr fein punktiert. Mesosternum kräftiger, vorn schwach wulstig. Metasternum mit birnförmiger, hinten offener Mittelfeldumran- dung, mit angedeuteter Mittellinie, äußerst fein, nach hinten etwas deutlicher, spärlich punktiert. Tibialgruben kräftig, variabel, von schräg bis ziemlich gerade. Abdomen ziemlich dicht punktiert, zum Rande kräftig, zur Mitte feiner. Mit einer Abdominalfurche paral- lel zum Hinterrand.
Parameren dorsoventral schwach gekrümmt, fingerförmig,
Apex nach innen schräg stumpf zugespitzt, an der Abschrägung
mit einem Borstenbüschel.
Ich widme die Art dem Sammler, meinem verehrten Kollegen vom Museum Bogoriense, Java, Herrn F. C. Drescher.
3 Exemplare von Oengaran, Java, leg. F. C. Drescher, I. 1906 und VI. 1908. Holotypus, ein 5, und Allotypus, ein 9, im Museum Amsterdam. 1 Paratypoid in der Zoologischen Staatssammlung in Mönchen. 1 Paratypus, Mus. Paris, steckte als CGotypus unter den Typen von raffrayı Thoms.
M. raffrayi zum Verwechseln ähnlich, aber mit längerem Pro- sternalfortsatz und mit Augenspina.
Monomma basipenne Pic. (Mel. exot. ent. 62, 1933, p. 14.) (Tafel |
VIL1u.2.)
Urbeschreibung: „Oblongus, antice et postice attenuatus, subconvexus, niti- | dus, fere glaber, rufus, elytris nigris, ad basin et apice rufis, epipleuris rufis; | thorace sat transverso, antice attenuato, sat fortiter, et sparse punctato; elytris i
H. Freude: Die Monommiden der Welt Sn
thorace paulo latioribus, lateraliter sinuatis, postice valde attenuatis, distincte striato-punctatis, intervallis parum punctatis. Long. 5 mill. Te Engano. —
Espece de coloration particuliere pouvant se placer pres de medanense Pic.‘
Ergänzungen: Kopf vorn dicht und feiner punktiert als der Halsschild. Dieser ziemlich dicht und kräftig punktiert, zum Sei- tenrand abgeflacht und bis auf die Mitte des Vorderrandes fein gerandet, doppelt so breit wie lang, nach vorn im Bogen ziemlich stark verengt. Vorderwinkel etwas verrundet vorgezogen. Elytren- basis breiter als der Halsschild. Scutellum breit herzförmig. Ely- ‚ tren mit je 11 deutlichen Punktreihen. 1. durch den Diskus unterbrochen und besteht dahinter aus nur wenigen Punkten. Die nächsten Reihen weichen dem Diskus seitlich etwas aus. Punkte der 1.—93. oder 4. Reihe vor dem Diskus grubig verflacht. Falsche Epipleuren ziemlich schmal. Echte Epipleuren zum Innen- rand zu punktiert. Geiselglieder der Antennen kurz und kräftig. Augensporn sehr schmal und fast gerade, zum Ende verbreitert und in der Tiefe gebogen. Ommatidien groß. Augenfurchen tief, schleifenförmig nach hinten erweitert. Prosternalfortsatz fast rechteckig, aber mit völlig verrundeten Ecken, flach, spärlich punktiert. Episternum schmal, punktiert, vorn genetzt. Abdomen an den Seiten ziemlich kräftig punktiert. Beine fein, aber tief punktiert, Tarsen mittellang. Eine Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Ich konnte die Type in der Sammlung Pic und ziemlich rei- ches Material vom Deutschen Entomologischen Institut sowie vom Museum Kopenhagen studieren.
Moromma chapini spec. nov. (Tafel II, 13, u. VII, 11 u. 12.)
5x 9,9 mm.
Oval, hinten schwach verengt, schwarz, Kopf und Haisschild vorn rötlich.
Kopf dicht und fein, nach hinten gröber punktiert. Prothorax knapp doppelt so breit wie lang, mittelfein, ziemlich dicht punk- tiert, seitlich feiner. Seitenrand schmal gerandet und vorn schmal, nach hinten etwas breiter abgefiacht. Vorderecken verrundet vor- gezogen. Scutellum breit herzförmig.
Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen, die nach hinten etwas feiner werden. Die 1. ist auf dem Diskus nur angedeutet und endet mit einzelnen Punkten dahinter. 1.—3. vor dem Diskus mit etwas grubig vergrößerten Punkten, die 2. weicht dem Diskus seitlich etwas aus und ist dort schwach wellig-gekielt. 9. und
38 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
10. Reihe mit gleich starken, aber etwas entfernteren Punkten als die vorhergehenden. Die Intervalle sind ziemlich dicht, fein und schwach rissig punktuliert, ebenso die falschen Epipleuren, die nur mäßig breit sind.
Augen mit langem, gebogenem ommatidienlosem Fortsatz mit breiter Basis, Augengrube tief.
Prosternum entenschnabelförmig, vorn und hinten gleich breit, in der Mitte verengt, vorn etwas abgestutzt verrundet, Basis fast gerade, sehr fein und zerstreut punktiert, Mesosternum etwas gröber, seitlich rippig. Metasternum etwa birnförmig gerandet, vorn kaum ausgeschweift verengt, hinten breit offen, mit sehr fei- ner Mittellinie, die hinten in einem vertieften Grübehen endet. Tibialfurchen teils lang, zur Mitte mehr längs, nach außen mehr schräg gerichtet, mit kürzeren Zwischenfurchen in der hinteren Metasternalhälfte. Abdomen ziemlich grob punktiert, nur zwischen den Hinterhüften feiner. 1 Abdominalfurche parallel zum Hinter- rand.
Der Holotypus hat einen traumatischen Druck-Kratz-Defekt vor dem Diskus auf der linken Elytre, zufolge dessen auch das Scutellum etwas entgegen dem Urzeigersinne verdreht und nach rechts verschoben ist.
Ich widme die Art meinem verehrten Kollegen, Herrn Dr. E. A. Chapin, Curator of Inseets im U. S. National Museum.
Holotypus, 19 von Butuan auf Mindanao, leg. Baker, im U. S. National Museum.
Die Art ist nahe verwandt mit M. pseudodoriae von Borneo. Sie unterscheidet sich durch dichter punktierten Halsschild, kräf- tige 10. Punktreihe und breitere Metasternalumrandung.
Monomma sparsepunetatum Pic. (Beschrieben als var. von philip- pinarum in L’Echange, no 416, 1924, hors-texte, p. 12.) (Tafel III, 6—8, u. VII, 3—4.)
Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, postice paulo attenuatus; capite dense punc- tato; thorace sat sparse punctato; elytris lineato-punctatis, intervallis minute punctatis. Ile Sibuyan (ex Baker). — Differe de philippinarum Ths. au moins par la tete plus densement ponctude, le prothorax ä ponctuation differente de celle de la tete, &cartee.‘
Ergänzungen: Halsschild länger als bei philippinarum, weni- ger stark nach vorn verengt, etwas feiner punktiert. Schildehen herzförmig. Elytren mit je 11 Punktreihen, die sehr fein, aber deutlich sind, die 10. doppelt so fein wie die übrigen, aber nicht
H. Freude: Die Monommiden der Welt 39
obsolet. 1.—4. Reihe vor dem Diskus mit großen, grubigen Punk- ten. Die 1. endet dicht hinter dem Diskusgipfel mit einigen kaum erkennbaren Punkten. Die 2. Reihe ist auf dem Diskus zu- weilen unterbrochen, sie weicht diesem seitlich nicht aus. Augen mit breitem Augensporn. Prosternum entenschnabelförmig, schlanker als bei philippinarum; Mesosternum länger; Metaster- num glockenförmig, hinten breit offen gerandet, Vorderrand klammerförmig, in der Mitte spitz vorgezogen. Tibialfurchen nur in der Vorderregion des Metasternum lang, sonst kurz kommaför- mig. Abdomen in der Mitte sehr fein, mäßig dicht punktiert, zum Rande gröber. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. Bei einem Exemplar ist diese sehr seicht, und man erkennt 2 geson- derte, ovale Vertiefungen (s. Abb.). Ob es sich dabei um Drüsen- ausgänge handelt, muß vorläufig noch offen bleiben.
Penis und Parameren sind im Habitus wie bei philippinarum, die Parameren fingerförmig, am Ende etwas schräg zugespitzt ver- rundet. Auffällig ist aber eine Asymmetrie in der Beborstung am äußeren Ende, die bei der rechten Paramere weit länger und kräf- tiger ist als bei der linken.
Trotz großer Ähnlichkeit ist diese Art leicht von philippina- rum abzutrennen, weil sie im Gegensatz zu dieser einen ÄAugen- sporn besitzt und die 2. Punktreihe dem Diskus nicht ausweicht oder unterbrochen ist, bei philippinarum weicht sie seitlich aus. Die Art ist nicht nur auf Sibuyan beschränkt. Mir lagen außer Originalexemplaren von Baker von der Insel Sibuyan auch solche von Paney vor, sogar ein Exemplar von der nördlichsten Philip- pineninsel Kotosho.
Monomma bakeri Pic. (L’Echange, 39, Nr. 416, 1924, p. 12.) (Tafel ERI 9.)
Urbeschreibung: ‚Oblongus, subovatus, nitidus, glaber, rufescens, elytris nigris; capite parum breve, dense punctato; thorace transverso, sat sparse punc- tato; elytris satis brevibus, postice paulo attenuatis, lineato-punctatis, intervallis minute punctatis.
Long. 4 mill. Ile Sibuyan (ex Baker). — Differe de la var. precedente (= sparsepunetatum Pic, der Verf.), en outre de la coloration moins foncee, par la ponctuation @lytrale plus faible en arriere ou sur les cötes.‘'
Ergänzungen: Außerordentlich nahe verwandt mit M. sparse- punctatum Pic, könnte unter Umständen sogar nur eine beson- ders kleine Variante desselben darstellen. Punktierung etwas fei- ner als bei sparsepunctatum. 2. Elytrenreihe ebenfalls am Diskus
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unterbrochen, von der 1. sind nur vor dem Diskus die verbreiter- ten Punkte deutlich. Punkte der 10. Reihe nicht wesentlich schwä- cher als die der 9. Augenfortsatz etwas kürzer, mehr breit keilför- mig. Prosternum kürzer und breiter, seitlich weniger verengt, sonst ohne bemerkenswerte Unterschiede. Die Oberseite ist eher glän- zender als bei sparsepunctatum. Leider kam mir kein 7 Exemplar vor Augen, so dafs ich die Genitalien nicht vergleichen konnte. Außer der Type, einem © in der Sammlung Pic, lag mir ein weite- res Exemplar aus der Originalausbeute von Baker vor, gleichfalls von der Insel Sibuyan, Philippinen, das sich im U. S. National Mu- seum in Washington befindet.
Monomma rufolineatum Pic. (L’Echange, 1924, Nr. 417, p. 28.) (Tafel VII, 5 u. 6, u. IX, 1—4.)
Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, antice et postice attenuatus, niger, femoribus ad basin, abdomine pro parte, tarsis et antennis apice rufescentibus, elytris in disco rufo sinuato-lineatis. Long. 6 mill. Ile Samar (ex Baker). — Espece voisine de 4-maculatum Wat. tres distincte par la bande rousse des elytres.““
Ergänzungen: Länglich eiförmig. Kopf fein, aber tief und dicht punktiert, nach hinten zu etwas gröber. Prothorax ebenso fein und dicht, gleichmäßig, nur am Vorderrand etwas feiner, ohne Zwischenpunkte, zum Rande nicht grubig. Hailsschild rötlich, knapp doppelt so breit wie lang, schmal gerandet und mäßig ge- kehlt. Scutellum klein, herzförmig.
Elytren mit je 11 Reihen entfernt stehender Punkte, die ersten 3 an der Basis mit großen, grubigen Punkten, die der 4. nur we- nig vergrößert. Am Diskus werden die Punkte auch der 2. Reihe sehr schwach und klein. Die 1. endet am Diskusende. Äußere Reihen mit kleinen, flachen, aber immer deutlichen Punkten, die 11. wieder grob und dichter punktiert. Zwischenräume fein und ziemlich dicht punktuliert, ebenso die schmalen falschen Epipleu- ren. Die echten Epipleuren fein und spärlich punktuliert.
Augen mit starkem, geradem Augensporn in großer Augen- grube.
Prosternum länglich, zungenförmig, in der Mitte schwach verengt, Basis schwach konvex, deutlich, mäßig dicht punktiert. Mesosternum ebenso punktiert, verhältnismäßig lang, mit Seiten- kielen. Metasternum breit glockenförmig gerandet, hinten offen, vorn klammerförmig mit spitz vorgezogener Mitte, mit feiner Mittellinie, in deren Nähe etwas dichter fein punktiert, sonst spär- lich, hinten wieder dichter.
H. Freude: Die Monommiden der Welt : 4]
Tibialfurchen zur Mitte mehr längs, nach außen mehr schräg gerichtet. einige lang, dazwischen kürzere, zum Apex kleiner-gru- big. Abdomen zur Mitte sehr fein punktiert. Aus den Punkten ent- springen feine Wimpern. Zum Rande unbehaart und grob punk- tiert.
Abdominalfurche tief und breit, verläuft parallel zum Hinter- rand. Vorderschenkel nach oben grob-grubig punktiert, Mittel- und Hinterschenkel fein, Tibien alle fein langrissig. Die ersten 3 Tarsenglieder sind unterseits stark bebürstet, beim 2 vermutlich etwas schwächer.
Parameren fingerförmig gebogen, vorn schräg zugespitzt verrundet. Sie zeigen eine Seitenasymmetrie der Beborstung, indem die rechte Paramere nur 2 lange, kräftige Borsten be- sitzt, die linke dagegen neben feineren 6 kräftigere. Diese Asym- metrie der Parameren stellt M. rufolinestum Pic unmittelbar in die Nähe von M. sparsepunctatum Pic und unterscheidet es grund- legend von dem äußerlich ähnlichen M. quadrimaculatum Waterh.
Außer der Type, einem 9 von der Insel Samar in der Samm- lung Pic, lag mir ein 9’ aus der Originalausbeute von Baker von Surigao auf Mindanao vor, das sich im U. S. National Museum be- findet.
4. quadrimaculatum-Gruppe.
Monomma quadrimaculatum Waterh. (Ann. Mag. Nat. Hist. [5] Ill, 1879, p. 379.)
Urbeschreibung: ,„Elliptico-ovale, convexum, piceum, nitidum; elytris nigro-piceis, maculis rotundatis rufis notatis.
Long. 23/, lin. (= 5,58 mm, d. Verf.).
General form of M. philippinarum. Head very closely, finely, but distinctly punetured. Thorax densely and rather strongly punctured; the sides not re- flexed, but narrowiy impressed within the margin. Elytra rather strongly and close!ly striate-punctate; the punctures in the scutellar region much larger, the first stria very short; the interstices rather closely, very delicately, but distinctly punctured; each elytron with two rather large round spots, one near the shoul- der, the other subapical.
Hab. Philippine Islands (Cuming).“
Hugh Cuming war Insektenhändler in London und sammelte 1836—1839 auf den Philippinen.
Ergänzungen: Kopf und Halsschild ziemlich kräftig, grubig punktiert, Kopfpunkte nicht feiner, nur dichter. Halsschild seit- lich deutlich gerundet verengt, mäßig stark gerandet. Vorderecken stark vorgezogen und verrundet. Schildchen herzförmig, der Aus-
4) Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
schnitt der Elytren aber breit herzförmig. Falsche Epipleuren breit, spärlich fein punktiert. An den hellen Makeln scheint die Innenstruktur der Elytren kästchenförmig durch.
Prosternalmitte entenschnabelförmig, ziemlich dicht punk- tiert, Mesosternalmitte vorn flach bogig, ebenfalls ziemlich dicht punktiert, außen rippig, Metasternalmitte spärlicher, etwa fäß- chenförmig umrandet, vorn leicht verengt, mit verrundeten Ecken, der Vorderrand etwas asymmetrisch klammerförmig (wohl indivi- duelle Variante des Typus). Abdomen sehr dicht, meist grubig, die Mitte und die Endsegmente etwas kleiner punktiert. Abdo- minalsegment mit einer Furche ungefähr parallel zum Hinterrand, die aber in der Tieie eine Teilung in 2 Taschen erkennen läßt.
Augen mit gebogenem, schräg in die Tiefe absinkendem Sporn, dessen oberer Teil schmal krallenförmig erscheint. Anten- nen 1l1gliedrig, kurz und kräftig, mit 3gliedriger Keule, deren Glieder breit schalenförmig ineinandergefügt sind. Tarsen kurz und kräftig, hinteres Klauenglied annähernd so. lang wie die 3 vor- hergehenden. Beine deutlich und dicht punktiert.
Mir lag der Holotypus, ein 9, vor. Dieser trägt allerdings den Sammlernamen Chr. Owen, so daß Waterhouse das Tier als nur von Ouming bezogen kennzeichnen wollte. Der Holotypus befin- det sich im British Museum.
Ein weiteres @ von N. Luzon (Philippinen), leg. Whitehead, Fry Coll., 1905, im Besitz des British Museum, 6x 3,5 mm, ist von der Type in der Form so verschieden, daß ich geneigt wäre, dieses als eigene Art anzusprechen, wenn ich nicht durch das Studium von M. brunneum Thoms. wüßte, wie groß die Variabilität bei Monemmidae sein kann. Dieses Stück ist viel schlanker, hat schmale falsche Epipleuren, das Schildchen ist mehr gleichseitig- dreieckig, und der Augenfortsatz sinkt nicht schräg ab, sondern ist breit sichtbar. Eine Rassenbildung ist sehr wahrscheinlich, kann
aber zufolge des zu geringen vorliegenden Materials vorerst nicht
geklärt werden. Die bereits erwähnte große Variabilität läßt auch das von Pic beschriebene M. rufonotatum allenfalls als Subspeeies von Borneo vertretbar erscheinen.
ssp. rufonotatum Pic. (Melanges exot. ent. 19, 1916, p. 8.) (Tafel VII,7 u. 8, u. 1X, 5—7.)
Urbeschreibung: „Oblongo-ovatus, nitidus, niger, thorace brunnescente, ely-
tris infra humeros et ante apicem rufo maculatis, lineato-punctatis. Long. 7 mill. Borneo. —
H. Freude: Die Monommiden der Welt 453
Voisin de M. 4-maculatum Wat., prothorax a coloration rembrunie, ma- cule anterieure rousse placee en-dedans des Epaules.‘
Das mir vorgelegene 5 von Marah, Borneo, leg. H. C. Sie- bers, M. O. Borneo Exped., 10.—25. XI. 1925, ist breitoval, 6x4 mm, hat breit herzförmiges Scutellum und breite falsche Epipleu- ren, ist somit der Type von quadrimaculatum entschieden ähn- licher als das Stück von Luzon.
Da es sich um ein 5’ handelte, untersuchte ich auch die Geni- talien. Der Penis ist sehr schlank keulenförmig, dorsoventral ab- geilacht und s-förmig geschwungen, das Endstück ist ebenfalls etwas abgesetzt. Die Parameren sind lang fingerförmig, leicht dorsoventral gekrümmt und haben einen langen, leicht geschwun- genen Borstensaum, der mehr auf der konkaven Seite zum schräg nach innen verrundet zugespitzten Ende verläuft.
Monomma novaguinense spec. nova. (Tafel III, 10, IV, 1—5, u.
1, 921,710.) Länge 5,5—7 mm, Breite 3,85—4,5 mm.
M. breitoval, ziemlich gewölbt, tiefschwarz, bei nicht ausge- färbten Stücken Elytren und Prothoraxvorderrand bräunlich durchscheinend, glatt, etwas glänzend. Kopf fein und dicht punk- tiert. Halsschild fast doppelt so breit wie lang, Seiten in leichtem Bogen nach vorn verengt, schmal gerandet, Vorderecken verrundet vorgezogen, ziemlich gewölbt, zum Seitenrand wenig verflacht, mit zerstreuten, flachen, größeren Punkten, die zum Rande hin diehter werden, dazwischen fein punktuliert.
Scutellum klein, breit herz- bis nierenförmig, mit einigen feinen Pünktchen. Elytren schwach verengt, mit je 11 Punktreihen. Erste 5—4 Reihen an der Basis mit grubig verbreiterten, teils halbmondförmigen flachen Punkten. Die erste Reihe endet auf der Mitte der Elytren, ihre Punkte auf dem Diskus schwach, die- ser aber nicht völlig glatt. 10. Reihe schwächer punktiert, alle Reihen nach hinten zu feiner. Intervalle zerstreut, äußerst fein punktuliert.
Unterseite schwarzbraun. Antennen mit ägliedriger Keule. Augen mit großer Augenhöhle und kurzem, leicht gebogenem ocellenlosem Fortsatz, auf den die Ocellen gewissermaßen etwas vordringen. Prosternalmitte entenschnabelförmig, fein und mäßig dicht punktiert, Punkte mit feinsten Härchen. Mesosternum kurz, zum Rande grubig-rippig. Metasternalmitte fein und spärlich
44 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
punktiert, Umrandungslinie vorn mäßig breit abgestutzt, nach hinten ausgeschweift breiter werdend, hinten ziemlich parallel und oifen, mit nach hinten vertiefter Mittellinie. Tibiallinien schräg, lang und kräftig. Abdomen in der Mitte fein, zum Rande gröber punktiert. 1. Abdominalsegment hinter der Hinterhüfte stark rip- pig. Letztes Abdominalsegment mit tiefer Furche parallel zum Hinterrand. Beine fein und dicht punktiert.
Penis sehr schlank keulenförmig, aber dorsoventral flach und s-förmig gekrümmt. Parameren lang fingerförmig, dorsoventral leicht gekrümmt, am Ende schräg nach innen stumpf zugespitzt, mit einer langen, etwas nach innen geschwungenen Haarleiste, die auf der konkaven Seite zur Spitze verläuft; die Abschrägung seit- lich noch gesondert beborstet.
Holotypus, ein 5’ von Hollandia, Niederländisch Neu Guinea, aus dem Regenwald, 250 Fuß (= ca. 72 m) über dem Meer, Mai 1945 im Chicago Natural History Museum.
Allotypus, ein 9, und 2 9 Paratypoide von Niederländisch Neu Guinea, 9. XII. und 20. XI. 1944 (eins „under bark jungle‘), leg. T. Aarons, sowie ein weiteres @ Paratypoid von der Maffin Bay, Dutch N. Guinea, IX. 44, E. 5. Ross Col., im Museum der Qalifor- nia Academy of Science in San Franeisco.
1 © Paratypoid von Deutsch Neu Guinea, leg. Nevinson 1918, im British Museum.
1 und 1 9 Paratypoid von bereits genannten Fundorten in der Zool. Staatssammlung in München.
Die Art variiert ebenfalls ziemlich stark. Es gibt schlankere und breitere Formen. 1 Exemplar hat einen auffallend schmalen Halsschild, gehört aber zweifellos zur selben Art. Die Prosternal- mitte kann mehr parallelseitig sein.
b) Subgenus Aspinatimonomma nova.
Monemma giyphysternum Marseul. (Ann. Soc. Ent. France [5] 6,
1876, p. 330.) (Tafel VII, 13 u. 14.)
Urbeschreikung: „Long. 19 —11 mill.; larg. 3,3—5 mill.
Ovalie, bomb& sur le dos, noir brun, luisant. T&te densement ponctu£ee. Pronotum transverse, retreci et bisinueusement ©chancre en devant, avec les angles obtus, reflechi et arque& sur les cötes, bisinueux ä la base avec le lobe scu- tellaire pointu et les angles droits, finement rebord& tout autour, densäment ponctue. Ecusson tres-petit. Elytres dilatees a la base, retr&cies en courbe par derriere, rebordees, fort @levees au milieu du premier tiers, striees-ponctuees; premiere strie courte, ferme&e, ainsi que le commencement de la deuxieme, de
H. Freude: Die Monommiden der Welt 45
————;
petits arcs; interstries sensiblement pointilles. Pronotum plan, rectangulaire, borde; mesosternum tres-court, largement entaillE pour recevoir la base du pro- sternum. Metasternum marque d’une figure elliptique traversee par un axe lon- gitudinal. Dernier segment ventral creus@ d’un sillon arque& profond.
On pourrait le prendre pour le brunneum, mais ce dernier est grand, a le prosternum plus distinetement pointille, @largi vers la base, et le m£tasternum sans figure elliptique divisce par un axe longitudinal.
De Kiu-Siu, Niphon.
Cette espece se retrouve dans les Indes; j’en possede des exemplaires de Touranne et de Malacca qui ne pr&sentent aucune difference. (Ile aA l’extr&me sud de Kiu-Siu; rare. Se trouve assez commundment ä Formose.‘
Die Art ist als die zuerst beschriebene des großen festländi- schen Rassenkreises die Nominatform und bildet zugleich die öst- lichste Subspecies. Marseul hat den Zusammenhang der festländi- schen Formen erkannt und sie sogar als einzige Art angesprochen, ohne Subspecies aufzustellen. Die Aufstellung solcher ist aber durchaus berechtigt. Leider hat sich in der Angabe der Größen des Tieres der Druckfehlerteufel sehr irreführend betätigt. Die Längenangabe ist völlig sinnlos und müßte 5—6 mm sein, die Breite soll wohl 3—3,5 mm heißen. Der genauen Beschreibung Marseuls ist wenig hinzuzufügen. 1. Punktreihe endet hinter dem Diskus, läßt diesen aber nicht frei und ist auf ihm so kräftig wie dahinter. 2. biegt am Diskus kaum aus, ist dort aber doch außen wellig gekielt. Die Prosternumseiten können leicht konkav sein. Mesosternum stark grubig punktiert, die elliptische Metasternal- linie vorn ausgeschweift verengt. Tibiallinien unbestimmt auige- teilt oder ganz unzusammenhängend. Die Tiere besitzen keinen ommatidienlosen Augensporn.
Penis und Parameren sind, soweit ich feststellen konnte, bei allen Subspecies ohne bemerkenswerte Unterschiede. Der Penis ist flach und breit nadelförmig oder sehr schlank keulenförmig, dorsoventral abgeflacht und s-förmig geschwungen, die Basis groß geöhrt, die Spitze etwas rhombisch verbreitert. Der Ductus ejacu- latorius mündet auf der Spitze. Die Parameren sind lang finger- förmig, zum Apex gleichmäßig verschmälert und dieser selbst schräg nach innen abgestutzt und stumpf zugespitzt, mit Borsten- büschel an der Außenseite der Abschrägung, in ihrer gesamten Länge etwas dorsoventral gekrümmt.
Monomma glyphysternum ssp. formosanum Pic. (Melanges exot.-
ent. 20, 1916, p. 1.) (Tafel IV, 4-6.)
Urbeschreibung: ,Oblongo-elongatus, postice attenuatus, nitidus, glaber, niger, elytris metallicis, labro tarsisque rufescentibus. Thorace antice sinuato,
46 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
angulis anticis modice prominulis, fortiter pro parte sparse punctato; elytris indistincte striatis, mediocre et sparse punctatis. Long. 5 mill. Formose. —
Peut se placer pres de M. brunneum Thoms., qui m’est inconnu en na- sure.
Ergänzungen: Kopf dicht, grob, zur Basis runzelig punktiert. Scutellum herzförmig — rundlich herzförmig. Elytren mit nur flachen Punktreihen, die 10. so stark wie die 9. 1. bis 3. an der Basis leicht grubig, die 1. mit halbmondförmigen Eindrücken, auf dem Diskus obsolet, dahinter mit nur einigen wenig deutlichen Punkten. Die Intervalle ziemlich dieht, deutlich und schwach ris- sig punktuliert. Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augen- grube klein. Prosternum breit entenschnabelförmig, vorn so breit wie hinten, Seiten stärker konkav, vorn etwas abgestutzt, fein bis mittelfein punktiert. Falsche Epipleuren ziemlich schmal. Abdo- minalfurche parallel zum Hinterrand. Abdomen dicht und grob punktiert, auch in der Mitte, Tibialgruben furchig.
Diese Subspecies ist von M. philippinarum Thoms. kaum zu unterscheiden. Ihr Halsschild ist etwas flacher, schmaler und an den Seiten weniger gebogen, neben den Hinterwinkeln fast gerade (bei philippinarum leicht nach außen gebogen). Die Punktierung des Prothorax ist doppelt und kann bei philippinarum genau so etwas gröber sein wie hier. Elytrenreihen gröber als bei M. philip- pinarum, Punkte aber weniger scharf gerandet. Die Augengrube ist weiter und tiefer. Metallglanz ist kaum festzustellen und tritt bei philippinarum weit stärker auf.
Die Basis des Prosternum ist weniger konvex und entspre- chend die Ausbuchtung des Mesosternum weniger konkav als bei philippinarum. Metasternallinie vorn breiter. Die in der Grund- richtung schrägen Tibiallinien können lang und schön parallel ver- laufen, aber auch ziemlich aufgelöst sein.
Diese Subspecies ist auch auf dem Festlande vertreten, wie Stücke von Walker zeigen, deren Fundort Haining nördlich Hang- chow (Hang-Tschou) in der Provinz Chekiang (Tschekiang) liegt.
Monomma glyphysternum chinense ssp. nova. (Tafel IV, 7, u. VII, 15.)
5,5x2,2 mm.
Oval, ziemlich gewölbt, schwarz mit braunem Unterton, ziem- lich glänzend. Kopf dicht punktiert, vorn sehr fein, hinten gröber. Halsschild doppelt so breit wie lang, mäßig dicht, mittelfein flach punktiert, zum Rande hin kaum gröber, Seitenrand schmal abge-
H. Freude: Die Monommiden der Welt 47
flacht, gleichmäßig leicht bogig nach vorn verengt, Vorderecken schwach vorgezogen und verrundet, Basis schwach doppelbuchtig. ‚Schildchen herzförmig, an der Basis leicht punktuliert. Elytren mit je 11 Punktreihen, Punkte dicht, aber wenig kräftig, Reihen zum Rande hin mehr obsolet, die vorhergehenden leicht vertieft. Die ersten 3 Reihen an der Basis flach grubig verbreitert; die 1. Reihe hat vor dem Diskus nur 4 Punkte, dahinter sind noch 2 angedeutet. Der Diskus selbst bleibt frei. Intervalle zerstreut fein, etwas rissig punktuliert. Elytrenbasis so breit wie die des Halsschildes, Seiten im Bogen erst etwas erweitert, dann ver- engt, schmal gerandet. Falsche Epipleuren gleichfalls fein zerstreut rissig punktuliert. Antennen 11gliedrig, mit 3gliedriger, etwas ver- breiterter Keule.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz. Prosternalmitte ver- breitert entenschnabelförmig, zerstreut fein punktiert. Mesoster- num kurz, vorn flach, unregelmäßig furchig punktiert, Seiten rip- pig. Metasternalmitte mit hinten offener, zitronenförmiger Um- randung, zerstreut fein punktiert, außerhalb der Umrandung grubig punktiert, neben der Tibialgrube mit schrägen, runzeligen Rippen. Abdomen ziemlich grob, aber flach punktiert, auch in der Mitte. Letztes Abdominalsternit mit einer tiefen Furche parallei zum Hinterrand. Die Epipleuren am Innenrand grubig punktiert. 3 erste Tarsenglieder mit Haarbürsten an den Sohlen. Beine fein und ziemlich dicht punktiert.
Parameren 3x so lang wie zusammen breit, leicht dorsoven- tral gekrümmt, am Ende mit je 9 größeren Borsten.
Patria: China.
Holotypus, ein J’ aus Foo Chow (Fu-Tschou), leg. C. B. Rikett 1901, im British Museum. Der Holotypus hat am Halsschildvorder- rand rechts der Mitte einen kleinen Defekt.
Allotypus, ein 2 von Yünnan, China, im Museum Budapest.
Paratypoide aus Foochow, Schanghai und Hongkong, China und von Hainan im British Museum, im Museum Alexander König in Bonn, in der California Academy of Science, San Franeiseo, und in der Zoologischen Staatssammlung in München.
Diese Subspecies ist ähnlich der ssp. formosanum Pie, aber etwas stärker gewölbt, was besonders am Halssehild deutlich wird. Sie steht etwa in der Mitte zwischen ssp. glyphysternum und ssp. formosanum, auch bezüglich des Prosternum, das länger als bei glyphysternum, aber kürzer als bei jormosanum ist, seitlich etwas ausgeschweift. Auch mit der ssp. substriatum besteht große Ähn-
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lichkeit, aber die 9. und 10. Punktreihe der Elytren ist bei chinense gröber. Diskus wie bei jormosanum.
Monomma glyphysternum ssp. tonkineum Pic. (Melanges exot.-
ent. 20, 1916, p. 1.) (Tafel VII, 1 u. 2.)
Urbeschreibung: ‚‚Subovatus, postice attenuatus, nitidus glaber, niger, labro rufo. Long. 6 mill. Tonkin. —
Voisin du precedent (= jormosanum Pic, d. Verf.), mais prothorax plus transversal, @lytres un peu plus bombes et moins nettement retrecis a l’extre- mite, a stries faibles mais distinctes.‘‘
Ergänzungen: Kopf mäßig dicht, zur Basis zunehmend gröber punktiert. Halsschild doppelt so breit wie lang, nach vorn stark, wenig gerundet verengt, mäßig dicht, grob punktiert, mit verein- zeiten feineren Punkten, fein gerandet und mäßig breit abgeflacht, hinten doppelbuchtig, mit vorgezogenem Scutellarlappen. Schild- chen herzförmig bis breit herzförmig. Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen, diese meist mittelfein, können aber auch sehr fein sein, die 10. mit größeren Punktabständen. Punkte der 1. und 2. Reihe vor dem Diskus grubig verbreitert, die 1. läßt den Diskus frei und endet mit wenigen schwachen Punkten dahinter, die 2. biegt dem Diskus schwach aus und ist dort außen leicht gekielt. Intervalle sehr zerstreut, etwas rissig punktuliert, die breiten fal- schen Epipleuren ebenso. Epipleuren fein, aber deutlich punktiert.
Augen ohne Spina, Augengrube mäßig groß. Prosternum entenschnabelförmig, vorn leicht abgestutzt, die Seiten bis zum basalen Drittel konkav, fein punktiert. Mesosternum runzelig punktiert. Metasternum mit schmal-zitronenförmiger Umran- dung, vorn + ausgeschweift verengt, hinten offen, sehr fein punktiert, mit nur hinten punktartig angedeuteter Mittellinie. Tibialgruben + aufgelöst, unregelmäßig. Abdomen stark punk- tiert, hintere Tibialgrube furchig. Eine Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Diese Subspecies ist ähnlich der ssp. formosanum, hat aber einen zur Basis breiteren Halsschild, der weniger gerundet verengt | ist. Die Elytrenreihen sind feiner und dichter. Hinsichtlich der Form variiert sie stark zwischen lang- und breitoval. |
Mir lagen Exemplare vor aus Tonkin, Annam, Laos, Cochin- china, Birma und Siam. Leider waren nicht alle Fundorte eindeu- tig oder überhaupt auffindbar.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 49
Meonomma glyphysternum ssp. substriatum Pic. (Echange [39] 1923, No. 414—416, Hors-texte. p. 12.)
Urbeschreibung: ‚„‚Monommides.
Le M. substriatum mihi, de Cochinchine, voisin du precedent (= M. rujum Pic, der Verf.) a les elytres en partie stries, il est plus fonce, noir et tres bril- lant en dessus, les &!ytres sont plus @largis aux @paules.“
Ergänzungen: Eiförmig-elliptisch, ziemlich in der Mitte am breitesten, glänzend glatt, schwarz, Kopf und Halsschild vorn röt- lich. Kopf dicht, vorn feiner punktiert, Halsschild abgesehen vom Vorderrand überall deutlich gerandet, gut doppelt so breit wie lang, nach vorn im Bogen ziemlich stark verengt, Vorderwinkel schwach vorgezogen und verrundet. Scutellum breit herzförmig. Elytren mit je 11 Punktreihen, die 1. verkürzt, vom Diskus unter- brochen und dahinter sehr schwach. Die 2. am Diskus ausgebogen und außen leicht rippig, im gesamten Verlauf etwas vertieft, be- sonders zum Apex zu. 1.—9. Reihe an der Basis mit leicht grubigen Punkten. Zwischenräume fast glatt, die schmalen falschen Epi- pleuren ebenfalls glatt, mit sehr zerstreuten, feinen, nadelrissigen Fünktchen. Epipleuren bis hinten ziemlich breit, amı Innenrand punktiert. Die von großen Ommatidien gebildeten Augen reichen weit ventral und haben schmale, tiefe Augenfurchen. Tarsen kurz. Fresternalfortsatz breit entenschnabelförmig, vorn abgestutzt, mit + konkaven Seiten, fein sparsam punktiert. Metathorax mit nach vorn meist gerade und breit verengter zitronenförmiger Umran- dung, seltener ausgeschweift verengt.
Substriatum ist die verbreitetste und häufigste Subspecies von glyphysternum und scheint mir der eigentlichen Stammart der giyphysternum-Gruppe am nächsten zu kommen. In ihr mußten zweifellos noch verschiedenartige Elemente vereinigt werden, aber eine Aufspaltung ist vorerst alne gewaltsame Maßnahmen nicht möglich und wäre meines Erachtens unverantwortlich. Reicheres Material mit genauen Fundorten wäre dafür nötig.
Von der ssp. tonkineum ist sie verhältnismäßig leicht zu tren- nen, da sie mehr elliptisch und mit vertieften Punktreihen aus- gestattet ist. Der Halsschild ist weniger stark gewölbt, vorn stär- ker verengt und mit schmaler Randverflachung. Das Prosternum ist kürzer und breiter, die Metasternalmitte fast glatt.
Mir lagen Exemplare vor aus Annam, Cochinchina, Cambodja, Siam, Tenasserim, der Malayischen Halbinsel, Birma (Burma) und Assam.
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.1 4
50 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Die Type von M. rufum Pic, 1 5 von Cho-Gasch, VII. 14, Sammlung Pic, entpuppte sich beim Studium als immatures Ex- emplar von M. glyphysternum substriatum Pic. Der Vollständig- keit halber sei hier die Urbeschreibung mit angeführt.
M. rufum Pie (L’Echange, Revue Lineenne, 39, Nr. 416, 1924, p. 12.)
„Oblongus, nitidus, fere glaber, rufus, membris pallidioribus; capite dense punctato; thorace transverso, sparse punctato; elytris parum elongatis postice valde attenuatis, lineato-punctatis, fere instriatis. Long. 4 mill. Tonkin. —
Voisin de fulvum Pic, meins clair et moins large, @lytres sans stries appreciables.‘“
Monomma glyphysternum ssp. laosense Pic. (Melanges exot.-ent.
22.1917. p.2,)
Urbeschreibung: ‚‚Subovatus, postice attenuatus, nitidus, glaber; niger, ely- tris submetallicis, capite antice, thorace pro parte lateraliter, epipleuris, an- tennis pedibusque pro parte rufescentibus. Long. 4—5 mill. Laos. —
Par sa structure tres voisin de M. tonkineum Pic, mais älytres un peu plus courts, stries-ponctudes sur les @lytres moins larges, €pipleures et pattes plus claires.‘‘
Ergänzungen: Elliptisch oval, kaum verengt, kaum metallisch.
Halsschild kurz, mehr als doppelt so breit wie lang, stark ver- engt, weniger gerundete Seiten, mittelfein punktiert. Scutellum breit herzförmig. Elytren mit je 11 Punktreihen, diese fein, ähn- lich wie bei der feingestreiften Form von ssp. tonkineum.
Augengruben vorn flach, klein, Ommatidien groß. Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz. Prosternum entenschnabelförmig, vorn abgestutzt und so breit wie an der Basis, Seiten etwas konkav, Basis gerade, Punktierung mittelfein-stark. Mesosternum ziemlich kräftig, bogig punktiert, mit rippigen Seiten. Metasternum mit zitronenförmiger Umrandung, vorn ausgeschweift verengt. Abdo- men kräftig punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Von der Subspecies substriatum Pie unterschieden durch kür- zeres, stärker gerundet verengtes Halsschild, breiteren und kür- zeren Prosternalfortsatz und etwas schwächere Skulptur der Un- terseite, sonst sehr ähnlich. Außer der Type und einem weiteren Exemplar aus Haut Laos in der Sammlung Pie konnte ich nur noch 2 Vertreter mit nicht genau deutbaren Fundorten aus Laos studieren.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 51
Monomma glyphysternum madrasense ssp. nova. (Tafel VIII, 3
u. 4.)
Holotypus: 4,9x2,9 mm. Länge variiert von 4,5—5,5 mm.
Oval, gewölbt, schwarz mit braunem Unterton, besonders an Kopf und Halsschild, unbehaart. Beine und Antennen braun, letz- tere mit Sgliedriger Keule. Kopf dieht und fein punktiert, Hals- schild gröber, ziemlich dicht, mit einzelnen feinen Zwischenpunk- ten. Seitenrand mäßig gerundet nach vorn verengt, fein gerandet und schmal abgeflacht. Die Punktierung ist zum Rande hin feiner. Schildchen herzförmig, vorn mit einigen wenigen Pünktchen. Ely- tren mit je 11 Punktreihen, diese auch zum Rande hin deutlich, Reihen hinter der Schulterbeule etwas gefurcht, die 10. nicht schwächer als die 9. 1.—3. Reihe vor dem Diskus mit grubig verbreiterten Punkten. Beim Holotypus hat die 1. Reihe vor dem Diskus links 6, rechts 5 Punktgruben, der Diskus bleibt frei und dahinter sind jederseits noch 3 Punkte angedeutet. Intervalle spärlich fein punktuliert.
Unterseite dunkelbraun. Prosternum entenschnabeliörmig, mit breiter Basis und vorn etwas abgestutzt, mittelstark, we- nig dicht punktiert. Mesosternum grubig skulptiert. Metaster- num mit zitronenförmiger Umrandung, diese hinten offen, durch eine Mittellinie geteilt, vorn breit + ausgeschweift verengt (beim Holotypus asymmetrisch vorn links stärker ausgeschweift als rechts), innen kaum erkennbar fein punktiert, außerhalb kräf- tiger, zum Rande lang grubig. Vor der Tibialgrube mit schrägen, unregelmäßigen Furchen und Leisten. Abdomen mäßig kräftig, auch in der Mitte dicht punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augengrube flach und klein. Parameren schlank fingerförmig, dorsoventral gekrümmt, von der Basis zum Apex schwach gerade verengt, die Enden schräg nach innen abgestutzt und verrundet, mit je 5 längeren End- borsten. Penis s-förmig dorsoventral gebogen, sehr dünn und lang, Ende wenig verbreitert und wenig zugespitzt.
Holotypus, ein 5‘, und Allotypus, ein 9, von Madras, India, ex Mus. Murray, Fry Coll., 1905, im British Museum. Je 1 Para- typoid vom gleichen Fundort im British Museum und in der Staatssammlung München.
Die ssp. madrasense variiert ziemlich in der Größe (4,5 bis 5,5 mm) und der Skulpturstärke. Sie ist sehr ähnlich substriatum
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52 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Pie, besonders in den Punktreihen, in der Gestalt erinnert sie mehr an laosense Pic. Das Prosternum ist vorn stärker abgestutzt. Das Abdomen schwächer punktiert als bei laosense. Schildehen normal herzförmig.
Monomma stenotarsoide, C. F. Ancey. (Naturaliste, 3me Annee,
Nr. 52, 15. Mai 1881, p. 413.)
Urbeschreibung: ,‚Long. 5: lat. 23/, mill. Ovale, supra nitidum, micans, rufo-piceum: subtus subrufescens, elytrorum infera margine, tarsis, thoraceque minus obscurioribus, antennis bruneo-rufescentibus. Caput punctulatum dense et obso!ete. Proihorax angulis anterioribus obtusis, subproductis; postieis acutis; tenuiter punctulatum, ad basim sat regulariter rotundatum. Scutellum triangu- lare. Elytrae prothorace triplo longiora, humeris rotundatis, seriebus viginti punetorum impressorum, his prope suturam medio elytrorum desinentibus, mu- nita: inter has series parum dense tenuissimeque squammulosa. Subtus tenue punctatum, punctis leviter squammosis. Pedes punctulati. Ultimum abdominis segmentum impressione una profunda, arciformi instructum.
Cette espece rentre dans la section du Monomma brunneum, Thoms, dont elle se distingue par sa taille plus faible, sa couleur un peu rougeätre en dessus, rougenoirätre et non brune en dessous, par la partie relevce du prothorax sans trace de squammules, par un nombre moins grand de söries de points sur les elytres (20 au lieu de 22), par les squammules tres petites et peu denses entre ces series. enfin par l’absence de ponetuation entre elles.
Elle provient des iles Andaman.‘'
Ergänzungen: Ca. 5,5 mm. Oval, hinten schwach verengt. Schwarzrot, unten etwas heller. Kopf dicht und fein punktiert. Halsschild stark gerundet verengt, mittelfein, mäßig dicht, zum Rande hin kaum kräftiger punktiert, Seitenrand schmal ab- geflacht. Schildchen breit herzförmig. Elytren ziemlich glän- zend. Die 10. der 11 Punktreihen fast ganz obsolet, deshalb gibt Ancey nur 20 an. Punktreihen am Schildchen nur schwach grubig, die 1. endet hinter dem freibleibenden Diskus, etwa in der Mitte der Elytren. Zwischenräume sehr fein und zerstreut rissig punk- tuliert. Epipleuren obsolet und spärlich punktiert, vorn kräftiger.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz. Prosternalmitte fast glatt, entenschnabelförmig, vorn abgestutzt verrundet, Seiten rip- pig. Mesosternummitte schwach schuppig, Seiten schuppig punk- tiert. Metasternallinie zitronenförmig, vorn breit verengt, hinten offen. Nur wenige schräg gerichtete Tibialfurchen, zur Mitte das Metasternum mehr punktiert. 2.—4. Abdominalsegment alveolär punktiert. Die Abdominalfurche verläuft parallel zum Hinterrand.
Parameren und Penis schwach dorsoventral gekrümmt, Penis s-förmig, sehr schlank, Spitze von oben gesehen lanzettlich, seit-
H. Freude: Die Monommiden der Welt 53
lich verrundet. Paramerenspitzen einzeln verrundet, mit einigen längeren Borsten am äußeren Ende.
Die Art ist auf den Andamanen und Nicobaren verbreitet. Sie hat mit M. brunneum Thoms. nichts zu tun, da ihr der Augen- sporn fehlt. Da die Färbung in ausgefärbtem Zustand fast schwarz ist, muß sie nach einem immaturen Stück beschrieben worden sein. Mir lagen 46 Exemplare von den Andamanen und # von den Nicobaren vor, ohne genauere Fundangaben.
Monomma medanense Pic. (Melanges exot.-ent. 20, 1916, p. 1.) (Tafel VIIL, 5.)
Urbeschreibung: „Oblongo-ovatus, nitidus, glaber, capite thoraceque rufo- piceis, elytris nigro-metallicis, infra pedibusque rufo-testaceis. Long. 5 mill. Sumatra: Medan. —
Differe du precedent (= rujicolle Pic, d. Verf.), en outre de la coloration elvtrale, par le prothorax plus fortement ponctue et la forme un peu plus allongee.‘“
Ergänzungen: Variiert zwischen länger und kürzer oval. Ziemlich gewölbt. Kopf tief mittelfein, mäßig dicht, nach hinten zunehmend gröber punktiert. Halsschild nicht ganz doppelt so breit wie lang, also verhältnismäßig lang, nur schwach gewölbt, stark nach vorn verengt, aber erst im vorderen Drittel stärker bo- gig, mäßig dicht und groß, aber flach punktiert, mit kleineren Zwischenpunkten, zum Rande hin zuweilen gröber, aber kaum runzelig; Seiten deutlich gerandet und flach gekehlt. Seutellum herzförmig, etwas punktuliert. Elytren mit je 11 Reihen wenig gedrängter Punkte, die 10. schwächer als die 9., 1.—9. vor dem Diskus grubig, z. T. halbmondförmig. Die 1. Reihe, auf dem Dis- kus obsolet, endet hinter diesem mit wenigen Punkten. Die 2. biegt dem Diskus kaum aus, und ihre Punkte sind dort nur vereinzelt außen schwach gekielt. Intervalle mäßig dicht sehr fein punktu- liert, falsche Epipleuren desgleichen.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augengrube wenig groß und nicht sehr tief. Prosternum entenschnabelförmig, zu- weilen vorn so breit wie an der Basis, fein bis gröber zerstreut punktiert. Mesosternum runzelig punktiert. Metasternum mit schmal zitronenförmiger Umrandung, vorn schmal, ausgeschweift verengt, hinten offen, mit angedeuteter Mittellinie, außerhaib groß grubig punktiert, nur in der Tibialgrube selbst furchig lini- iert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
54 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Mir lag eine Anzahl von Exemplaren aus Sumatra sowie eins von der Insel Nias vor, die dem südwestlich vorgelagerten Insel- bogen zugehört.
Monomma pseudomedanense spec. nova. (Tafel IV, 8, u. VIII, 6.)
5,4x3,3 mm.
M. elliptisch-oval, schwarz, vorn mit braunem Unterton, glatt, glänzend, gewölbt.
Kopf dicht und fein, nach hinten gröber punktiert. Halsschild doppelt so breit wie lang, ziemlich dicht mittelstark punktiert, mit vereinzelten feinen Punkten, Seiten nicht runzelig, stark gerundet verengt, schmal gerandet, etwas aufgebogen. Schildchen breit herzförmig, Basis punktuliert. Elytren mit je 11 deutlichen Punkt- reihen. 1.—9. mit breiten, halbmondförmigen Gruben vor dem Diskus. Die 1. endet hinter dem freibleibenden Diskus mit 3 an- gedeuteten Punkten. Diskus ziemlich breit, die 2. Reihe und in geringerem Maße die 3. biegen seitlich aus und sind dort außen leistenförmig gekielt. Die 10. Reihe mit weitgestellten, etwas schwächeren Punkten als die 9., diese wieder schwächer als die vorhergehenden. Randreihe mit kräftigen, aber entfernt stehenden Punkten. Alle Reihen zum Apex hin feiner werdend. Falsche Epi- pleuren schmal.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, Augengrube seicht. Prosternum entenschnabelförmig, Basis gerade, Hinterecken stark abgerundet, zerstreut fein punktiert. Beim Holotypus ist die linke Vorderecke asymmetrisch seitlich ausgezogen, die rechte normal verrundet. Mesosternum stark und unregelmäßig quer grubig. Metasternallinie breit tropfenförmig, hinten schmal offen; an die- ser Stelle befindet sich ein tiefer Längseindruck, der das Ende einer angedeuteten Mittellinie darstellt. Tibialfurchen lang, leicht schräg, ziemlich parallel, schwach s-förmig. Abdomen dicht und ziemlich tief punktiert, Tibialgrube auf dem 1. Abdominalsegment rippig. Die tiefe Abdominalfurche verläuft parallel zum Hinter- rand.
Der Holotypus, ein 2 aus Penang (es bleibt unsicher, ob Poulo Finang oder Tanjong Pinang gemeint ist, vermutlich wohl das er- stere), befindet sich im British Museum und stammt aus der Coll. Pascoe. |
Die Art sieht oberseits M. medanense Pic sehr ähnlich, hat aber einen kürzeren Halsschild und breiteres Schildehen. Das Mesosternum ist stärker skulptiert, die Metasternallinie um-
H. Freude: Die Monommiden der Welt 55
schließt ein viel breiteres Feld. Die Tibiallinien verlaufen parallel, die falschen Epipleuren sind weniger breit. Es ist anzunehmen, daß die Art auch auf der Malayischen Halbinsel vorkommen wird, insbesondere, wenn es sich um Poulo Pinang handeln sollte. Man könnte deshalb auch daran denken, sie dem Glyphysternum- Rassenkreis anzuschließen. Da die Malayische Halbinsel faunistisch mehr insulären Charakter hat und wegen der großen Ähnlichkeit mit M. medanense Pic rechne ich sie lieber zum insulären Arten- kreis.
Monomma borneense spec. nova. (Tafel IV, 9, u. VIII, 7 u. 6.) 5,5x 9,2 mm.
Oval-elliptisch, dunkelbraun (wahrscheinlich immatur, aus- gefärbt vermutlich schwarz), gewölbt, unbehaart, matt seidenglän- zend. Kopf dicht, vorn fein punktiert. Halsschild ziemlich doppelt so breit wie lang, nach vorn stark gerundet verengt, Punktierung nicht sehr dicht, mit vereinzelten feinen Punkten dazwischen, Sei- ten nicht runzelig, kaum gröber punktiert, deutlich abgesetzt, schmal gerandet. Vorderecken etwas vorgezogen, breit verrundet. Schildchen etwas breit herzförmig, kaum erkennbar punktuliert. Elytren hinten gerundet verengt, mit je 11 Punktreihen, diese zum Rande und Apex hin mehr obsolet, die 10. aber deutlich. Die 1. Reihe endet hinter dem Diskus mit etwa 4 angedeuteten Punk- ten, der Diskus selbst bleibt eine kurze Strecke frei. 1.—9. vor dem Diskus mit vergrößerten Punkten, die bei den ersten beiden z. T. halbmondförmig sind. Die 2. weicht dem Diskus nur schwach seitlich aus. Intervalle fein punktuliert, vom 2. ab + deutlich vom Apex nach vorn zunehmend länger flach gekehlt, das 6. am läng- sten und stärksten, nach außen wieder schwächer.
Augen ohne ommatidienlosen Fortsatz, mit flacher Augen- grube. Prosternum länglich entenschnabelförmig, vorn etwas ab- gestutzt, fein und deutlich gleichmäßig punktiert, schwach ge- wölbt.
Mesosternum nur in der Mitte etwas punktiert, zu den Sei- ten hin zunehmend gröber halbmondförmig gerunzelt. Metaster- num mit vorn zungenförmig ausgezogener, hinten offener deltoid- förmiger Umrandungslinie, angedeuteter Mittellinie und gleich- mäßig deutlicher Punktierung, vorn mit breiter und flacher Quer- impression. Tibiaifurchen ziemlich längsparallel, nur vorn leicht einwärts gekrümmt. Abdomen nur zum Rande gröber punktiert,
56 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
ziemlich gleichmäßig, Tibialgrube runzelig. Abdominalfurche pa- rallel zum Hinterrand.
Holotypus, ein 2 von Martapura, Süd-Ost-Borneo, leg. Do- kerty 1891, Coll. Sharp, im. British Museum.
Die Art erinnert in der Gestalt an meine M. palawanum, ist aber durch die eigenartig gekehlten Elytrenintervalle eindeutig gekennzeichnet.
Monemma raffrayi Thoms. (Typi Monommidarum, Paris 1878,
p..A40.)
Urbeschreibung: ‚‚Patria: Java. — Long. 5 mill.; lat. 3 mill. — Supra ni- grum, nitidissimum; subtus obscure brunneum.
Ovulare, convexum. Caput leviter et confertim punctatum. Prothorax an- tice valde sinuatus, lateribus rotundatus, marginatus, postice paulo sinuatus, tenuiter et confertim punctatus. Scutellum laeve. Elytra seriebus longitud. 20 punctorum instructa, basi medio his punctis squamulosis, magnis, seriebus 2 suturalibus valde abbreviatis, subter hos laevia, inter omnes has series sub- tilissime punctulata, apice subrotundata. Sternum punctis aliquot impressum. Abdomen sat grosse et sat confertim impressum, segmento ultimo medio trans- verse simplice sinuato-lunato. Pedes tenuissime et confertim punctulati.
Obs. M. philippinarum valde approximans, sed capite minus valde punc- tato, prothorace autem minus valde punctato, elytrorumque punctulatione vali- diore, discrespat.‘‘
Ergänzungen: Diese erwähnten Unterschiede zu M. philippi- narum sind nicht sehr eindeutig, da M. philippinarum schwach und kräftig punktulierte Varianten zeigt. Eindeutig ist die breiter ei- förmige Gestalt und die breitere Augengrube bei M. raffrayi. Die Art hat wie alle indo-australischen Monommidae 22 Punktreihen, wenn man die Randreihe mitrechnet. Im Vergleich zu der etwas vertieften 7.—9. Punktreihe ist die 10. feiner, aber bleibt immer deutlich. Die Art ist auch ähnlich M. doriae Gestro, aber schlan- ker, etwas gröber punktiert, mit weniger tief ausgeschnittenem Halsschild. Prosternum weniger breit, Mesosternum, Metasternal- seiten und Abdomen sind kräftiger punktiert. Mesosternum zitro- nenförmig umrandet.
Die Art, von der mir einschließlich der Typen 85 Exemplare vorlagen, variiert ziemlich in der Größe, etwa zwischen 6 x 3,5 und 4,5 x 2,8 mm. Sie ist die häufigste und verbreitetste Art Javas, ist auch auf Borneo vertreten und geht nördlich bis auf die Malay- ische Halbinsel (Kuala Lumpur). Sicher ist sie auch auf Sumatra anzutreffen, von wo ich allerdings noch kein Exemplar zu Gesicht
bekam.
H. Freude: Die Monommiden der Welt Sl
Von den # Cotypen im Museum Paris (Sammlung Thomson) erhob ich die von Thomson mit dem Namensetikett versehene er- ste, 1 9, zum Lecto-Holotypus. Eine der CGotypen erwies sich als M. drescheri spec. nov., das die M. rafjrayı Thoms. ähnlichste Art der Spinatimonomma darstellt.
Die Type von M. ruficolle Pic, die ich in der Sammlung Pic studieren konnte, stellte sich als etwas unausgefärbtes Exemplar von M. raffrayı 'Thoms. heraus. Ob man die Vertreter Borneos als besondere Rasse von M. rafjrayı Thoms. auffassen kann, ließ sich wegen zu geringen Materials von dort nicht entscheiden, ich habe aber nicht den Eindruck einer bemerkenswerten Differenz von den javanischen Exemplaren. Der Vollständigkeit halber sei hier
noch die Urbeschreibung von M. ruficolle Pie gegeben.
Menomma ruficolle Pic. (Melanges exot.-ent. 20, 1916, p. 1.)
Urbeschreibung: ‚Oblongo-ovatus, nitidus, glaber, rufus, capite brunnes- cente, elytris cupreis. Thorace mediocre sat sparse punctato; elytris indistincte striatis, lineato punctatis. Long. 4,5 mill. Borneo: Brunei. —
A placer pres de M. splendidulum Frm., distinct a premiere vue par le prothorax plus clair.‘
Monomma palawanum spec. nova. (Tafel IV, 10 u. 11, u. VIII, 9.)
5x3 mm.
Eiförmig, ziemlich gewölbt, braun (nach anderen, mir inzwi- schen zugegangenen Stücken immatur, normal schwarz, mit vorn in der Mitte rötlichbraunem Halsschild).
Kopf dicht punktiert, Halsschild weniger dicht, doppelt so breit wie lang, Seiten mäßig gerundet, Vorderecken kräftig vor- gezogen, verrundet, Punktierung an den Seiten dichter. Scutel- lum herzförmig. Elytren mit je 11 deutlichen Punktreihen. 1. ver- kürzt, an der Basis wie 2. und 3. grubig, auf dem sehr kleinen Dis- kus obsolet, dahinter mit noch einigen Punkten. 2. biegt dem Dis- kus kaum aus. 10. deutlich und sogar wie die 9. und 8. etwas vertieft. Intervalle deutlich, mäßig dicht punktuliert. Elytren be- sonders im letzten Drittel randförmig abgeflacht.
Antennen ziemlich kurz. Augen haben keinen ommatidien- losen Fortsatz. Prosternum entenschnabelförmig, vorn so breit wie an der Basis. Mesosternum stärker skulptiert als das mäßig punk- tierte Prosternum. Metasternum mit zitronenförmiger Umrandung des Mittelraumes, vorn ziemlich breit und an den Vorderseiten bogenförmig ausgerandet, spärlich fein punktuliert. Tibialfurchen
58 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gsg. Frey, Bd. 6, 1955
an der Basis ziemlich gerade längs gerichtet. Abdomen mittelstark punktiert. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand. Beine dicht und kräftig punktuliert.
Holotypus, ein 5' von Süd-Palawan, im Riksmuseum Stock- holm.
Allotypus, ein @ aus Süd-Palawan, in Coll. Pic, Les Guer- reaux par St. Agnan.
1 Paratypoid vom selben Fundort in der Zoologischen Staats- sammlung in München.
Die Art ist nahe verwandt mit M. philippinarum Thoms., das auch auf den Palawan-Inseln vorkommt. Sie ist etwas kürzer oval und kleiner, das Mesosternum etwas länger, die Metathoracallinie vorn breiter, die Tibialfurchen mehr längsgerichtet, die äußeren Funktreihen etwas furchig vertieft, der Thorax breiter und feiner punktiert, seine Seiten stärker gerundet verengt. Die Art stellt gewissermaßen das Bindeglied zwischen M. philippinarum und raffrayı dar.
Ihre Parameren sind lang fingerförmig, dorso-ventral gebo- gen, das schwach schräg abgestutzte und verrundete Ende ziem- lich dicht fein beborstet.
Monomma philippinarum Thoms. (Ann. Soc. Ent. France, 1860, p- 24.) (Tafel VIII, 10.)
Urbeschreibung: „‚Patria: Ins. Philip. — Long. 5Ys mill.; lat. 31/, mill. — Tab. 2, fig. 6. —
Nigrum, nitidum, glabrum, antennae palpi, tarsique obscure brunnea. Ca- put confertim punctulatum. Prothorax transversus, angulis anterioribus pro- duetis rotundatis, posticis acutis, crebre et confertim punctulatus. Scutellum triangulare. Elytra elliptico-ovalia, prothorace quasi triplo longiora, humeris rotundatis, seriebus longitudinalibus 22 punctorum sat distinctis, sed non pro- fundis, instructa, inter has series tenuissime et irregulariter punctulata, antice prope suturam paulum squamulosa; epipleura sublaevia. Sternum abdomenque lateribus squamulosa, in medio sat confertim punctata. Abdominis segmentum ultimum simplice lunatum. Pedes tenuissime et sat confertim punctulati.
Precedente (= brunneum Thoms., d. Verf.) minus robustum, et elytrorum punetulatione mulitum plus obsoleta, differt.‘‘
Ergänzungen: Langoval. Kopf nach hinten zu gröber punk- tiert, Halsschild mittelstark, mit vereinzelten feinen Zwischen- punkten, seitlich nicht runzelig. Schildchen herzförmig. Punkte der 1.—3. Reihe vor dem Diskus grubig halbmondförmig. Die 1. Reihe, auf dem Diskus völlig obsolet, endet mit wenigen Punkten hinter diesem. 2. und 3. Reihe biegen dem Diskus schwach aus,
H. Freude: Die Monommiden der Welt 59
auch die 2. ist seitlich kaum gekielt. 10. nicht schwächer als die 9., diese hat höchstens in der Höhe der Verbreiterung der falschen Epipleuren einige etwas größere Punkte. Die Intervalle sind zer- streut fein, schwach rissig punktuliert, ebenso die mäßig breiten falschen Epipleuren.
Kein ommatidienloser Augenfortsatz vorhanden, Augengrube klein und flach. Prosternum + breit entenschnabelförmig, vorn so breit wie an der Basis. Mesosternum kurz, mäßig grob punktiert, zum Rande alveolär. Metasternum mit hinten offener, zitronen- förmiger Umrandung, vorn + stark ausgeschweift verengt. Tibial- furchen schräg, kurz und unregelmäßig. Abdomen mittelstark punktiert, Mitte und Seiten gleichartig. Abdominalfurche parallel zum Hinterrand.
Die Type, ein , konnte ich im Museum Paris studieren, außerdem lagen mir weit über 100 Exemplare der Art vor. Sie variiert wie viele Monommidae ziemlich stark. Es deuten sich leichte Unterschiede zwischen den Bewohnern der größeren In- seln an, diese wären aber meines Erachtens höchstens variations- statistisch erfaßbar mit noch weit umfangreicherem Material von den einzelnen Inseln.
M. philippinarum Thoms. ist neben M. doriae Gestro die Art des indo-australischen Gebietes, die am stärksten zu Metallglanz neigt. Die meisten Vertreter zeigen zwar nur eine leichte Andeu- tung, andere wieder haben ihn in erstaunlich hohem Maße aus- gebildet. Die Staatssammlung in München besitzt ein Stück aus Luzon, dessen Halsschild schwarz ist, dessen Elytren aber stark kupferig glänzen. Es wäre verfehlt, diese metallischen Stücke als besondere Subspecies oder gar Art anzusehen, denn die übrigen Strukturelemente weichen von den nichtmetallischen Exemplaren nicht ab. Allenfalls dürfte es sich um ökologische Rassen handeln. Die Metallfarben bei Käfern beruhen bekanntlich auf Interfer- renz-Erscheinungen, die durch die dünne Oberflächenlamelle her- vorgerufen werden, sind also Strukturfarben, keine echten Farben. Je nach der Dicke dieser Lamelle kann die Farbe verändert wer- den. Sogar postmortale Veränderungen sind möglich. Die Ursache für eine dickere oder dünnere Ausbildung der Oberflächenlamelle dürfte in dem Microklima der jeweiligen Gebiete liegen, besonders in den Feuchtigkeitsverhältnissen, die wieder vielfach durch die Höhenlage bestimmt werden. Es wäre sehr interessant, diese Zu- sammenhänge einmal genau zu studieren, wozu M. philippinarum
Thoms. ein dankbares Objekt abgäbe.
60 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Monomma semiaeneum Pic. (L’Echange, Revue Linneenne, 39, Nr.
416, 1924, p. 12.) (Tafel IV, 12, u. VILL, 11.)
Urbeschreibung: ‚‚Oblongus, nitidus, glaber, niger, elytris subaeneis; capite dense punctato; thorace transverso, sat fortiter et sparse punctato; elytris parum elongatis, postice paulo attenuatis, lineato-punctatis, intervallis minute punc- tatis. Long. 6 mill. Mindanao (ex Baker). —
Voisin de Doriae Gestro, plus allonge, t&te plus densement ponctuee, etc.“
M. semiaeneum Pic ist eine langgestreckte Art aus der Ver- wandischaft von M. philippinarum 'Thoms. Sie ist im ganzen fei- ner, aber dichter punktiert, besonders Halsschild und Abdomen. Elvtren kaum verengt, Punkte der ersten 3 Reihen vor dem Diskus weniger stark vergrößert. Prosternalfortsatz vorn breit, Mesoster- num länger und Metasternallinie vorn breiter, kaum eingeschnürt.
Die Type, 1 5' aus Butuan, konnte ich in der Sammlung Pic studieren; außerdem erhielt ich aus dem U. S. National Museum eine ziemlich einheitliche Serie der Originalausbeute von Baker, die bis auf 1 Exemplar aus Basilan alle von verschiedenen Fund- orten auf Mindanao stammten.
M. marginatum Pic ist Synonym zu M. semiaeneum Pic, wie ich durch T'ypenvergleich feststellen konnte. Die Type, 1 2 von den Philippinen, v. Bruchs leg., befindet sich in der Sammlung Pic. Sie stellt nur eine besondere metallische Variante dar.
Menromma marginatum Pic. (Melanges exot.-ent. 62, 1933, p. 13 bis 14.)
Urbeschreibung: „Oblongus, subovatus, nitidus, rufescens, capite thorace- que pro majore parte nigro-metallicis, elytris aeneo-cupreis, lateraliter viride marginatis, his minute striato-punctatis. Long. 5 mill. iles Philippines. —
Ressemble a semiaeneum Pic, en differe par la coloration non entierement foncee de l’avant-corps et les Elytres margines d’une autre coloration.‘
Monemma doriae Gestro. (Ann. Mus. Civ. Genova, Vol. III, 1872, p- 51.)
Urbeschreibung: ‚‚Supra nigro-aeneum micans, glabrum, subtus rufo-brun- neum. Äntennae et palpi rufescentes. Caput confertim punctatum. Prothorax niger nitidis, margine antico paullum rufescente, transversus, angulis antieis productis obtusis, postieis acutis, confertim punctulatus. Scutellum triangulare. Eiyira elliptico-ovalia, prothorace duplo et dimidio longiora, humeris rotun- datis, ambo seriebus distinetis 9 longitudinalibus punetorum praedita, inter has series haud punctulata; antice prope suturam foveolis semilunaribus sat profundis ornata. Sternum in medio obsoletissime et sparsim punctulatum, late- ribus punctato-rugosum. Abdomen obsolete punctatum, segmento ultimo uni- lunato. Pedes tenuissime et crebre punctulati. — Long. 6 mill. — lat. 34/5 mill.
H. Freude: Die Monommiden der Welt 61
Cinque esemplari de questa specie furono raccolti a Borneo nel territorio di Sarawak dai Sig."! Doria e Beccari.‘
Ergänzungen: Die Art ist besonders breit elliptisch, hinten nicht verengt. Prothorax fein punktiert, mit eingestreuten noch feineren Punkten, seine Seiten nicht runzelig, schmal abge- setzt und fein gerandet. Scutellum herzförmig. Elytren mit je 11 Punktreihen (einschließlich der Randreihe), 10. fein und ent- fernt punktiert oder nur in der Mitte durch einige Punkte an- gedeutet, sonst obsolet. 1.—3. Reihe vor dem Diskus grubig verbreitert. 1. endet hinter dem freibleibenden Diskus mit we- nigen angedeuteten Punkten. 2. weicht dem Diskus seitlich et- was aus und ist dort außen wellig gekielt. Trotzdem ich den Typus nicht studieren konnte, wage ich zu behaupten, daß die Intervalle im Gegensatz zur Urbeschreibung sehr fein und ent- fernt punktuliert sind. Ein mit dem T'ypus verglichenes Exemplar hat mir vorgelegen, und dieses war punktuliert. Nach meinen Stu- dien gibt es im Gebiet überhaupt keine Art mit unpunktulierten Intervallen.
Augen ohne ommatidienlosen Sporn. Prosternum breit enten- schnabelförmig, vorn abgestutzt und zuweilen so breit wie an der Basis, Seiten + konkav, Basis leicht konvex, Punktierung mittel- fein, wenig dicht, Mesosternum meist gröber punktiert. Metaster- num mit schmal zitronenförmiger Umrandung, Tibiallinien kurz, ++ bogig, schräg, zum Vorderrand mehr gerade. Abdomen kräftig punktiert, nach vorn feiner, Seiten gröber. Eine Abdominalfurche paralle! zum Hinterrand, zuweilen seitlich etwas verbreitert.
Penis breit nadelförmig mit schwach verbreiterter und etwas abgesetzter Spitze. Parameren lang-fingerförmig, schwach dorso- ventra!l gekrümmt, etwas gerade verjüngt, Enden können wieder leicht divergieren, diese sind etwas schräg verrundet, mit 5 grö- ßeren Borsten am äußeren Ende.
Die Art, von der mir rund 80 Exemplare vorlagen, ist beson- ders in Borneo häufig, wo sie auch noch in Höhen von 2000 bis 2300 m gefangen wurde (Mt. Murud, leg. Mjoberg). Sie kommt aber auch auf Sumatra und in einer Subspecies auf der Malayi- schen Halbinsel vor.
Monomma doriae ssp. singaporense Pic. (L’Echange, Revue Lin-
neenne, 39, Nr. 416, 1924, p. 12.) (Tafel IV; 13.)
Urbeschreibung: ‚‚Subovatus, nitidus, glaber, niger, thorace antice, an- tennis, tarsis abdomineque rufescentibus; capite sat dense punctato: thorace
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62 Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
transverso, fortiter sat sparse punctato; elytris subovatis, ad medium valde cen- vexis, minute lineato-punctatis, intervallis minutissime punctatis. Long. 5 mill. Singapore (ex Baker). — Tres different du precedent (= semiaeneum Pic, d. Verf.) par la forme, les elytres plus finement ponctues et noirs.‘“
Diese von Pic beschriebene Art kann meines Erachtens nur als Subspecies von doriae Gestro angesehen werden. Sie ist weniger metallisch als die Stammart, der Metallglanz kann ganz fehlen. Ihr Halsschild ist weniger stark verengt. Die Seiten des Proster- nums sind kaum konkav, fast gerade, und die Basis ist gerade, bei doriae leicht konvex.
c) Species incertae sedis.
Monomma splendidulum Fairmaire. (Not. Leyd. Mus. V, 1883, p. 39.) (Deseriptions de Coleopteres Heteromeres de L’Ile de Salayer.)
Urbeschreibung: „Long. #1/s millim. — Ovatum, postice attenuatum, con- vexum, fuscoaeneum, nitidum, capite obscuro, prothorace lateribus et antice paulo picescente, subtus fuscum, minus nitidus, ore, antennis, pedibus elytro- rumque margine reflexo castaneo-piceis; capite convexiusculo, densissime punc- tato, antice fere truncato; antennis brevibus; prothorace trapeziformi, lateribus vix arcuatis, subtiliter sat dense punctato; scutello parvo, punctulato; elytris ante medium postice attenuatis, striatis, striis parum profundis sed sat fortiter punctatis, apicem versus paulo minus impressis, intervallis planis, subtilissime vix perspicue punctulatis, margine externo sat lato; metasterno lateribus strigoso.
Differe du M. Rajjrayi Thoms., de Java, par sa taille un peu moindre, sa coloration un peu metallique, et le stries des @lytres entieres, ä peine plus faibles en arriere, ponctuees mediocrement et €galement.‘
Die Art ist vermutlich eine Aspinatimonomma, da diese zu Metallglanz neigen.
d) Anhang: Ausgeschiedene Vertreter.
Monemma? japonicum Motsch. (Etudes Entomologiques, Victor de Motschulsky, Neuvieme annde, 1860, p. 18.)
Urbeschreibung: ‚Mon. nigritae Guer. sed angustiore, elytrorum striis di- stinete punctatis; ovatum, postice subattenuatum, convexum, nitidum, nigrum; capite subconvexo, subtiliter punctulato; thorace transverso, convexo, punctu- lato, basi bisinuato, utrinque impresso, lateribus subarcuatis, angulis subrectis, anticis subrotundatis, non prominulis; elytris thorace vix latioribus, postice attenuatis, apice rotundatis, regulariter punctato-striatis, humeris subelevatis. Long. 1°/, 1. — lat. %/, 1.“
H. Freude: Die Morommiden der Welt 63
Die Größe von nur 3,5 mm sowie die nicht vorgezogenen Vor- derwinkel lassen es meines Erachtens ausgeschlossen erscheinen, daß es sich um eine Monommide handeln kann, sofern sie im indo- australischen bzw. dessen Randgebiet beheimatet sein soll. Wie mir Herr Dr. Takehiko Nakane mitteilte, handelt es sich nach den Angaben von Lewis um eine Erotylide, Tritoma nipponensis Maaki.
3. Bestimmungsschlüssel der indo-australischen Monommiden:
Zur Bestimmungstabelle möchte ich bemerken, daß ich mich bemüht habe, diese so einfach wie möglich zu gestalten. Trotzdem bin ich mir darüber im klaren, daß es für den, der sich in der Fa- milie noch nicht auskennt, nicht immer leicht sein wird, auf die richtige Art zu kommen, wenn es an Vergleichsmaterial fehlt. Als gewisse Kontrolle habe ich deshalb jeweils die Gebiete des Vor- kommens beigefügt. Schwierigkeiten dürften sich im übrigen nur dort ergeben, wo ich mangels reicheren Materials die Variations- breite der Arten nicht erfassen konnte. In diesen Fällen kann schließlich nur der eingearbeitete Spezialist entscheiden.
A’ Augen auf der Unterseite des Kopfes mit einem ommatidien- losen Spornfortsatz (Spina) . . Subgenus Spinatimonomma, I.
A” Augen auf der Unterseite des Kopfes ohne ommatidienlosen Fortsatz, normal verrundet . Subgenus Aspinatimonomma. II.
I. Spinatimonomma.
1° Elytren mit roten Makeln . . ... 222... BR 1” Elytren ohne rote Makeln . . . 0 2’ Elytren mit gleichbreiter, Daeidkeinnger Makel Sale zunı
Seitenrand (Philippinen) . 2... rufolineatum Pic
2” Elytren mit Praktuakeln Zelten zusammengeflossen, dann aber eingebuchtet bandförmig . . . RR 3° Elytren mit nur 2 Parkuakeln vor dem’ RR (Java)
0 Rene Me u A Eu EEE nideki sp. nov. 3” Elytren mit Humeral- und Apikalmakeln . . . .....4 # Humeralmakeln dunkel, Apikalmakeln leuchtend (Malayische
Halbinsel). . . . . 2.2... Scheini sp. nov. 4” Humeral- und Nkelmakeln edaedare entweder matt oder
ed ne 5 Kleiner (4 mm), Makeln wenig leuchtend (Ceylon) . horni Pic
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5
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Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Größer (über Fr Makeln leuchtend (Philippinen, Borneo) _. quadrimaculatum Waterh. auf Bo Mi SSp. rafonslauın Pie) Die 3 äußersten Punktreihen zum Apex auffallend furchig vertieft (Hinterindien) . . . . . . .. . trisulcatum sp. nov. Die 3 äußersten Punktreihen zum Apex nicht auffallend ver- tele ua N a 1 aa Die 2 ersten Punk der Flytre it dein Disiu: unter- brochen . . . 8 Höchstens die 1. Bene ie dern Diele intecbeden Ss (Bei M. sparsepunctatum Pie ist die Unterbrechung der 2. Punkt- reihe nicht immer deutlich, es werden nur die großen grubigen Punkte in Höhe der Mitte des Diskus plötzlich von sehr feinen abgelöst. Stammt das Tier also von den Philippinen, siehe unter 6) Kleiner (ca. 4,5 mm), glänzender, feiner punktiert; 1. Punktreihe endet vor dem Diskus: Prosternum kürzer, abgerundet recht-
eckig, Seiten fast parallel (Sibuyan, Philippinen) . . bakeri Pic
" Größer (ca. 6 mm), 1. Punktreihe hat hinter dem freibleibenden
Diskus noch einige feine Punkte; Prosternum entenschnabel-
förmig, Seiten zur Basis stärker ausgeschweift, länger als bei
Be Se Paney, Philippinen) . sparsepunctatum Kür:
Die 3. Pe ist am Din auf der Außenseite nicht kiel- förmig erhaben, biegt dem Diskus seitlich nicht aus (Vorder- indien, Australien?)=.. .. 2.0 . EV W 0 re)
Die 2. Punktreihe ist am Diskus auf der Außenseite kielförmig erhaben, zuweilen unzusammenhängend oder wellig gekielt, und biegt dem Diskus seitlich meist bogig aus... . . 14
Kleiner (5 mm), Parameren schräg nach innen etwas abgestutzt, Metasternallinie umfaßt ein schmaleres, nach vorn kaum und besonders nicht ausgeschweift verengtes Feld (nördl. Vorder- indien) . .. „nu... un ar se abHiblomiep Ro, Größer (5,5—/ mm), Parameren am Ende einzeln verrundet, Metasternallinie sehr breit, nach vorn ausgeschweift vereugt. 10. Punktreihe sehr fein, teils sogar obsolet, Punktreihen ins- gesamt‘. feiner... Mn. ae
10. Punktreihe kaum schwächer als die 9., Punktreihen gröber.
13
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H. Freude: Die Monommiden der Welt 65
Prosternum kürzer, entenschnabelförmig, Halsschild gedrunge-
ner (Australien?) . .. . .. . australe Thoms. Prosternum länger, er Halsschild gestreckter (nordwestliches Vorderindien) . . brunneum resinorum Hope.
Kleiner (ca. 6 mm), weniger gestreckt, Punktreihen etwas weni- ger grob, Prosternumseiten mehr konkav (Südindien, Ceylon)
brunneum brunneum Thoms. Größer kon 7 N etwas er Punktreihen streifig ver- tieft, Prosternum mehr parallelseitig, breiter (süd-östliches Vor-
derindien). . . . . ........... brunneum striatipenne Pic Größer als 5,8 mm . . . 2. 2 2 2 2 nn nn 2... 19 Kleiner als 5,5 mm . . . eich. lo
Breitoval, hinten nicht Bee 1 he am Dress picht unter- brochen, 2. biegt dem Diskus nicht deutlich aus; Ommatidien begrenzen die breite Augenspina in konvexer Linie; Parameren mit langer, geschwungener Wimpernleiste (Neuguinea) .
novaguinense sp. nov. Oxal, nen dh a 1. ae am Diskus unterbrochen, 2. biegt deutlich seitlich aus. Ommatidien begrenzen die schlanke, breitbasige Sal in fast konkaver Linie (Burma)
ıP birmanense sp. nov.
slidien treten A an ae eigentliche Wurzel der gleich- breiten, schlanken Spina heran, diese deshalb ohne breitere Basis, übergangslos dem Auge angesetzt... .....1? Ommatidien lassen am Augenrund eine Basis für die Spina frei, diese beginnt breit und verschmälert sich zum Ende hin Größer (5 mm), schlanker, hinten verengt, Spina kürzer, 2. Punktreihe weicht dem Diskus nicht deutlich aus (Burma) ee u hayeki sp. nov. Kleiner (3,5 mm), hinten nicht verengt, Spina länger, 2. Punkt- reihe biegt dem Diskus deutlich seitlich aus (Burma)
gracilifulvum sp. nov. Ommatidien lassen nur einen schmalen Saum des Augenrunds
frei, der sich plötzlich in die schlanke, fast parallelseitige Spina
verengt (Engano Inseln) . . . . . 2.2... .. basipenne Pic Ommatidien lassen einen breiteren Saum des Augenrundes NEN. 2... ee REES RCERBER. Elytren zum Bo a ee EEE TEE 20 Elytren zum Apex wenigstens leicht verengt . . .... . 21
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H.1 B)
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Entom. Arbeiten aus dem Museum Ge. Frey, Bd. 6, 1955
Punktreihen ziemlich grob, zum Apex kaum feiner; Spina schlank; Diskus breit; Prosternum glockenförmig (Tenasserim)
’ A . obenbergeri sp. nov. Punltteiteh aus deinem SB deutlichen Punkten, zum Apex und Seitenrand feiner; Spina breit; Prosternum länglich enten- schnabelförmig bis ee verrundet (Borneo, Sumatra, Ma- lakka)ı« 24. 1 21200 - 2... pseudodoriae sp. nov. (auf Sumatra und Mala mit feet 10 Punktreihe, etwas nach vorn verlagertem Diskus, kürzerer Spina und breiterem
Prosternum . . . 2020202020... 8Sp. sumatranum nov.) 5mm und de RE La a PR DEREN LEE > Kleiner als 5 mm . . . .".. 020 Fer Se De
Größer (5,5 mm); Halsschild stärker gebogen verengt; Spina mit großer, breiter Basis, die von den Ommatidien senkrecht begrenzt wird, sich stark verengt und als schlanker, parallel- seitiger Haken endet; Prosternum lang und schlank enten- schnabelförmig (Java). . . . 2... drescheri sp. nov. Kleiner (5 mm). alschileieen ade gebogen; Spina- basis weniger groß und breit, Ende schwächer gebogen; Pro- sternum mehr verrundet rechteckig (Mindanao) . Re Re . chapini sp. nov. DRinlaserhe De dein Pieks nicht erkestialhä aus; Proster- num Sinseahnabeliirnse vorn schlank; Metasternum vorn sehr breit abgestutzt verrundet, hinten breit oflen (Indien) similifulvum sp. nov. SePamktreihe De em Die deutlich seitlich aus; Proster- Eee a S Metasternallinie pfirsichförmig, vorn leicht abgestutzt, hinten geschlossen; Spina mit breiter, großer Basis, die von den Ommatidien in konvexer Linie begrenzt wird (Tonkin) er u stevensi sp. nov. Metaftörnallisiie und Spina anders NIE AR DR Spina lang und schlank; Gestalt breiter ol a DEE . longispinum sp. nov. Spina erh lan .. 1 Punktreihen der Elytren fein, vor dem Diskus a srubig; Spina schlank, dornförmig, ziemlich kurz, leicht gebogen, Basis wenig breit, deutlich von der Augenrundung abgesetzt (Java) javanum sp. nov.
Ds Eh se vor en Diskus stärker grubig . 27
| |
H. Freude: Die Monommiden der Welt 67
27
»7.?
1
ig
2?
Sehr grob punktiert; Spina stumpf keilförmig, allmählich ver- jüngt; Mesosternum kurz (Indien). . . . . . . fulvum Pic (Mit längerem Halsschild und weniger gerundeten Seiten; Pro- sternum vorn völlig verrundet [Nordindien]
BR. : Ssp. dehzsdmenee on) Schiger Srob en det enkii auffallend lang; Spina stark ausgeschweift verengt, die breite Basis von den Oo tidien leicht konkav ausgebuchtet; Tibialfurchen lang, nach hinten gegabelt (Tenasserim) . . . . tenasserimum spec. nov.
il. Aspinatimonomma
Breitelliptisch, nicht verengt, 10. Punktreihe sehr fein, entfernt punktiert oder obsolet, Dina emetlhec (Borneo, Sumatra, Malakka) . “ur 2.2... doriae Gestro EN ernalseiten fast ie en etwas trapezlörmig,
Basıs fast gerade, kaum konkav; weniger metallisch [Malayische Halbmsell:=. . 2. 2.0200 2.2080 4 SSp. EREEIERIE Pic) Oval bis al se Bu. Intervalle am Apex deucheh aan Geh nr 6. am een und stärksten, beiderseits davon er kürzer und schwä-
cher (Borneo). . . 2.20... borneense sp. nov. Intervalle nicht re dealer Punkleeihen zum Apex schmal rinnig vertieft . . . . er Dh a Metasternalmitte breit eiförmig iR Re er mig umrandet Metasternuum mit me oder schmalerem Mittel- ield" ......'. ee Rs
Blech zum Abıex che verengt, De De loyar 2. Reihe biegt stärker aus, 10. Reihe mit entfernteren Punkten als die 9.; Prosternum schlanker (Penang) RL, Pe neHar nee sp. nov. Hbiten zum RR verengt, er länglich, hinten auslaufend, 2. Reihe biegt nur schwach aus, Punkte der 10. Reihe gleich dicht wie die der 9.; Prosternum breiter (Malayische Halb-
insel). .—_. -. .. .„ glyphysternum substriatum Pic partim 10. Punktreihe wesentlich feiner und schwächer als die 9. . . 6 10. Punktreihe so kräftig oder wenig schwächer als die 9.. . 8
j Elytren hinten nicht verengt, 93. Punktreihe am Diskus schwach
gekielt; Prosternum entenschnabelförmig, vorn sehr breit und abgestutzt; Metasternallinie birn- bis zitronenförmig (Minda- nao, Basilan, Philippinen) . . . . ... .. . semiaeneum Pic
5*
68
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
67 u”
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1 0”
11 1 1”
1
127°
15;
Elytren hinten verengt . . . . N ne, 3. Punktreihe am Diskus außen zekicle, Prostanamees enten- schnabelförmig, vorn ziemlich breit und etwas abgestutzt; Meta- sternalmitte we (Nicobaren, Andamanen). . stenotarsoide 3, Punliräie am Dia allen nacht gekielt; Prosternum gänse- schnabelförmig, vorn schmaler und mehr verrundet; Metaster- nalmitte schmal zitronenförmig (Sumatra) . . medanense Pic 10. Punktreihe etwas schwächer als die 9.;, Prosternum mehr rechteckig-verrundet, Seiten nur schwach konkav (Java, Bor- neo, Sumatra, Malayische Halbinsel). . . . raffrayi Thoms. 10. Punktreihe so kräftig wie die 9.; höchstens im vorderen Drittel etwas schwächere und entferntere Punkte . . . .9 1. Punktreihe auch auf dem Diskus erkennbar, höchstens ganz kurz unterbrochen . . a er te 1. Punktreihe auf dem Dias obseleek EIER FIR N OR SC | 1. Punktreihe kurz (2 Punkte) unterbrochen oder diese Punkte sehr fein; Prosternum entenschnabelförmig, vorn ziemlich breit (Palawan-Inseln) . . . he . „ palawanum sp. nov. 1. Punktreihe auf dem Drelns so erAfeie wie ihre letzten Punkte; Prosternum rechteckig, Seiten nur schwach konkav, vorn wenig schmäler als an der Basis (Riu-Kiu, Japan) . glyphysternum I Mars. Nein alinie breit zitronenförmig . . av. Metasternallinie schmal zitronenförmig bis he ae, lanzett- licher ne ne ne ee Punktreihen ner nicht vertieft, Punkte selbst aber auf der glatten Fläche schärfer gerandet; Halsschildvorderecken größer, Seiten weniger gerundet (Philippinen) . philippinarum Thoms. Punkte gröber, vertieft, aber weniger scharf gerandet; Hals- schild leer gerundet verengt.. . . . ‚14 Nach vorn etwa gleich stark verengt wie ad tu Schuld tern weniger vortretend . | ara bee Pie ne |
? Nach en länger verengt, Schultern stärker vortretend . 14
Halsschild stärker gewölbt, nach vorn eingezogen verengt glyphysternum chinense ssp. nov. Halsscild laden. sewölbt, vorn weniger eingezogen . u glyphysternum formosanum Pic he deln N auch am Apex (Madras) . |
. glyphysternum madrasense ssp. nov. |
H. Freude: Die Monommiden der Welt 69
15” Punktreihen feiner . . . ER | 6
16’
416"
17’
rk
Mehr elliptisch oval, weniger ee Halkedıld breit, et vorn stärker verengt: im ganzen schwächer skulptiert, Punkt- reihen nicht traifız vertieft (Laos) mn Tree Pic Mehr Dal, ala: ee Halsschild weniger nach vorn ver- engt; Punktreihen meist stueilte verlieile 20.020 ware Länger oval, stärker verengt, Punktreihen sehr deutlich, aber kaum vertieft, Punkte rundlich, Intervalle spärlich fein punk- tiert; größer (6 mm) als die folgende Subspecies (Tonkin) . m: . glyphysternum tonkineum Pic Kleiner (5,2 in. er oval; Punktreihen etwas streifig ver- tieft, Punkte teils länglich; Intervalle stärker punktiert (Malayi- sche Halbinsel, Annam, Tonkin, Gochinchina, Siam) . glyphysternum substriatum Pic partim
4. Systematische Übersicht der Monommidae des indo-australischen
Gebietes
I. Spinatimonomma subgen. nov.
1. brunneum-Gruppe
Monomma brunneum brunneum Thoms.
ah % resinorum Hope h & striatipenne Pic # australe Thoms.
m brittoni spec. nov.
5 trisulcatum spec. nov.
2. fulvum-Gruppe
Monomma horni Pie
® fulvum fulvum Pic
” » .dehradunense subspec. nov. s similifulvum spec. nov.
sn longispinum ,, ”
= sracilifulvum ,, _,,
RN obenbergeri ts
® tenasserimum _„,
” stevensi 5, i
= hayeki
70 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
3. basipenne-Gruppe
Monomma scheini spec. nov.
5 birmanense spec. nov.
a pseudodoriae pseudodoriae spec. et subspec. nov s 5 sumatranum subspec. nov. n javanum spec. nov.
u nideki Bar
Br dresheri „
m basipenne Pic
RE chapini spec. nov.
5 sparsepunctatum Pic
2 bakeri Pic
M rufolineatum Pic
4. quadrimaculatum-Gruppe
Meonomma quadrimaculatum quadrimaculatum Waterh. s. e rufonotatum Pic novaguinense spec. nov.
li. Aspinatimonomma subgen. nov.
1. Festländischer Rassenkreis
Monomma gelyphysternum glyphysternum Mars. 2. K formosanum Pic 4 m chinense subspec. nov. I x tonkineum Pic R Br laosense Pic substriatum Pic R x madrasense subspec. nov.
>. Insulärer Artenkreis
Monomma stenotarsoide Ancey
es medanense Pic r pseudomedanense spec. nov. ze borneense SEEN
S raflrayi Thoms.
en palawanum spec. nov. x philippinarum Thoms. a semiaeneum Pic
a doriae doriae Gestro
" „ Singaporense Pic
H. Freude: Die Monommiden der Welt A
Species incertae sedis.
Monomma splendidulum Fairm.
Synonymie. Hyporhagus grandis Pic — H. brasiliensis Thoms. Monomma ceylonicum Pie = M. brunneum brunneum Thoms. ” distinetipenne Pie =M. „, r s = japonicum Motsch. — Tritoma nipponensis Maaki (Ero- tylide) | R marginatum Pic = M. semiaeneum Pic E5 ruficolle Pic = M. raflrayi Thoms. = rufum Pie == M. slyphysternum substriatum Pic (immatur)
9. Zusammenfassung
Anhand des Materials einer größeren Anzahl von Museen, insbesondere durch das Studium der Typen, konnte ich - von einer Ausnahme abgesehen - eine zusammenfassende Darstellung aller bisher bekannten Monommidenarten des indo-australischen Raumes geben, verschiedene zweifelhafte Angaben klären und insbesondere eine genaue Beschreibung der meist ungenügend gekennzeichneten Arten vornehmen und durch Zeichnungen der charakteristischsten Merkmale verdeutlichen.
Die Entdeckung eines bisher unbeachteten Unterscheidungs- merkmals, der Augenspina, erlaubte eine Trennung in 2 Subgenera, Spinatimonomma und Aspinatimonomma subgen. nov., und führte zugleich zur Erkennung einer beachtlichen Anzahl neuer Arten.
Weiter war eine weitgehende Klärung der näheren verwandt- schaftlichen Beziehungen möglich, die auch einen Ausblick auf zoogeographische Verhältnisse erlaubt, welche aber erst im letzten Teil der Monographie ausführlich behandelt werden sollen.
Schließlich wurden die Ergebnisse taxonomischer Art in einer Bestimmungstabelle auf die kürzeste Formel gebracht.
> Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
6. Benutzte Literatur
Die Quellen für die Urbeschreibungen sind jeweils bei diesen angeführt, so daß sich eine nochmalige Angabe hier erübrigt. Arldt, Theodor: Die Entwicklung der Kontinente und ihrer Lebewelt. 2. Aufl. Berlin 1939. Beaufort, L. F. de: Zoogeography of the Land and Inland Waters. London 1951. Castelnau, M. le Comte de: Histoire Naturelle des Insectes Col&opteres, II, Paris 1840. | Fletcher, T. Bainbrigge: One hundred notes on Indian Insects. Bull. Agr. Res. Inst. Pusa 59, 1916. Fowler, T. Fr.: Fauna of British India. Col. I, 1912. Freude, Heinz: Die Lösung des Rätsels um Monomma resinorum Hope. Mitt. Münchener Ent. Ges. 1952. Gestro, R.: Ann. Mus. Civ. Genova, Vol. III, 1872, p. 51—53. Handlirsch in Schröder: Handbuch der Entomologie III, 1925, p. 658. Hennig, Willi: Grundzüge einer Theorie der phylogenetischen Systematik. Berlin 1950. Junk-Schenkling: Coleopterorum Catalogus, e parte 117, Schenkling, S.: Mon- ommidae. Berlin 1931. Laeordaire, M. Th.: Histoire Naturelle des Insectes. Genera des Coleopteres, Bd. V, Paris 1859. Maxwell-Lefroy und Howlett: Indian Insect Life. Calcutta und Simla, London 1909. Miwa und Chujo: Catalogus Coleopterorum Japanicorum. 79. Fam. Monommidae. Taihoku, Formosa, 1938. Pie, Maurice: Addenda au Coleopterorum Catalogus, Pars 117 (Famille des Mon- ommidae). Bull. Ann. Soc. ent. Belg. 74, 1924, p. 96—98. Rensch, Bernhard: Das Prinzip geographischer Rassenkreise und das Problem der Artbildung. Berlin 1929. — —: Die Geschichte des Sundabogens. Berlin 1936. — —: Neuere Probleme der Abstammungslehre. Stuttgart 1947. Richards and Herford: Insects found associated with cacao, spices and dried fruits in London warehouses. Ann. appl. Biol. 17, 1930. Thomson, M. James: Monographie de la famille des Monommides. Ann. Soc. Ent. France 1860. — —: Typi Monommidarum. Paris 1878. Zacher, Friedrich: Die Gliedertierfauna der Mühlen und Getreidespeicher. Ber. VII. Internat. Kongr. f. Entomologie, Berlin 1938, p. 2914. Ritters Geographisch-Statistisches Lexikon. 9. Auflage, von Joh. Penzler, Leipzig und Wien 1910. Stieiers Hand-Atlas. 10. Auflage von H. Haack, Gotha 1928/30.
H. Freude: Die Monommiden der Welt
Alphabetisches Register
Aspinatimonomma subgen. nov.. .„ 14
australe Thoms. bakerı Pie
basipenne Pic birmanense spec. nov. borneense spec. nov. brittoni spec. nov. brunneum Thoms. ceylonicum Pic chapini spec. nov. . chinense ssp. nov.
dehradunense ssp. nov.
distinetipenne Pic . doriae Gestro . drescheri spec. nov. formosanum Pie fulvum Pie .
elyphysternum M ars.
gracilifulvum spec. nov.
grandis Pic . hayeki spec. nov. horni Pie a japonicum Motsch. javanum spec. nov. laosense Pic
longispinum spec. nov.
madrasense ssp. nov. marginatum Pic medaense Pic
19 39 36 32 55) 20 16 18 37 46 24 18 60 36
45.
23 44 26 71 30 22 62 34 0 25 Sl 60 3
nideki spec. nov. : novaguinense spec. nov. obenbergeri spec. nov. palawanum spec. nov. philippinarum Thoms. pseudodoriae spec. nov.
pseudomedanense spec. nov.
quadrımaculatum Waterh. raffrayı Thoms. resinorum Hope ruficolle Pie rufolineatum Pie rufonotatum Pie rufum Pie
scheini spec. nov. semiaeneum Pic sımilifulvum spec. nov. singaporense Pic sparsepunctatum Pic stenotarsoide Ancey stevensi spec. nov.
Spinatimonomma subgen. noV.
splendidulum Fairm. striatipenne Pic substriatum Pie . sumatranum ssp. nov. tenasserimum spec. nov. tonkineum Pie trisulcatum spec. nov.
73
74 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Reise des Herrn G. Frey ın Sudameriıka:
Altıcıdae (Col. Phytophaga)
Von Jan Bechyne, Museum G. Frey
(Mit Tafeln XII— XIV)
Bei der Bearbeitung der Altieiden, welche Herr G. Frey mit seiner Tochter Helga in Venezuela, Trinidad und Jamaica im De- zember 1953 und Januar 1954 sammelte, habe ich auch andere südamerikanische Repräsentanten dieser artenreichen CGhrysome- liden-Gruppe untersucht. Auf Grund zahlreicher untersuchter Tvpen in den Museen Paris, London und Bruxelles stellte ich fest, dals manche von den bisher beschriebenen systematischen Ein- heiten taxonomisch unrichtig bewertet waren. Die dazu entspre- chenden Notizen nebst Neubeschreibungen sind hier der Offent- lichkeit vorgelegt. Ich habe die Reihenfolge der Gattungen im Junk-Schenkling-Katalog nicht wesentlich geändert, wenn auch die aktuelle Systematik der außerpaläarktischen Alticiden ein buntes, nach der äußeren Ähnlichkeit gereihtes Durcheinander darstellt.
Die phylogenetischen Beziehungen innerhalb der neotropi- schen Altieiden sind wesentlich anders als die der echten Chryso- meliden bzw. der Eumolpiden. Während die Eumolpiden (bzw. Chrysomeliden s. str.) in der neotropischen Region größtenteils von modernen, derivierten und endemischen Gruppen gebildet sind, ist die Mehrzahl der Alticiden bzw. Galeruciden in den kosmo- politischen Gattungen bzw. Gruppen repräsentiert (z. B. Aphthona, Longitarsus, Altica, Crepidodera, Epitrix ete.). Aus diesen Grün- den müßte jeder Versuch ein System nach dem Status eines ein- zigen faunistischen Gebietes zum Mißerfolg führen, wie es auch der Fall des Junk-Schenkling-Kataloges ist.!)
!) Z. B. eine der am besten charakterisierte Gruppe der Oedionychus-Ver- wandtschaft (Gelenkhöhlen der Vordercoxen hinten offen, Epimeren vorne von dem Prostethium nicht getrennt, Penis mit außerordentlich umfangreichen Sele-
riten) ist in dem ganzen Katalog zerstreut zu finden.
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 79
Es ist klar, daß die Alticiden und Galeruciden eine einzige Familie der Chrysomeloidea bilden, ich wage es aber trotzdem zu empfehlen, beide Gruppen aus rein praktischen Gründen getrennt zu bezeichnen.
In dem zweiten Teil dieses Artikels bringe ich eine Liste der bisher aus Venezuela bekannten Arten. Dies erweist sich als not- wendig, weil weder Osiki (der Autor des exotischen Teiles des oifi- ziellen Junk-Schenkling’s Alticiden-Kataloges) noch Blackwelder (Checklist of the Coleopterous Insects of Mexico, Gentral America, the West Indies, and South America, Buli. U. S. Nat. Museum 185. 1946) die Historie der Staaten Colombia und Venezuela respek- tiert haben und die Fundortsangabe „Colombia‘ sehr häufig aus- schließlich venezuelanische Fauna betrifft.
Meine Frau Bohumila hat viele Zeichnungen der fraglichen Formen angefertigt, und ich danke ihr dafür.
$anariana n. gen.
Dieses Genus aus der Aphthona-Verwandtschaft erinnert durch die auffallend großen und ausgequollenen Augen an die alrikanische Gattung Gabonia. Es weicht von allen verwandten Gattungen durch die eigentümliche Bildung der Antennen ab. Dieses Organ ist beim 5 lang, die Mitte der Flügeldecken weit überragend, Glieder 3—11 sind stark verlängert, und die Spitze jedes der Glieder 3—7 besitzt auf der Außenseite eine zahnartige Protuberanz, die distale Spitze der Antennite 8— 10 ist abgestutzt. Beim © sind die einzelnen Antennite einfacher, nur schwach drei- eckig erweitert, und die Fühler sind kürzer, jedoch sehr grazil.
Genotypus: Sanariana rubra n. sp.
Sanarıana rubra n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 9. XI. 1951 et 30. X. 1954 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. 3—3,2 mm.
Rot, Vertex, Äntennite 3—11 und die Spitze aller Schenkel (das hintere Paar im breiteren Umfang) schwarz, Spitze der Ti- bien und Tarsen braun. Körper länglich, Oberseite glänzend. Beim Q@ sind die Fühler und die Beine einfarbig schwarz.
Kopf ohne Punktierung, Stirn 1,5x breiter als ein Augen- durchmesser mit einer Querfurche in der Mitte zwischen den Augen, welche die Antennalcalli hinten begrenzt. Diese transver-
76 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
sal, gewölbt, gut markiert, voneinander von einem tiefen Zentral- grübchen geteilt. Längscarina des Clypeus breit, zwischen den An- tennen mehr emporgehoben als die Antennalcalli. Fühler des 5 3/, der Elytren, die des 2 die Mitte derselben erreichend, 2. Glied kugelig, das 3. dreimal länger als das vorhergehende.
Thorax nahe der Mitte am breitesten, quer, fast doppelt brei- ter als lang, glatt, Seiten mäßig gerandet, stark gerundet, nach vorne etwas mehr als nach hinten verengt. Alle Winkel stumpf- eckig. Vor dem Schildchen befindet sich eine grübchenartige Ver- tiefung. Scutellum dreieckig, ohne Skulptur.
Flügeldecken sehr stark (Vergrößerung 2—3x), hinten pro- gressiv feiner bis verloschen, vollkommen konfus punktiert. Hu- meralcallus deutlich. Epipleuren ziemlich breit, hinten schmäler, aber fast bis zum Suturalwinkel erkennbar. Intercoxalplatte des Prosternums sehr schmal, 5 ohne Sinus auf dem 5. Abdominal- segment.
Sanarıana suella n. sp.
Bolivia: Gochabamba, 2600 m (Zischka, Mus. G. Frey).
Long. 55 3,5—4 mm, 99 4—4,5 mm.
Schwarz, Clypeus, die ersten 2 Antennite, Thorax und Flügel- decken rotgelb, die letzteren mit einer breiten schwarzen Sutural- binde, welche sich vorne mit einem gleichfarbigen Humeralpunkt vereinigt. Beine braun, Hinterschenkel, Mitte der Tibien und die Unterseite der 4 vorderen Femora schwarz, Tarsen und Antennal- calli + braun. Körper länglich, Oberseite glänzend.
Kopf spärlich und undeutlich punktiert (Vergrößerung 20x). Ciypealcarina breit. Antennalcalli länglich, stark gewölbt, nach vorne divergierend, hinten zusammengeschmolzen, seitlich von einer tiefen Fosette begrenzt, welche sich mit den ebenfalls stark inskulptierten Augenfurchen vereinigt. Fühler die Mitte der Flü- geidecken (bei beiden Geschlechtern) überragend.
Halsschild fast doppelt breiter als lang, vor der Mitte am brei- testen, Seiten breit abgesetzt, nach hinten stärker als nach vorne verengt. Vorderwinkel abgerundet, Hinterwinkel stumpfeckig. Oberfläche glatt (Vergrößerung 20x).
Elytren länglich, fast parallel, fein punktiert (Vergrößerung 20x), hinter dem Schildchen abgeflacht und etwas stärker skulp- tiert. Humeralcallus gut markiert. Beim 5 ist das 1. Tarsit der # Vorderbeine schwach verdickt.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae Zr
Sanarilana sigia n. sp.
Bolivia: Cochabamba, 2600 m (Zischka, Mus. G. Frey).
Long. 52 4—5 mm.
Wie die vorige Art, aber das Halsschild hat gewöhnlich eine schwarze Dorsalmakel, Elytren noch eine schwarze sublaterale Längsbinde, welche sich hinten mit der Nahtbinde vereinigt, oder die Flügeldecken sind einfarbig schwarz, nur der Seitenrand un- ter dem Humeralcallus ist manchmal bräunlich (ab. nigripennis), Basis aller Schenkel rot.
Während bei den beiden vorigen Arten es die Äntennite 3—7 sind, welche beim 5 erweitert sind, ist bei 5. sigia auch das 8. mit einer zahnartigen Erweiterung versehen. Bei beiden Geschlechtern sind die Seiten des Halsschildes regelmäßig gerundet, nach hinten so stark wie nach vorne gerundet, und die Punktierung der Flügel- decken ist sehr stark, schon unter 2—Sfacher Vergrößerung sicht-
bar.
Gioia n. gen.
Auch diese Gattung gehört in die Aphthona-Verwandtschaft (vordere Gelenkhöhlen hinten offen, Halsschild ohne Querfurche vor der Basis). Der ganze Habitus der hierher gehörenden Arten erinnert viel an die madagassische Entymosina. Gioia weicht von den anderen Aphthoninen durch die merkwürdige Struktur des Kopfes ab: Ulypeus vollkommen plan, ohne Spur einer Carina, oder genau gesagt, die Oarina ist über die ganze Fläche des Clypeus ausgebreitet. Von der Seite betrachtet, bildet der Clypeus mit der Stirn einen rechten oder fast rechten Winkel wie bei der afrikani- schen Gattung Myrcina. Beine und Antennen robust, die letzteren zur Spitze stark verbreitert, elaviform. Hintertibien ohne Zähn- chen vor der Spitze, Terminaldorn sehr kurz. Intercoxalplatte des Prosternums fast von der Breite einer Coxe.
Genotypus: Gioia witimeri.n. Sp.
Gioia wittmeri n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 4. II. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. 2,2—2,8 mm.
Pechschwarz, Antennalcalli, Clypeus, Mundorgane, Antennen und Beine rotbraun. Körper oval, stark glänzend, Clypeus und Antennalcalli seidenmatt.
78 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Kopf ohne Punktierung, Antennalcalli länglich, voneinander gut getrennt, hinten von einer tiefen Querdepression begrenzt, die sich bis hinter die Augen zieht und hier mit einigen gröberen Punkten besetzt ist. Stirn fast doppelt so breit wie ein Augendurch- messer. Antennen die Mitte der Flügeldecken erreichend, die 2 ersten und die 5 letzten Glieder stark verdickt, 3. Glied deutlich kürzer als das 2.
Thorax stark quer, doppelt breiter als lang, Seiten parallel, gerade, Vorderwinkel schräg abgestutzt und seitlich zahnförmig vorspringend, Basis gerandet. Oberseite grob (Vergrößerung 5x) und spärlich punktiert, Schildehen ohne Punktierung, groß.
Flügeldecken so stark wie das Halsschild, nicht dicht, hinten etwas schwächer, verworren punktiert, Humeralcallus glatt, von dem großen punktierten Basalcallus schlecht getrennt, postbasale Querdepression kräftig. Epipleuren schmal. Das 4 ist kleiner, das 1. Glied der 4 Vordertarsen erweitert, Sinus des letzten Abdo- minalsegmentes klein.
Gioia georgia n. sp.
Diese Art ist mit den 2 folgenden, ebenfalls von Herrn Frey in Venezuela gesammelten Arten verwandt; diese kleine Gruppe weicht von G. wittmeri durch die gerundeten Seiten des Thorax ab:
i (4) Körper kurzoval, Flügeldecken mit starkem Basalcallus, welcher von einer dahinter folgenden Querdepression ak- zentiert ist. Thoraxbasis sehr fein gerandet. Elytren mit einem deutlichen und ziemlich breiten Lateralintervall, welcher in der vorderen Hälfte gewölbt ist. Schwarz, Füh- lerbasis, Beine und Spitze des Abdomens pechbraun, Ober- seite glänzend, Clypeus seidenmatt, fein retikuliert (Ver- größerung 20x).
2 (3) Größer, 2—2,2 mm, Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, winkelig, seitlich nicht zahnartig vorspringend. Antennalcalli sehr schwach, nur hinten vor der Querfur- che voneinander getrennt, vorne ganz zusammenfließend. Das letzte Abdominalsegment des 5 in der Mitte einfach eingedrückt, nicht herabfallend. . Gioia georgia n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey).
3 (2) Kleiner, 1,6—1,5 mm, Vorderwinkel des Haisschildes schräg abgestutzt, nach außen zahnförmig vorspringend. Die gut markierten Antennalcalli sind der ganzen Länge
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 79
nach durch eine feine Furche voneinander getrennt. Das
letzte Abdominalsegment des 5' in der Mitte stark nach
unten gebogen. . . . Gioia helga n. sp. Venezuela: Ba R 1 54 (G. & H. Frey).
4 (1) Körper langoval, glänzend (auch der Ciypeus ist glänzend, ohne mikroskopische Retikulierung), Flügeldecken mit kaum emporgehobenem Basalcallus, postbasale Quer- depression undeutlich. Pechbraun, Fühlerbasis, Beine und das letzte Abdominalsegment hell braungelb, das letztere beim 3’ wie bei G. georgia geformt. Antennalcalli deutlich, gewölbt, voneinander gut getrennt. Thorax mit schräg ab- gestutzten, nach außen schwach zahnförmig vorspringen- den Vorderwinkeln, Basis stark gerandet. Lateralintervail der Flügeldecken undeutlich und flach. Long. + 2 mm. E : Gioia barbara n. sp.
enezuela: a. 1954 (G. & H. Frey). Die folgenden 3 Arten aus Guadeloupe weichen von den hier
bisher beschriebenen durch auffallende Färbung ab.
Gioia antıllarum n. sp.
Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. + 3 mm.
Pechbraun, Beine, Fühler (zur Spitze angedunkelt) und La- brum gelbbraun, Oberseite metallisch erzfarbig, stark glänzend, Clypeus matt.
Von der Gestalt der G. wittmeri, anders gefärbt, Antennen das erste Drittel der Flügeldecken kaum erreichend, das 2. Glied kugelig, so lang wie das 3., Seiten des grob und dicht punktierten Halsschildes in der Mitte winkelig, Flügeldecken grob runzelig punktiert, Punkte nur im Apikalviertel isoliert stehend. Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen beim 7 stark erweitert.
Gioia heikertingeri n. sp. Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). Long. 2,5—3 mm. Einfarbig rotgelb, nur die Spitze der Antennen etwas ange- dunkelt.
Wie G. wittmeri, aber die Fühler den Humeralcallus der Flü- geldecken kaum überragend, zur Spitze auffallend stark verdickt, das erste Drittel der Flügeldecken kaum erreichend, das 2. Glied
80 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
kugelig, so lang wie das 3., Seiten des grob und dicht punktierten Halsschildes in der Mitte winkelig, Flügeldecken grob runzelig punktiert, Punkte nur im Apikalviertel isoliert stehend. Das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen beim 9’ stark erweitert.
Gioia eyanella n. sp.
Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. + 2 mm.
Pechschwarz, Labrum, Antennen, Tibien und Tarsen rot, Ver- tex, Thorax und Flügeldecken lebhaft metallisch blau, stark glän- zend.
Kopf wie bei G. wittmeri, Clypeus glänzend, jederseits von einem schmalen Kiel begrenzt. Das 3. Antennit so lang wie das 2. Seiten des stark punktierten Halsschildes in der Mitte stumpf ge- winkelt. Elytren von gleicher Struktur und Skulptur wie bei G. wiıttmeri, Basitarsite des 5 stark erweitert.
Babiohaltica n. gen.
Diese neue Gattung ist mit Aphthona verwandt und durch fol- gende Unterscheidungsmerkmale ausgezeichnet: Die Antennen sind kurz und robust, die Epipleuren sind konkav und in der Vor- derhälfte sehr stark erweitert, nahe der Mitte am breitesten, so daß3 ein Teil der Metepisternen von ihnen bedeckt ist.
Die einzige Art dieser Gattung erinnert durch Form und Farbe an mehrere Babiini.
Babiohaltica corumbana n. sp.
Brasil, Est. Matto Grosso: Corumbä (Mus. G. Frey). — R. Ar- gentina, Buenos Aires: La Plata [Ciudad Eva Perön], V. 1949 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. 3,5—5 mm. |
Schwarz, Beine, Labrum und Antennen + gebräunt, Flügel- decken dunkelrot, eine breite unregelmäßige Querbinde, deren Vorderrand vor der Mitte liegt und welche weder den Seiten- noch den Apikalrand erreicht und die Naht vorne schwarz. Glänzend, länglich, gewölbt. Ä
Kopf ohne Punktierung. Clypealcarina scharf und stark ge- wölbt, Antennalcalli gut entwickelt, gegen die Augen schräg ge- richtet, hinten von einer tiefen, bis zu dem Augenhinterrand ver-
J. Bechyn@: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 31
längerten Querfurche begrenzt. Antennen am Innenrande der Augen eingelenkt, voneinander relativ weit entfernt, robust, die Mitte der Flügeldecken nicht erreichend, Glieder 2 und 3 fast ku- gelig, von gleicher Länge, so dick als das 1. Äntennit, die 3 fol- genden Glieder stark erweitert, dreieckig, Apikalglieder monili- form, jedes etwas länger als breit.
Thorax deutlich transversal, nahe der Mitte am breitesten. Seiten stark gerundet, vor den verdickten Vorderwinkeln ausge- schweift, Hinterwinkel zähnchenförmig vorspringend. Oberfläche deutlich (Vergrößerung 10x) punktiert, an den Seiten dichter als in der Mitte. Scutellum groß, fein mikroskopisch retikuliert.
Flügeldecken breiter und etwas stärker punktiert als der Tho- rax, ohne Eindrücke, nur ist die Naht hinter dem Schildehen ab- geflacht. Humeralcallus gut markiert (geflügelte Art). Beine ro- bust, alle Femora verdickt (die 4 vorderen weniger stark bei den 99). Tarsen des 5’ nur schwach erweitert.
Diese Art ist mir in zahlreichen Exemplaren bekannt und in der Größe bei beiden Geschlechtern stark variabel; bei allen bis- her bekannten Aphthona-Arten ist das o’ stets kleiner als das 9.
Varicoxa n. gen.
Dies ist ein anderes Genus, bei welchem Arten sowie mit ge- schlossenen als auch mit geöffneten vorderen Gelenkshöhlen vor- kommen. Der Genotypus ist Systena ustulata Har., also eine Art mit geschlossenen Gelenkshöhlen. Trotz dieses Merkmals gehört Varicoxa unter Aphthonini, und sie ist durch das herzförmige Halsschild mit einer flachen Querfurche vor der Basis, durch das sehr lange Basitarsit der Hinterbeine und durch nur mäßig ver- dickte Hinterschenkel ausgezeichnet. Der Kopf ist auffallend groß mit vorgequollenen Augen, dessen größte Breite den Vorderrand
des Halsschildes überragt.
Varicoxa ustulata centralis n. subsp.
Die Stücke, welche Jacoby von Guatemala und Nicaragua be- schrieben hat (Biol. Centr.-Amer. Col. VI, 1, 1884, p. 328) sind in der Färbung sehr konstant (ohne angedunkelte Flügeldecken- spitze) und können als eine geographische Form bezeichnet werden
(Typus in Mus. G. Frey: Mexico, EI Cora).
Entom. Arbeiten aus dem Museum Frey, Bd. 6, H. 1 6
32 Entom. Arbeiten aüs dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Varicoxa elarki Jacoby (nov. comb.)
Als Systena beschrieben, nahe verwandt mit DV. ustulata Har.
Varicoxa aguablanca n. sp.
Argentina, Jujuy: Agua Blanca, I. 1949 (Dr. P. Wygodzinsky, coll. Dr. Reitter, Mus. G. Frey).
Long. 3 mm.
Rotgelb, Abdomen dunkler, Flügeldecken schwarz, Humeral- callus im breiten Umfang rötlich. Oberseite glänzend, ohne Skulptur.
Der D. clarki ähnlich, aber die Antennalecalli sind linear, ganz quer gestellt, Thorax mit breit abgesetztem Seitenrand, und beim J'ıst das 1. Glied der Hintertarsen viel mehr als an den Vorder- tarsen erweitert, asymmetrisch (an der distalen Spitze schräg ab- gestutzt). Bei V. clarkı und V. ustulata ist das 1. Glied der Hinter- tarsen des 5 grazil und symmetrisch. Während bei den vorher- gehenden Arten die vorderen Gelenkhöhlen hinten geschlossen sind, sind sie bei DV. aguablanca ziemlich breit geöffnet.
Varicoxa apolonia n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 13., 17. et 18. IV. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Hell gelbbraun, die 7 letzten Antennite und die Spitze der Hinterschenkel schwarz. Oberseite glänzend, Flügeldecken matter.
Diese Art erinnert durch ihre Körperform ganz an V. ustulata Har., nur sind die Flügeldecken fein punktuliert (Vergrößerung 30—50 x), die Episternen des Prosternums berühren die Spitze der Intercoxalplatte (sind aber mit ihr nicht zusammengewachsen), und das Halsschild vor den Hinterwinkeln ist nur sehr schwach ausgeschweift.
Subsp. aperta nov.: Kleiner, + 2,5 mm und glänzender als die Stammform, die vorderen Gelenkhöhlen des Prosternums stehen weit offen. |
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 26. XII. 1949 und 27. I. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). |
Varicoxa freyi n. sp.
Venezuela: Rancho Grande, I. 1954 (G. & H. Frey); Caracas, | I. 1954 (dtto); Valencia, I. 1954 (dtto).
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 33
Größe, Form und Färbung wie bei der vorhergehenden Art, aber durch folgende Merkmale trennbar:
V. apolonia:
Kopf stark glänzend.
Hinterwinkel des Hals- schildes rechteckig, kaum vor- springend, der Seitenrand vor ihnen kaum ausgeschweilft.
Punktierung der Elytren unter 309—50facher Vergröße- rung sichtbar.
Flügeidecken mit einem deutlichen Basalcallus, welcher hinten von einer queren Vertie- fung akzentiert ist.
Die Spitze des Penis knopf-
förmig endigend.
V. freyi:
Kopf matt, Retikulierung unter 20—30facher Vergröße- rung sichtbar.
Hinterwinkel des Halsschil- des zahnartig
vorspringend, Seiten davor deutlich ausge- schweift.
Flügeldecken - Punktierung schon unter 20facher Vergrö- Berung gut erkennbar.
Flügeldecken mit
einem Basalcallus noch mit
weder einer Querdepression dahinter.
Die Spitze des Penis gleich-
mäßig verengt.
D. freyi ist in der Färbung variabel: Manchmal ist Hinter-
brust an den Seiten, Kopf nahe den Augen, 2 quergestellte Flecken nahe dem Vorderrand des Thorax, Naht, Umgebung des Seutel- lums und eine Makel in der Mitte des Seitenrandes der Flügel- decken pechschwarz (ab. varia).
Varicoxa campininha n. Sp.
Brasil, Est. Parana: Campininho, 17. 1. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Long. + 3,5 mm.
Rotgelb, Fühler zur Spitze gebräunt, Elytren mit einem schwachen, grünlichen Metallschimmer. Körper länglich, Oberseite glänzend.
Kopf breit, sehr weitläufig punktuliert. Stirn knapp doppelt so breit wie ein Augendiameter. Antennalcalli oval, schräg gestellt, gut umgrenzt. Clypealcarina breit, kaum höher als die Antennal- calli gewölbt, Quercarina fehlend. Fühler ziemlich robust, die Mitte der Flügeldecken überragend, das 3. Glied länger als das +., doppelt so lang wie das 2.
54 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gs. Frey. Bd. 6, 1955
Pay
Halsschild doppelt breiter als lang, herzförmig, vor der Mitte |
am breitesten, nach hinten stärker als nach vorne verengt, vor der Mitte stark gerundet, vor den Hinterwinkeln ausgeschweift. Vor- derwinkel verdickt, vorne waagrecht abgestutzt. Oberfläche so fein und so weitläufig wie der Kopf punktuliert (Vergrößerung 50x), vor der gerandeten Basis seicht quer eingedrückt. Schildchen groß.
Elytren parallel, breiter als das Halsschild, grob verworren punktiert (Vergrößerung 5x), Punkte vorne Spuren von Längs- reihen bildend. Naht hinter dem Schildehen vertieft, dadurch der Basalcallus deutlich, Querdepression fehlend. Prosternum zwischen den Coxen nicht sichtbar, vordere Gelenkhöhlen hinten offen. Das 1. Glied der Hintertarsen viel länger als die 3 folgenden zusam- mengenommen. Beim 5 ist das 1. Glied der 4 vorderen Tarsen stark erweitert, das 5. Abdominalsegment hat in der Mitte eine tiefe dreieckige Längsgrube, und der Sinus ist klein.
Von den übrigen Arten durch starke Punktierung der Flügel- decken zu unterscheiden.
Longitarsus plaumanni n. sp.
Brasil, Est. Sa. Catarina: Nova Teutonia, 14. VI. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Long. 2 mm.
Pechbraun, Fühler und Beine hellbraun, Flügeldecken mit einem schwachen Metallschimmer. Langoval, Vorderkörper mäßig, Flügeldecken stark glänzend. Aptere Art.
Kopf fein retikuliert (Vergrößerung 40—50x) ohne Punk- tierung, Antenalcalli undeutlich. Clypealcarina lang und scharf. Fühler ziemlich robust, das 1. Drittel der Elytren erreichend, Glie- der 2 und 3 gleichlang, das 4. länger.
Thorax schwach transversal, Seiten fast gerade, nach vorne bis zu den sehr schrägen Vorderwinkeln leicht divergierend. Ober-
fläche von derselben Grundskulptur wie der Kopf, fein, an der Ba-
sis deutlicher (Vergrößerung 20x) spärlich punktiert. Scutellum matt.
Elytren langoval, ohne Humeralcallus, stark und ziemlich |
dicht punktiert (Vergrößerung 5—8x). Hintertibia außen gezäh-
nelt.
Dies ist die einzige bisher bekannte aptere Longitarsus-Art
aus der atlantischen Region Südbrasiliens.
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 35
Longitarsus substrangulatus n. sp.
Peru: Marcapata (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 2,2—2,5 mm.
Schwarz, oben metallisch bronzebraun, glänzend, Fühlerbasis und Beine gelbrot, Hinterschenkel und Fühlerspitze schwärzlich. Geflügelte Art.
Kopf glatt erscheinend, erst unter 100facher Vergrößerung kommt eine feine quergerichtete Striolation zum Vorschein. An- tennalcalli deutlich, fast zusammenfließend, quer. Längscarina des Olypeus scharf. Stirn doppelt breiter als ein Augendiameter quer gesehen. Antennen relativ robust, die Mitte der Flügeldecken über- ragend, das 3. Glied kaum länger als das 2., aber deutlich kürzer als das 4.
Halsschild kaum breiter ais iang, stark gewölbt, nahe der Mitte am breitesten. Seiten stark gerundet, in der Mitte fast win- kelig heraustretend, vor den zahnartig vorspringenden Hinterwin- keln stark ausgeschweift, Vorderwinkel abgerundet. Oberfläche vorne fast glatt, in der Mitte vor der Basis stark punktiert (Ver- srößerung I5—8 x).
Flügeldecken breiter als der Thorax, feiner punktiert, hinten fast glatt, hinter der Mitte bauchig erweitert. Humeralcallus stark heraustretend, hinter ihm liegt eine deutliche sublaterale Depres- sion. Hintertibien auf der Oberseite abgeflacht, am Außenrande dicht mit sägeförmigen Zähnchen besetzt.
An der Färbung und am abweichenden Halsschildbau erkenn- bare Art.
Longitarsus corumbanus n. Sp.
Brasil, Est. Matto Grosso: Gorumba (Mus. G. Frey).
Long. 2—2,2 mm.
Rotbraun, Fühlerspitze und Vorderkörper schwarz, Flügel- decken auf der Scheibe häufig mit einem dunklen rundlichen Fleck in der Mitte. Oberseite mäßig glänzend, letztes Abdominal- segment häufig (namentlich bei den 99) angedunkelt.
Diese Art hat dieselbe Form wie L. vicarius Oglobl. (auf dem- selben Fundort gleichzeitig vorkommend), aber die Färbung ist verschieden, die Scheibe des Halsschildes ist stark (Vergrößerung o—10), also stärker als die Flügeldecken punktiert, Seiten des Halsschildes geradlinig nach vorne divergierend und die Clypeal-
carina ist hochgewölbt. Bei L. vicarius sind die Halsschildseiten
86 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
ziemlich regelmäßig gerundet, die Punktierung der Scheibe ist fein (Vergrößerung 20—30x) und nur vor der Basis vorhanden, und die Clypealcarina ist nicht höher gewölbt als die schwachen An- tennalcalli.
Longitarsus cornelius n. sp.
Guadeloupe (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey).
Long. 1,2— 1,5 mm.
Braun, Oberseite rotbraun, Fühler und Beine gelb, Antennite 6— 5 angedunkelt. Aptere, oberseits nur mäßig glänzende Art, wel- che sehr nahe mit L. horni Jac. verwandt ist:
L. horni:
Antennen die Mitte der Flügeldecken leicht überragend, die 5 Apikalglieder deutlich verdickt, jedes höchstens um die Hälfte länger als dick.
Punktierung der Elytren auch unter 50facher Vergröße-
rung kaum erkennbar.
L. cornelius:
Antennen beinahe so lang wie der ganze Körper, zur Spit- ze nicht verdickt, jedes reich-
lich doppelt länger als dick.
Elytren grob, unter 10fa- cher Vergrößerung deutlich punktiert.
Neothona n. gen.
Dieses Genus ist mit Palaeothona Jac. verwandt, eine ähnliche anteskutellare Vertiefung am Thorax besitzend und von derselben Form des Prosternums. Es unterscheidet sich jedoch durch Man- gel der Clypealcarinae und der Antennalcalli, so daß der Clypeus und die Stirn eine einzige homogene Fläche darstellen, welche höchstens mit einem grubenförmigen Punkt zwischen den Fühler- insertionsstellen versehen ist. Fühler kurz, die Mitte der Flügel- decken nicht erreichend, robust, zur Spitze verdickt.
Die mir z. Z. bekannten Arten sind sekundär an der groben (Vergrößerung 3—10x) Punktierung der Oberseite kenntlich, die der Flügeldecken in Längsreihen gestellt. Basalcallus der Elytren deutlich. Der ganze Habitus erinnert an die Gattung Cyrsylus, welche geschlossene vordere Gelenkgruben aufweist, während sie bei Neothona sowie bei allen anderen Aphthonini hinten geöffnet sind.
Genotypus: Neothona prima n. sp.
J. Bechyn&: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 87
1 (2) Stirn in der Mitte oberhalb der Insertionsstelle der An- tennen mit einem tiefen länglichen Grübchen versehen. Körper langgestreckt.
Pechbraun, ziemlich glänzend, Oberseite und Beine rotgelb, Fühler zur Spitze angedunkelt, Flügeldecken dunkelbraun mit je einem unbestimmten helleren Längs- fleck auf der Scheibe. Hinterschenkel angedunkelt. Ciy- peus fein und spärlich punktuliert. Das 3. Fühlerglied län- ger als die benachbarten. Thorax klein, Seiten geradlinig nach vorne verengt, Vorderwinkel schräg abgestutzt, Hin- terwinkel rechteckig. Flügeldecken in geminaten Längs- reihen punktiert mit leicht gewölbten (namentlich an den Seiten) Intervallen. 5' mit kräftigem Sinus auf dem letz- ten Abdominalsegment und schwach erweiterten Tarsen. Long. 3,2—3,5 mm. . . . . Neothona prima n. sp.
Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Campos do Jordäo, 12. 11. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
2 (1) Stirn ohne Grübchen in der Mitte. Manchmal ist jedoch doch eine Vertiefung in gewisser Lichtrichtung sichtbar, sie ist aber nicht tiefer als die übrige Punktierung auf der Stirn. CGlypeus glatt, Antennite 2, 3 und # von gleicher Länge. Flügeldecken an den Seiten in einfachen Längs- reihen punktiert. Körper oval.
3 (4) Schwarz, Mundteile, Beine und Fühler (das letzte Glied ausgenommen) rotgelb. Seiten des Halsschildes hinter den schräg abgestutzten und seitlich zahnartig vorspringenden Vorderwinkeln gerundet.
Thorax nach vorne deutlich verengt, Hinterwinkel stumpfeckig. Sinus des ' ziemlich kräftig, 1. Glied der 4 vorderen Tarsen deutlich erweitert. Long. 2—2,2 mm.
Neothona secunda n. sp. enezüelan Caracas, 1 1954 (G. & H. Frey); Rancho Grande, I. 1954 (dtto).
4 (3) Körper ganz oder zum größten Teil gelb bis braunrot, Sei- ten des Halsschildes geradlinig.
5 (12) Vorderkörper matt, Retikulierung des Kopfes unter 10- bis 20facher Vergrößerung erkennbar.
6 (11) Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, seitlich zahnartig vorspringend.
7 (10) Punktierung des Kopfes, des Halsschildes und der Flügel- decken fast gleichstark, unter 3—5facher Vergrößerung
38 Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
gut sichtbar. Hinterwinkel des Halsschildes stumpfeckig. Körper einfarbig gelb, nur die Fühler sind zur Spitze + angedunkelt.
8 (9) Seutellum glatt, Flügeldecken an den Seiten hinter dem Humeralcallus parallel. Long. 1,5—1,6 mm. a
.. .. Neothona tertia n. sp. Teile Nordküste; T 1954 (G. &.H. Frey).
9 (8) Scutellum so grob punktiert wie die übrige Oberseite. Sei- ten der Flügeldecken von der Basis bis zur Spitze gleich- mäßig gerundet. Long. 1,5 mm. Neothona quarta n. sp.
Venezuela: Caracas, 1. 1954 (G. & H. Frey).
10 (7) Punktierung der Flügeldecken stark, die des Vorderkör- pers erst unter lOfacher Vergrößerung sichtbar. Körper zweifarbig, Retikulierung des Vorderkörpers sehr schwach. Long. + 2 mm. (ef. 16 [15)).
11 (6) Vorderwinkel des Halsschildes schräg abgestutzt, an den Seiten schwach winkelig, nicht zahnartig vorspringend. Körper einfarbig strohgelb. Thorax viel schmäler als die Flügeldecken mit abgerundeten Hinterecken. Punktierung der Oberseite dicht und stark, unter 5—5facher Vergrö- ne gut sichtbar. Long. 1,6—1,5 mm. \
; . . Neothona quinta n. sp. Bee Est. Matto Crocs Corumbäa (Mus. G. Frey).
12 (5) Vorderkörper glänzend, Retikulierung des Kopfes unter 50facher Vergrößerung noch kaum erkennbar (im Zwei- fel ef. 10 [7)).
13 (14) Körper einfarbig rotbraun, nur die Fühierbasis ist heller. Oberseite stark punktiert. Vorderwinkel des Halsschildes fast völlig abgerundet, seitlich im ersten Viertel einen sehr schwachen Winkel bildend. Humeralcallus der Ely- tren in den vorletzten Intervall kurz rippenartig verlän- gert. Long. 2,6.mm. 2. . . Neothona sexta n. sp.
Bolivia, Yungas de La Paz. Coroico (Mus. G. Frey).
14 (15) Körper zweifarbig. Vorderwinkel des Halsschildes seitlich zahnartig vorspringend. Humeralcallus der Flügeldecken nach hinten nicht verlängert. Punktierung des Vorderkör- pers viel schwächer als die der Flügeldecken.
15 (16) Braungelb, Sternum rotbraun, Abdomen schwärzlich. Epi- pleuren und ein Lateralsaum der Flügeldecken rotbraun, Naht und Spitze derselben schwärzlich oder auch roi- braun. Oberseite gleichmäßig glänzend. Elytropleuren,
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Altieidae 89
von oben betrachtet, nahe dem Humeralcallus nicht gleich- zeitig sichtbar, weil die Seiten der Elytren senkrecht her- abfallen. Long. 2,2—2,5 mm. . Neothona septima n. sp.
Brasil, Est. Rio Grande do Sul: Lages, 14. 1. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey). — 8. Paule (coll. Heikertinger, Mus. G. Frey). — Die Exemplare von 5. Paulo sind heller gefärbt.
16 (15) Rotbraun bis pechbraun, Beine und Antennen gelb, die letzten 3—4 Antennite schwarz. Flügeldecken braun bis schwarz, Apikalhälfte und eine über die beiden Flügel- decken nach hinten konvexe breite Querbinde hinter der Basis gelb. Diese Querbinde ist bei den helleren Exempla- ren weniger auffallend. Flügeldecken glänzender als das Halsschild. Elytropleuren, gleichzeitig von oben betrach- tet, der ganzen Länge nach sichtbar, weil die Elytren an den Seiten nicht senkrecht, sondern schräg herabfallen. Bone. #2 mm .. . .. Neothona octava n. sp.
Trinidad (B. W. 1.), x. 1953 (G. & H. Frey).
Aphthona transparens n. Sp.
Venezuela: Palo Grande — San Uristobal, 20. VIE. 1930 (H. J. MacGillavry, Zool. Mus. Amsterdam).
Long. 1,9—2 mm.
Rotbraun, Antennite 5—10, Labrum, Palpen und die äußerste Spitze der Hinterschenkel pechbraun, Oberseite, Beine und die übrigen Antennite hell braungelb, Vertex und Schildchen dunkel- braun mit Metallglanz, Seiten des Halsschildes und die Flügel- deekennaht angedunkelt.
Mit A. deyrollei Baly nahe verwandt, anders gefärbt, An- tennalcalli mit der übrigen Fläche der Stirn ein einziges abgeflach- tes, etwas erhöhtes Feld bildend, welches nach vorne in Form eines breiten und flachen Kiels (= Längscarina des Clypeus) ausgezogen ist. Stirnfurchen tief, vorne nicht zusammenlaufend; oberhalb der- selben nahe dem Augenhinterrand befindet sich ein Grübchen. Thorax fein (Vergrößerung 30—40x) punktiert, schwach trans- versal. Flügeldecken in regelmäßigen Längsreihen so stark wie das Halsschild punktiert, die Punkte erscheinen jedoch auch unter 5- facher Vergrößerung sehr deutlich, weil sie von einem dunklen Hof umgeben sind, welches unter der Oberfläche des Chitins aus-
gebildet ist.
N)
Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
Aphthona-Arten aus Süd-Brasil.
Alle Arten besitzen verhältnismäßig kurze Antennen, die kaum das erste Drittel der Flügeldecken erreichen.
1 (10) Thorax jederseits bei der Basis mit einer Depression ver-
2. (5)
sehen. Punktierung der Elytren dicht und absolut konfus.
Oberseite uniform metallisch, Beine und Fühler rotgelb,
die letzteren zur Spitze gebräunt oder schwärzlich. Punktierung am Innenrande der Augen runzelig zusam- menfließend und bis auf die Antennalecalli verbreitet.
>( *) Antennalecalli länglich (jeder doppelt länger als breit),
4(3
)
schwarz und weniger glänzend als der Scheitel, vonein- ander durch eine tiefe Furche getrennt. Schwarz, Vertex, Thorax und Flügeldecken metallisch stahlblau. Punktie- rung des Halsschildes deutlich, die der Flügeldecken vorne stark (unter Sfacher Vergrößerung gut sichtbar) hinten abgeschwächt. Hinter dem Humeralcallus befindet sich kein Eindruck. — Long. 2,2 mm. Aphthona agnes n. sp. Brasil: Espirito Santo (Mus. G. Frey).
Antennalcalli kurzoval, zusammenfließend, von gleicher
Färbung und gleicher Grundskulptur wie der Scheitel. Schwarz, glänzend, Oberseite metallisch bronzegrün. Halsschild spärlich punktiert. Elytralpunktierung noch stärker als bei der vorigen Art, hinten etwas abgeschwächt, Basalcallus deutlich und von einer merklichen Querde- en, hinten begrenzt. Größere Art: 3 mm. Pe - Aphthona wittmeri n. sp. Brasil, Bi is Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 28. 1. 1953 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Punktierung am Innenrande der Augen nur aus einigen isolierten Grübchen bestehend und auf die äußerste Nähe
des Augenrandes beschränkt.
Hinten zwischen den Antennalcalli befindet sich ein Längsgrübchen, infolgedessen sind die Antennalecalli hin- | ten voneinander gut getrennt und nach hinten divergie- rend, und vorne nahe den Antennen fließen sie zusam- | men. Schwarz, glänzend, Oberseite blauschwarz mit bronzegrünen Reflexen. Prothorax vorne fein, hinten stär- ker und dichter punktiert. Elytralpunktierung stark, zur ' Spitze kaum abgeschwächt, hier aber spärlicher als vorne. |
Aphthona isabella n. sp.
Long. + 2,58 mm.
J. Bechyne: Reise des Herrn G. Frey in Südamerika: Alticidae 91
Brasil: Espirito Santo (Mus. G. Frey).
7 (6) Antennalcalli weder nach hinten divergierend noch von-
einander durch eine Foveole getrennt.
8 (9) Antennalcalli oval, subparallel; sie treten mit der Spitze
der Clypealcarina (zwischen den Fühlern) als drei gleich- große Tuberkeln hervor. Schwarz, glänzend, Oberseite bronzegrün mit einem blauen Schimmer. Punktierung des Halsschildes wie bei der vorhergehenden Art, Punktierung der Flügeldecken zur Spitze wesentlich abgeschwächt. Long. 2—2,2 mm. . . . Aphthona adalberta n. sp.
Brasil: 5. Paulo (Mus. G. Frey); Espirito Santo (dtto).
9 (8) Antennalcalli länglich, nach vorne divergierend, viel
schmäler und viel niedriger als die zwischen den Anten- nen sichtbare Spitze der breiten Olypealcarina. Schwarz, glänzend, Oberseite metallisch stahlblau. Thorax fein und gleichmäßig spärlich punktiert, Punktierung der Elytren wenig dicht, vorne stark, hinten merklich schwächer. Long. 5 2,5 mm, 9 2,5 mm. Brasil, Est. do Rio de Janeiro: Muri, 1000° m, 4 1. 1953 “ Wittmer, Mus. G. Frey). Aphthona jessia n. sp.
Msflächen des he ohne jede Spur einer Depres- sion jederseits nahe der Basis. Die Flügeldecken sind häu- fig in Reihen punktiert.
11 (12) Antennalcalli voneinander entfernt, hinten zwischen ihnen
12
ai)
befindet sich ein deutlicher Tuberkel; hinter dem Niveau der Fühlerbasis kommen also drei Tuberkeln zum Vor- schein. Schwarz, Tibien, Tarsen und Fühlerbasis pech- braun, Elytren lebhaft metallisch violett. Oberseite glän- zend. Kopf und Halsschild ohne Punktierung, Flügel- decken mit sehr regelmäßigen Punktreihen und gewölbten Intervallen in der Vorderhälfte, mit verdoppelten Längs- reihen und flachen Intervallen hinter der Mitte und ganz im Apikalviertel. Long. 2,6—2,3 mm. Aphthona plaumanni n. sp. Brasil, Est. Se ne Nova Teutonia, 20. IX. 1950
et 30. IV. 1951 (F. Plaumann, Mus. G. Frey).
Die Stirn bildet zwischen den stark transversalen Anten- nalcalli keine tuberkelartige Erhabenheit.
13 (14) Prothorax stark transversal, doppelt breiter als lang, Sei-
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Entom. Arbeiten aus dem Museum Gg. Frey, Bd. 6, 1955
14 (13)
ten breit abgesetzt. Epipleuren vorne breit, im mittleren Drittel plötzlich stark verschmälert.
Pechschwarz, Mundteile (Labrum zum Teil), Füh- lerbasis und Beine rotgelb, Thoraxseiten gebräunt, Ely- tren lebhaft metallisch grün. Oberseite glänzend. Kopf glatt, zwischen den Augen tief quer eingedrückt, Stirn doppelt breiter als ein Augendurchmesser quer gesehen. Antennalcalli linear, hinten von der Stirnquerfurche begrenzt. Olypealcarina sehr breit und gewölbt. An- tennen robust, den Humeralcallus der Elytren kaum überragend. Thorax fein punktiert. (Vergrößerung 20 bis 30x), nahe der Mitte am breitesten. Seiten stark gerundet, alle Winkel stumpfeckig. Flügeldecken ohne Basalcallus und ohne postbasale Depression, Humeral- callus schwach gewölbt, Punktierung stark auf der Scheibe ziemlich verworren, nahe den Seiten in regelmä- Bigere Längsreihen gestellt, deren Intervalle fein punk- tuliert sind (Vergrößerung 50x). Die Punkte sind in der Hinterhälfte kleiner als vorne. Long. 3 mm.
; Aphthona lutetia n. sp.
AB asil, Est. 2 Rio de Janeiro: Muri, 1000 m, 1.—I1l. 1952 (W. Wittmer, Mus. G. Frey).
Seiten des Halsschildes schmal abgesetzt. Epipleuren nach hinten graduell verschmälert.
15 (25) Wenigstens die Flügeldecken sind metallisch gefärbt. 16 (23) Thorax schwarz bis pechschwarz. Y
17:02)
Kopf größtenteils schwarz.
Aphthona nigrocyanea Baly ist mir in natura unbe- kannt. Nach der Beschreibung unterscheidet sie sich von allen folgenden Arten durch punktierten Kopf, durch eine Längsfurche in der Stirnmitte und durch die metallische Färbung. Die Kopfpunktierung ist charakteristisch für die erste Division dieser Tabelle (,,1 [10]‘), aber alle dort